Es wird eine Belebung der Marienstraße versprochen

Stadtrat geht vorerst auf Abstand zum "Deal" des Hauseigentümers

+
Um neue Geschäfte in den ehemaligen Läden von Juhasz und Schürnbrand anzusiedeln, will der Hauseigentümer genug Platz zur Anlieferung. Für ein einheitliches Straßenbild mit durchgehendem Radweg würde die Stadt dafür 17 Parkplätze streichen. Entschieden ist noch nichts. 

Traunstein - Der Leerstand in der Marienstraße wurmt viele Traunsteiner schon lange - nun machte der Hauseigentümer der Stadt einen Vorschlag zur Wiederbelebung, doch dort will man nichts überstürzen.

Weniger Parkplätze auf der Nordseite der Marienstraße, um Platz zur Anlieferung zu haben, dafür könnten im Gegenzug wieder Geschäfte einziehen - so lässt sich der "Deal" zusammenfassen, den der Eigentümer der Hausnummern 6 und 8 der Stadt machte. Früher waren dort Schürnbrand und Juhasz untergebracht. Der Stadtrat entschied sich am Donnerstag aber dafür, den Punkt erstmal zu vertagen


"Auch auf der gegenüberliegenden Südseite der Marienstraße soll sich baulich etwas tun", so Oberbürgermeister Christian Kegel, deshalb wolle man erst noch eine Anliegerversammlung abwarten. "Es muss ein abgestimmter Prozess sein". Für ein einheitliches Straßenbild mit durchgehendem Radweg würde die Stadt nicht nur die geforderte größere Anlieferzone schaffen, sondern gleich 17 Parkplätze auf der Nordseite streichen. Klar war aber von vornherein, dass die Stadt erst auf die Forderung der Hauseigentümer eingehen würde, wenn eine Nachfolgenutzung fix ist.


Zweifel kamen auch bei Ernst Haider auf: "Was wir hier auf dem Tisch liegen haben ist eine Maximalforderung. Sollten wir das wirklich beschließen?" 40-Tonner für die Anlieferung in der Innenstadt zu nutzen sei ohnehin nicht mehr zeitgemäß, so Haider. Außerdem solle eine mögliche Anlieferung über den Hof hin zur Bahnhofstraße geprüft werden. Christian Hümmer ging noch weiter: Die Parkplätze sollten erst geschaffen werden, wenn es zentrumsnahe Ersatzparkplätze gäbe.

xe

Kommentare