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Vom Delir bis zu aktuellen Covid-19-Strategien

Der Chiemgauer Intensivtag in Traunstein informierte über aktuelle Themen der Intensivmedizin

Über eine Vielzahl aktueller und interessanter Themen diskutierten die rund 100 Ärzte und Pflegekräfte als Teilnehmer mit den Experten beim traditionsreichen Chiemgauer Intensivtag in der Traunsteiner Klosterkirche.
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Über eine Vielzahl aktueller und interessanter Themen diskutierten die rund 100 Ärzte und Pflegekräfte als Teilnehmer mit den Experten beim traditionsreichen Chiemgauer Intensivtag in der Traunsteiner Klosterkirche.

Gerade im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie standen die Intensivstationen bundesweiter Kliniken immer wieder im Brennpunkt des öffentlichen Interesses. Dass dort aber noch eine Vielzahl weiterer Themen eine wichtige Rolle spielen, machte der diesjährige Chiemgauer Intensivtag für Ärzte und Pflegekräfte im Kulturforum Klosterkirche in Traunstein deutlich. Organisiert worden war die Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmern von den Leitern und Oberärzten der beiden Intensivstationen des Klinikums Traunstein, Holger Liermann und Dr. Markus Barth.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Gerade im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie standen die Intensivstationen bundesweiter Kliniken immer wieder im Brennpunkt des öffentlichen Interesses. Dass dort aber noch eine Vielzahl weiterer Themen eine wichtige Rolle spielen, machte der diesjährige Chiemgauer Intensivtag für Ärzte und Pflegekräfte im Kulturforum Klosterkirche in Traunstein deutlich. Organisiert worden war die Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmern von den Leitern und Oberärzten der beiden Intensivstationen des Klinikums Traunstein, Holger Liermann und Dr.Markus Barth. Krankenhaushygiene am Klinikum der Ludwig -Maximilians-Universität (LMU) in München. Auf den aktuellen Stand der Covid-19-Therapie ging Dr. Jan Ramming von der Abteilung Infektiologie am Klinikum Traunstein ein. Zu beobachten ist, dass die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patienten auf der Intensivstation zwar insgesamt zurückgegangen ist.

Aktuell werden deshalb Erkrankte allein nicht wegen, sondern vermehrt zusätzlich mit dem Corona-Virus eingeliefert. Im Vergleich zu Intensiv-Patienten ohne Covid-19 fällt allerdings die deutlich erhöhte Sterberate auf. Risikopatienten über 60 Jahre sollten deshalb den Selbstschutz besonders im Auge haben. Es ergab sich eine rege Diskussion mit dem Publikum. Die komplexen Wirkungszusammenhänge des Themas Hyponatriämie, also einer Elektrolytstörung im Blut durch zu geringe Konzentration von Natriumionen, beleuchtete Dr. Matthias Janneck, Leiter der Sektion Nephrologie am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg. Zur Sprache kamen dabei Regulationsstörungen im Wasserhaushalt des Körpers oder hormonelle Hintergründe. Dazu passte auch der Beitrag von Prof. Dr. Wolfgang Hartl, Leiter der Operativen Intensivmedizin an der Münchner LMU und Mit-Autor der „Leitlinie zur klinischen Ernährung in der Intensivmedizin“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin. Er zeigte auf, wie wichtig individualisierte und auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Ernährungskonzepte für den Heilerfolg sind und präsentierte dazu einfache und praxisorientierte Vorgehensweisen.

Einen weiteren Fokus setzte der Chiemgauer Intensivtag beim Thema Organspende. Erst im Sommer hat das Klinikum Traunstein zusammen mit dem Krankenhaus Kaufbeuren den Bayerischen Organspendepreis erhalten. Als Transplantationsbeauftragter des Klinikums stellte Oberarzt Holger Liermann die Besonderheiten der Behandlung von Intensiv-Patienten vor, bei denen wegen schwerster Hirnschädigung zum einen ein irreversibler Hirnfunktionsausfall vorliegt und zum zweiten deshalb die Möglichkeit zur Organspende vorliegt. In Zusammenhang damit wurde auch die Frage diskutiert, „wieviel Intensivmedizin am Lebensende in diesen Situationen ethisch vertretbar ist“, so Liermann. Die große Freude, dass nach zwei Jahren Pandemie der traditionsreiche Chiemgauer Intensivtag wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden konnte, war den Zuhörern in der Klosterkirche deutlich anzumerken. Zwischen den Vorträgen konnten Teilnehmer das neue ECMO-Mobil des Klinikums Traunstein besichtigen.

Mit dessen Hilfe kann ein speziell geschultes Ärzteteam bei besonderen Notfällen auch außerhalb des Krankenhauses eine Herz-Lungen-Maschine anlegen. Die Industrie-Ausstellung der Sponsorenfirmen umfasste 16 Stände, an denen die Teilnehmer sich über neue Medikamente und Hilfsmittel für die Intensivmedizin informieren konnten.

Pressemitteilung Axel Effner

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