Pläne von Landratsamt, Handwerkskammer und Hochschule

Bildungs-Campus mit Wohnheim und Parkhaus westlich vom Bahnhof

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Planen den „Campus Berufliche Bildung Chiemgau“ (von links): Dieter Vierlbeck, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Landrat Siegfried Walch und Prof. Dr. Peter Niedermaier, Zweiter Vizepräsident der Hochschule Rosenheim.
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Traunstein - Der Landkreis hat große Pläne: Westlich vom Bahnhof, rund um das AKG, soll ein großer "Bildungs-Campus" mit Wohnheim und Parkhaus entstehen - die Güterhalle wird abgerissen.

Das Areal westlich des Traunsteiner Bahnhofs wird umgekrempelt. Am Donnerstag stellte Landrat Siegfried Walch die Pläne für den Bildungs-Campus vor. In Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer und der Technischen Hochschule Rosenheim sollen eine Handwerksakademie, ein Institut für Digitalisierung und Innovationsmanagement, ein Wohnheim und ein Parkhaus gebaut werden. Bis 2024/2025 soll alles fertig sein. Das Gelände hinter dem Traunsteiner Bahnhof ist der Wunschort des Landkreises für den Campus. Die Verwirklichung dort hängt unter anderem auch noch von der Mitwirkung der Stadt ab. 

Was wo entstehen soll

Die Bildungseinrichtungen sollen zum größten Teil auf der Brachfläche der Bahn an der Güterhallenstraße gebaut werden. Das Bundeseisenbahnvermögen hat die Fläche jüngst zum Verkauf ausgeschrieben. Das Wohnheim mit 150 Plätzen ist in erster Linie für Berufsschüler, Studenten, Praktikanten und Lehrlinge vorgesehen. Es soll auf dem jetzigen Park-and-Ride-Parkplatz am Zugang der Unterführung gebaut werden. Anstelle der Güterhalle ist im Gegenzug ein Parkhaus geplant.

Die Pfeiler des Bildungs-Campus westlich des Bahnhofs: Das Wohnheim auf dem Park-and-Ride-Parkplatz (grün), das AKG (orange), der Bildungscampus (lila) und das Parkhaus anstelle der Güterhalle (gelb).

"Die Verkehrsanbindung ist am Bahnhof ideal und wir haben auf dieser Fläche die Möglichkeit, alle Elemente örtlich und in zentraler Lage zusammenzubringen. Zudem befinden sich bereits bestehende Bildungseinrichtungen in unmittelbarer Nähe. Wir hoffen auf die Unterstützung der Stadt Traunstein, die mit der Bauleitplanung wesentliche Fäden in der Hand hält", so Landrat Walch.

Zweig der Hochschule und Handwerksakademie

Das "Institut für Digitalisierung und Innovationsmanagement" wird ein Teilbereich der Technischen Hochschule Rosenheim. Ab dem Jahr 2022 soll ein dementsprechender Studiengang in Traunstein angeboten werden. "Wir verfolgen seit Jahren eine Regionalisierungsstrategie mit gezielten Schwerpunkten an den einzelnen Standorten. Das Institut hier im Landkreis Traunstein soll sein spezifisches Profil im Bereich Digitalisierung entwickeln", so Peter Niedermaier, Zweiter Vizepräsident der Hochschule Rosenheim. 

Die geplante Handwerksakademie wird von der Handwerkskammer für München und Oberbayern getragen. Werkstätten und Meisterkursen mit dem Angebot eines „Meister+“ mit verstärkten betriebswirtschaftlichen Kompetenzen sollen entstehen. "Mit einer Handwerksakademie im Landkreis Traunstein setzen wir einen Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks beispielsweise in Bereichen wie Smart Home, nachhaltiger Energie, Elektromobilität oder autonomen Fahren", so Dieter Vierlbeck, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

xe

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