Zahlreiche Wortmeldungen bei Kundgebung

Deutlich weniger Teilnehmer als zuletzt bei Corona-Demo in Traunstein

Corona-Demo in Traunstein
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Etwa hundert Teilnehmer fanden sich zur Corona-Demo in Traunstein ein.

Ein offenes Mikrofon und zahlreiche Wortmeldungen, dafür aber eine deutlich rückläufige Teilnehmerzahl hatte die Corona-Demo in Traunstein zu verbuchen.

Traunstein - „Trotz der zeitgleich angesetzten großen Demo in Rosenheim (Plus-Artikel) haben wir uns entschlossen, auch in Traunstein zu demonstrieren, weil wir ja dort aufmerksam machen wollen wo wir daheim sind“, informierte Felicitas Englisch zu Beginn der Veranstaltung am Stadtplatz. An den Vortrag „Ausweg in die Zukunft“ von Gertrud Angerpointer schloss sich das „offene Mikrofon“ an, bei dem sich mehrere Teilnehmer zu Wort meldeten. Michael Bauer aus Freilassing ergriff das Wort und befürwortete die derzeitigen Maßnahmen. Für seine Ausführungen erntete er Pfiffe und harsche Kritik.

Knapp einhundert Teilnehmer

Knapp einhundert Teilnehmer folgten der Einladung zur Kundgebung auf dem Stadtplatz was einem deutlichen Rückgang gegenüber der letzten Veranstaltung darstellt. Im Gespräch erklärten die Veranstalter, dass zeitgleich in Rosenheim zu einer Kundgebung aufgerufen worden sei und „heute wirklich sehr frostige Temperaturen herrschen“. Die Traunsteiner Polizei, die erneut mit überörtlichen Unterstützungskräften vor Ort war, zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden.

„Oft glaube ich, dass ich alles nur träume“

„Oft glaube ich, dass ich alles nur träume“, so startete der Vortrag von Getrud Angerpointner und ergänzte „dass es mir jedoch jeden Tag klarer wird, dass wir etwas dagegen tun müssen“. Inhaltlich kritisierte sie insbesondere die falschen Schwerpunkte die seitens der Politik gesetzt werden. So vermisse sie beispielsweise die fehlenden Anstrengungen gegen die Krankenhauskeime, die jährlich etwa 40.000 Todesopfer in Deutschland forderten.

Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein

Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob
Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob
Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob
Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob
Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob
Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob
Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob
Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein
Hundert Teilnehmer bei Corona-Demo in Traunstein  © hob

Weiter führte sie an, „dass niemand in der Politik etwas für mehr Tierwohl unternehme und mit den Rüstungsausgaben in Milliardenhöhe würden andere Projekte auf der Strecke bleiben“. Ihren Worten nach sind Rüstungsprodukte aus Deutschland in der ganzen Welt im Einsatz. Zudem kritisierte sie die Milliardengewinne, die manche Unternehmen durch die Produktion des Coronaimpfstoffes erzielen.

Zum Abschluss ihres Vortrages ermutigte sie die Anwesenden darüber nachzudenken, ob der politische Weg den hochbetagten Menschen im Land durch alle Maßnahmen Lebensjahre zu schenken der Richtige ist. „Was wir für unsere Älteren brauchen ist Lebensqualität und keine zusätzliche Lebenszeit“, so Getrud Angerpointner und verband dies mit dem Wunsch nach Reisefreiheit für junge Menschen. „Dies würde dazu führen, dass man andere Kulturen kennenlernt und ein Verständnis dafür aufbaut, dass wir allesamt nur eine Menschenfamilie sind“.

Hier nachlesen: Corona-Demo im Mangfallpark Rosenheim: Polizei zieht Bilanz

Mehrere Teilnehmer melden sich zu Wort

Bei der anschließenden offenen Diskussion ergriffen mehrere Teilnehmer das Wort. Für einen der Moderatoren, Hubert Koch, steht fest, dass „es bei denen da oben nur ums Geld gehe und die Interessen der kleinen Bürger niemanden interessieren. Katja Ziesemer aus Traunstein forderte eine deutlich stärkere Ausrichtung auf ein gesundheitsbewusstes Leben und eine deutlich kritischere Auseinandersetzung mit der aktuellen Studienlage. „Es dürfen keine wissenschaftlichen Erkenntnisse mehr unter den Teppich gekehrt werden, die der Meinung der Politik nicht entsprechen“, so ihre Wortmeldung.

Die kleine Ronja aus Kirchanschöring war mit ihren Eltern nach Traunstein gekommen. Sie ergriff das Mikrofon und forderte die Politik auf „sperrt die Schulen und Kindergärten auf und diese blöden Masken müssen auch weg“. Für Toni Ziller aus Siegsdorf bilden Treffen wie diese eine Wohltat. „Es tut gut unter Gleichgesinnten zu sein. Ich habe hier das Gefühl dass es vielen so geht die sich auch denken „Leckt´s mich am Arsch, wir machen jetzt was!“. Gleichzeitig forderte er einen Wandel in der Gesellschaft. „Wir müssen zu einer Gesellschaft ohne Altenheime kommen, die alten Menschen sollen überall die Möglichkeit haben, in den Familien bleiben zu können.“, so sein Wortbeitrag.

Michael Stefanutti aus Übersee stellt sich unterdessen die Frage „wie es sein kann, dass von einem auf den anderen Tag die Zahlen der Grippeviren auf Null fallen?“. Zudem sieht er das Gesamtkonstrukt als „großen Fake, der die Übersterblichkeit viel zu dramatisch darstellt“. Zudem übte er Kritik an den veröffentlichten Inzidenzwerten. „Hier werden alle positiv Getesteten als krank dargestellt, egal ob sie tatsächlich krank sind oder nicht!“, so Stefanutti.

„Recht auf Bildung“ forderte indes Heinrich Schneckenpointer aus Trostberg. Im Gespräch berichtete er, „ich habe meinen Enkel bedingt durch die Coronaeinschränkungen bereits ein Jahr lang nicht gesehen. Diesen Zustand müssen wir ändern und darauf möchte ich Aufmerksam machen“. Herbert Buchner aus Siegsdorf fehlen die Lebensfreude und der Fasching. „Wir müssen trotz der Situation wieder mehr lachen“, und hob dabei den positiven Effekt der Klinikclowns hervor, die mit ihren Auftritten bei Schwerkranken für ein Stück Lebensfreude und Abwechslung sorgen.

Arzt erntet Pfiffe

Einen mutigen Auftritt lieferte Michael Bauer aus Freilassing. „Ich bin Arzt und war bereits mehrfach mit den Spätfolgen dieser hochgefährlichen Erkrankung in Kontakt. Es ist hässlich, wenn 50 Jährige daran sterben und das einzige was helfen kann, ist impfen! Mit den Lockdownmaßnahmen haben Merkel und Söder das einzig Richtige getan – machen Sie endlich die Augen auf und sehen Sie der Wahrheit ins Gesicht!“, so Michael Bauer.

Bauers Ausführungen sorgten für Pfiffe und Buhrufe und mancher machte seinen Unmut verbal und lautstark Luft. Georg Planthaler indes sah dies als einen guten Beitrag, „denn wir müssen miteinander in Kontakt treten, denn Coronamaßnahmengegner und Befürworter müssen sich viel stärker austauschen, damit man auch Verständnis für die Sichtweise des Gegenüber aufbauen kann“. Nach rund einer Stunde war die Kundgebung am Stadtplatz in Traunstein dann beendet.

„Wenn ich mir auch gewünscht hätte, dass mehr Menschen kommen so bin ich doch zufrieden“, so das Fazit von Felicitas Englisch. „Ich bin auch der Meinung wie Georg Planthaler, dass wir gegenseitig unsere Argumente austauschen müssen und man sieht ja, dass an unseren Veranstaltungen nur normale Menschen teilnehmen und wir uns von rechtem Gedankengut ausdrücklich distanzieren“, so Englisch und führt fort, „dass wir uns über einen regen Austausch auch mit den Medien sehr freuen würden“.

Hob

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