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„Wir für den Wald TS“

Die Bürger Traunsteins wollen ihren Wald behalten

Rosi Berger vom Aktionsbündnis „Wir für den Wald TS“ (Mitte, mit roter
Jacke) erläuterte bei einem Waldspaziergang die Ziele des
Aktionsbündnisses.
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Rosi Berger vom Aktionsbündnis „Wir für den Wald TS“ (Mitte, mit roter Jacke) erläuterte bei einem Waldspaziergang die Ziele des Aktionsbündnisses.

Das Aktionsbündnis „Wir für den Wald TS“ machte am Dienstag, den 21. September einen informativen Waldspaziergang. „Vom Haidforst zum Schnepfenluck“

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Angekündigt war der Spaziergang als gemütliche Feierabendrunde, um gemeinsam den Wald im Haidforst und am Schnepfenluck zu genießen. Es kamen etwa 70 Interessierte aus dem Stadtgebiet Traunstein und aus umliegenden Gemeinden, darunter zahlreiche Jugendliche und Kinder. Rosi Berger vom Aktionsbündnis „Wir für den Wald TS“ führte in das Thema ein: „Sowohl im Haidforst, als auch am Schnepfenluck gibt es Pläne für Waldrodungen. Im Haidforst ist man bestrebt, das bestehende Industrie- und Gewerbegebiet zu erweitern und es wird wohl als Notwendigkeit angesehen, eine Straße quer durch den Wald zu realisieren.“ Würde diese Maßnahme umgesetzt, wären die Ortsteile Geißing und Traunstorf noch stärker vom Durchgangsverkehr betroffen, weil der Autoverkehr so wirksam abkürzen kann und die größeren Einfallstraßen gemieden werden könnten.

Natürlich müssen bei Rodungen Ersatzpflanzungen gemacht werden. Beate Rutkowski vom BUND Naturschutz erläuterte hierzu: „Am Jungaufwuchs zeigt sich deutlich, dass die jungen Bäume sehr viele Jahre brauchen, bis aus ihnen ein richtiger Wald mit all seinen Funktionen heranwächst.“ Rund um das Stadtgebiet Traunstein fehlen zudem die Flächen, um künftig Wald stadtnah auszugleichen. Am Schnepfenluck sind die Erweiterungspläne für die Berufsschule III mit dazugehörigen Parkplätzen in den nebenliegenden Wald einstweilen auf Eis gelegt worden, obwohl die Schule erweitern will und neue Fachrichtungen hinzukommen sollen. Claudia Lahr sagte: „Schulen sind wichtig und wir Bürger haben viele alternative Vorschläge für eine Erweiterung der BS III gemacht. Ich hoffe, dass es nun eine Lösung ohne Eingriff in den Wald geben wird. An anderen Stellen Traunsteins sehen wir, dass eine deutliche Nachverdichtung auch ohne unnötigen Flächenfraß möglich ist.“

Beim Gehen kamen alle Teilnehmer überein, dass unser Wald wirklich einzigartig und vielfältig ist. Dr. Rainer Schenk meinte: „Der gesamte Traunsteiner Stadtwald ist ein Schatz und muss unbedingt erhalten bleiben. Das wird immer mehr Bürgern bewusst und immer mehr fordern dies tatkräftig ein. Waldschutz ist Klima- und Lebensschutz. Wir alle brauchen den Wald nötiger denn je. Jeder einzelne Baum zählt.“ Rosi Berger gab den Teilnehmenden zum Abschluss der Veranstaltung mit: „Traunstein hat genau das, was vielen Kommunen fehlt: Einen Waldmantel in fast alle Richtungen mit intakten Waldsäumen, der in unmittelbarer Nähe zu den Siedlungen liegt.“ Das ist in Zeiten des Klimawandels äußerst hilfreich zur Kühlung der Innenstädte, zur Sauerstoffproduktion, zur Wasserspeicherung und zum Schutz vor größeren Schäden durch Stürme. Außerdem sind unsere Wälder sehr beliebt und werden eifrigst zur Naherholung genutzt.

Pressemitteilung Claudia Lahr

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