Bebauungsplan für das westliche Bahnhofsareal aufgestellt

Endlich kommt Bewegung in den „Traunsteiner Schandfleck“

+
Nach rund zwei Jahr des Stillstands soll es jetzt konkret werden mit einer Bebauung des Bahnhofsareals West. Der Traunsteiner Stadtrat hat in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag einen Bebauungsplan aufgestellt.

Traunstein - Nach langem Stillstand kommt Bewegung in den „Traunsteiner Schandfleck“. Es wurde ein Bebauungsplan für das westliche Bahnhofsareal aufgestellt.

Seit rund zwei Jahrzehnten liegt es brach herum, für manche wirkt es wie ein Schandfleck: Das westliche Bahnhofsareal in Traunstein. Teils schwierige Eigentumsverhältnisse haben dabei wesentlich mit dazu beigetragen. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen: Der Traunsteiner Stadtrat stellte am Donnerstag Nachmittag im Rahmen der öffentlichen Sitzung einen Bebauungsplan auf.

Auf Grundlage der Planungen durch einen externen Planer soll auf dem Areal unter anderem ein öffentliches Parkhaus gebaut werden, die Güterhallenstraße soll im Zuge der Entwicklung des potenziellen Filetstücks um den Bahnhof verlegt werden. Vorgesehen ist der Ausweis als „Urbanes Gebiet“, das eine Bebauung mit Gebäuden mit bis zu sieben Geschossen und einer GFZ für den östlichen Planbereich zwischen 2,14 und 2,20 vorsieht. Für den westlichen Planbereich ist diese derzeit noch offen, eine Festlegung soll im Laufe des Planungsprozesses erfolgen, wie es in der Stadtratsvorlage heißt.

Die Stadt will mit den jeweils beteiligten Grundstückseigentümern städtebauliche Verträge abschließen, die eine Aufteilung der Planungskosten vorsehen. Auch will man sicherstellen, dass es in der Bebauung einen angemessenen Anteil von „bezahlbaren Wohnraum“ gibt. Die Räte beschlossen außerdem, dass man in Sachen Planung und Rechtsberatung auf renommierte Architekten und eine Anwaltskanzlei zurückgreifen will.

Nächste Schritte für die Maßnahme kommen unter anderem vom Bundeseisenbahnvermögen (BEV), das große Teile der Grundstücke hält. Dort will man nunein Wertgutachten für das notwenige Bieterverfahren einholen und parallel Bodenuntersuchungen durchführen. Trotzdem wollen weitere beteiligte Grundstückseigentümer und die Stadträte die weiteren Planungen parallel vorantreiben. Beschlossen wurde außerdem, dass erforderliche Gutachten von der Stadt in Auftrag gegeben werden, um die Planungshoheit der Stadt und die Neutralität unter den Eigentümern sicherzustellen. Die Stadträte stimmten ohne Gegenstimme zu.

awi

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser