OB Hümmer: „Bewerbung in enger Abstimmung mit Landkreis“

Traunstein bewirbt sich als Modellstadt für Corona-Öffnungsstrategie

Die Stadt Traunstein aus der Vogelperspektive
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Die Kreisstadt Traunstein - bald Modellstadt für die Corona-Öffnungsstrategie der Bayerischen Staatsregierung?

Vor einigen Tagen hatte sich der Landkreis Traunstein als Modellregion für eine Corona-Öffnungsstrategie der Bayerischen Staatsregierung beworben. Nun ergänzt die Große Kreisstadt Traunstein die Bewerbung des Landkreises mit einer eigenen Bewerbung als Modellstadt.

Traunstein - Tübingen hat es vorgemacht und nach der Ankündigung von Ministerpräsident Söder möchten viele nachziehen und bewerben sich als Modellstadt für kontrollierte Öffnungsschritte in Corona-Zeiten. Auch die Stadt Traunstein hat nun die Bewerbung abgegeben. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer: „Die Bewerbung erfolgt nicht in Konkurrenz, sondern in enger Abstimmung mit dem Landkreis und stellt eine strategische Ergänzung dar. Sollte der Landkreis Traunstein aufgrund seiner Größe als Modellregion nicht zum Zuge kommen, so wäre die Große Kreisstadt Traunstein mit 22.000 Einwohnern eine ideale Modellstadt im Landkreis. Die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den kreisangehörigen Gemeinden ist hervorragend.“

Ideale Voraussetzungen in Traunstein

Als Oberzentrum und Herz des Chiemgaus wäre die Große Kreisstadt als Modellstadt prädestiniert, so der Oberbürgermeister weiter: „Traunstein ist eine Behörden- und Schulstadt und ein starker Einzelhandelsstandort in der gesamten Region. Zwei Drittel des Einzelhandelsumsatzes werden von Kunden getätigt, die ihren Wohnsitz nicht in der Stadt haben. Die Verkehrswege sind ideal und deshalb würde sich Traunstein hierfür hervorragend als Modellstadt eignen.“

Das Bewerbungsschreiben der Großen Kreisstadt Traunstein wurde bereits an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verschickt. Dr. Christian Hümmer: „Wir hoffen und würden uns sehr freuen, wenn die Auswahl auf uns fällt und wir damit einen sehr großen und wertvollen Beitrag für die Corona-Öffnungsstrategie leisten können, welche dann auch in vielen anderen Kommunen umsetzbar ist. Traunstein hat sehr gute und reichliche Erfahrungen mit Projekten und ist hier gerne bereit, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Die Modellversuche sind eine sinnvolle Zwischenlösung. Dringend notwendig ist ein Strategiewechsel. Deshalb fordere ich nachdrücklich, dass die Staatsregierung die vorgeschlagene Öffnungsstrategie des Landrats übernimmt.“

Mehrere Bewerbungen aus der Region

Die Infektionszahlen steigen, die Inzidenzen bleiben hoch. Lockdown-Lockerungen scheinen in weiter Ferne, doch einige ausgewählte Städte und Regionen sollen als Modell für alternative Öffnungsstrategien gelten.

Beworben haben sich hierfür aus der Region (+Artikel) bereits Rosenheim und Mühldorf (+Artikel) wie auch der Landkreis Traunstein. Aus allen sieben Regierungsbezirken sollen Städte ausgewählt werden, in Oberbayern aufgrund der Größe sogar zwei, die eine Inzidenz zwischen 100 und 150 haben. Nach dem Tübinger Modell sollen dann über einen Zeitraum von zwei Wochen Geschäfte, Kultur und Gastronomie öffnen, begleitet von einer massiv ausgebauten Teststrategie. Negativ Getestete dürfen dann Bereiche nutzen, die bisher geschlossen sind.

si/Pressemitteilung Große Kreisstadt Traunstein

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