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Millionenprojekt des Rinderzuchtverbands

Traunsteiner „Chiemgau-Halle“ ist bald Geschichte - das sind die Pläne für den Neubau

Bernhard Reiter vom Traunsteiner Rinderzuchtverband vor den Plänen für den Neubau der „Chiemgau-Halle“.
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Bernhard Reiter vom Traunsteiner Rinderzuchtverband vor den Plänen für den Neubau der „Chiemgau-Halle“.

Die „Chiemgau-Halle“ am Festplatz in Traunstein ist bald Geschichte - wir haben mit Bernhard Reiter vom Rinderzuchtverband nochmal einen Blick hineingeworfen und uns die Pläne für den Neubau zeigen lassen.

Traunstein - Die Zeiten haben sich gründlich geändert: Früher kamen die Bauern noch mit Kind und Kegel zum Viehmarkt nach Traunstein, heute geht alles schneller - für die „Chiemgau-Halle“ des Rinderzuchtverbandes bedeutet das: sie ist nicht nur deutlich in die Jahre gekommen, sondern auch viel zu groß. Erschwerend kommt das eingestürzte Dach des Stalls hinzu. Seit 2019 arbeitet man am Festplatz also mit einem Provisorium.

Abriss und Neubau der „Chiemgau-Halle“ in Traunstein

Im Sommer werden wir den Stall hinter der Chiemgau-Halle abreißen lassen“, so Bernhard Reiter, Verbandsverwalter des Rinderzuchtverbands, beim Besuch von chiemgau24.de. Danach geht es an den Neubau, der bis Herbst 2023 stehen soll. Ist auch dieser Schritt getan, wird die eigentliche Chiemgau-Halle abgerissen. „Die neue Versteigerungshalle wird nur noch maximal 199 Sitzplätze haben, statt der jetzigen 1300.“ Der Neubau kommt in etwa auf die gleiche Stelle, jedoch wird mit den Gebäuden näher zur Bundesstraße gerückt. Die Höhe der neuen Halle bleibt in etwa gleich. Ein siebenstelliger Betrag wird investiert, genauer will sich Reiter zur Summe nicht äußern.

Rund 1300 Gäste können in der „Chiemgau-Halle“ platznehmen - der Neubau wird wesentlich weniger Kapazitäten aufweisen.

Einmal im Monat Großviehmarkt mit rund 80 Jungkühen oder Zuchtbullen, dazu der vierzehntägige Kälbermarkt mit etwa 700 Tieren - „für unsere Bauern ist es wichtig, einen Markt in der Region zu haben, auch um lange Transportwege zu vermeiden“, so Reiter. Zu den Spitzenzeiten vor gut 20 Jahren waren es noch über 1000 Tiere beim Kälbermarkt. Das Einzugsgebiet des Traunsteiner Marktes reicht vom östlichen Landkreis Rosenheim bis nach Berchtesgaden. Die nächsten Markthallen stehen in Miesbach und Mühldorf.

Der alte Stall wird noch heuer im Sommer abgerissen, wenn die neue „Chiemgau-Halle“ fertig ist, wird auch die alte Halle - links im Bild - abgebrochen.

Mit dem Neubau - die Genehmigung hat man bereits in der Tasche - kann der Rinderzuchtverband auch das jahrelange Kapitel der Standortsuche schließen. Eigentlich wollte der Rinderzuchtverband südlich von Wolkersdorf neu bauen, aber wegen Anwohnerprotesten zog man die Pläne 2019 zurück. Dann rückte ein geplantes Gewerbegebiet in Aberg, westlich von Wolkersdorf, in den Fokus. „Das wäre unser Favorit gewesen, hätte uns aber zu lange gedauert“, erklärt Bernhard Reiter. Insgesamt 13 Grundstücke prüfte der Rinderzuchtverband, mit dem Neubau am Festplatz habe man jetzt die „zweitbeste Lösung“.

Auch die Gaststätte in der neuen „Chiemgau-Halle“ in Traunstein wird wesentlich kleiner ausfallen als die bisherige.

Die „Chiemgau-Halle“ als Veranstaltungsort, auch das wird es in Zukunft wohl nicht mehr geben. Lehrgänge von Fußball-Schiedsrichtern wurden hier früher abgehalten, die Pferdezüchter mieteten sich ein und eine ganze Reihe von Kabarettisten trat auf: Günter Grünwald, Erwin Pelzig, Monika Gruber - und immer wieder gab es von jener Zunft spöttische Kommentare: „Ich bin ja einiges gewohnt, ich spiele ja öfters im Circus Krone in München, da stinkt es nach Elefantensch..., aber des do herin des hat wos. Do is einfach ein schönes Gschmacke herin“, zitierte das Traunsteiner Tagblatt Monika Gruber nach ihrem Auftritt 2015. Sätze, die der Stadt und seiner „Chiemgau-Halle“ künftig erspart bleiben werden.

Die „Chiemgau-Halle“ am Festplatz an der Siegsdorfer Straße in Traunstein.

xe

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