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Kliniken in Traunstein und BGL sprechen von „zugespitzter Situation“

Kampf an mehreren Fronten bei Kliniken Südostbayern: „Belastungsgrenze teilweise erreicht“

Kliniken Südostbayern - Klinikum Traunstein
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Das Klinikum in Traunstein. Um 28 Corona-Patienten wird sich hier momentan gekümmert. In Bad Reichenhall sind es 21.

So viele Neuinfektionen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land wie nie, fast 50 Corona-infizierte Patienten und nun kommen auch noch andere Infektionskrankheiten hinzu - die Kliniken Südostbayern sprechen jetzt von einer „teilweise erreichten Belastungsgrenze“.

Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land - Beruhigend grün leuchtet die bayerische „Krankenhaus-Ampel“ zur Einschätzung der Corona-Lage im Freistaat auch am Freitag (22. Oktober). Beide Kennziffern, die Neueinweisungen in die Kliniken und die belegten Intensivbetten, sind nach wie vor weit von den Grenzwerten entfernt. Ralf Reuter sieht es aber anders: „Die Situation in Südostbayern und speziell in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein sieht gänzlich anders aus“, so der Pressesprecher der Kliniken Südostbayern (KSOB) gegenüber chiemgau24.de.

49 Corona-Patienten - und jetzt kommen weitere Infektkrankheiten hinzu

Von einer grünen Ampel kann wahrlich keine Rede sein“, so Reuter weiter. Auch seine Kollegen in Rosenheim sprachen in ihrem Fall zuletzt von einer „roten Ampel“. In den hiesigen Krankenhäusern liege die Hospitalisierungsrate inzwischen bei einem Vielfachen des bayerischen Durchschnitts. Insgesamt 49 Corona-Patienten liegen momentan in den Kliniken von Bad Reichenhall und Traunstein. Acht von ihnen müssen auf der Intensivstation behandelt werden, allesamt ungeimpft. Wegen dieser „starken überproportionalen personellen Ressourcenbindung durch stationäre Covid-Patienten sind wir in besonderem Maß in dieser zugespitzten und strapaziösen Situation gefordert“, so Ralf Reuter.

Und schon rollt die nächste Krankheitswelle auf die Krankenhäuser zu: Wie überall in Deutschland seien momentan „deutlich erhöhte Infekterkrankungsfälle“ bei Kindern abseits von Corona zu verzeichnen und dementsprechend auch bei ihren Eltern, die sich anstecken - und diese Eltern seien eben oft auch Mitarbeiter der Kliniken, was zusätzlich an der Personaldecke kratzt. Auch die Kinderärzte in der Region sind derzeit ausgelastet wie lange nicht mehr. Um die Notaufnahme rund um die Uhr sicherstellen zu können, müssten inzwischen Operationen oder nicht dringliche Eingriffe verschoben werden, so der Sprecher der KSOB.

Kliniken Südostbayern: „Die Eskalationspläne sind erprobt“

In diesem Zusammenhang sei es „durchaus kritisch zu sehen“, wenn trotz der Impfmöglichkeiten Intensiv- und „Normalbetten“ durch ungeimpfte Covid-Patienten belegt werden - zumal eben jetzt schon manche Behandlungen verschoben werden müssten und die „Belastungsgrenze in den Kliniken teilweise erreicht“ sei. Und was, wenn die Pandemiewelle im Winter noch höher wird? „Die Eskalationspläne sind erprobt“, so Reuter, das habe sich im vorigen Winter gezeigt. Die Erweiterung der Covid-Stationen sei auch kurzfristig möglich, eine Behandlung auch bei weiter steigenden Patientenzahlen gewährleistet.

Lest außerdem: So verteilen sich die Corona-Infizierten derzeit auf die Kommunen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land.

xe

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