Pressemitteilung Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Traunstein

"Bayerisch-orientalische Begegnung" in Traunstein

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Die Organisatoren Rudi Mörtl, ich Natalia Wolf und Anette Hagenau mit den teilnehmenden Musikern und Mitwirkenden.

Traunstein - Der Familiennachmittag "bayerisch-orientalische Begegnung", den die Ehrenamtskoordinatorin der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Traunstein e. V. Natalia Wolf gemeinsam mit der Leiterin der Traunsteiner Stadtbücherei Anette Hagenau im Rahmen der bundesweiten Woche der Sprache und des Lesens veranstalten haben, stieß auf großes Interesse bei der Bevölkerung.

Die beiden Organisatorinnen wurden von Rudi Mörtl, dem Vorsitzenden des Vereins Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn e.V, der sich von der Idee der beiden Frauen begeistern ließ, tatkräftig unterstützt.

George Naser ein professioneller Musiker und Oud Lehrer, der aus Syrien stammt und nach der Flucht in Innsbruck seine neue Heimat gefunden hat, eröffnete die Veranstaltung und begleitete musikalisch die Lesung in arabischer und persischer Sprache. Die wundervollen und etwas wehmütigen Klänge der Oud harmonierten perfekt und unterstrichen die Schönheit der beiden orientalischen Sprachen. Nabhan Saad, ein syrischer Dichter, der aktuell in Tittmoning lebt, trug auf Arabisch seine drei Gedichte vor "mein Haus", "Sie rief mich beim Namen", "Die Stunden meines Sehnens", die vom Heimweh, Liebe und Sehnsucht handelten. Das Bemerkenswerte an Saads Dichtungen ist, dass er seine Verse nie aufschreibt, sondern diese nur in seinem Kopf und Herzen trägt. Die deutsche Übersetzung der Gedichte wurde von Johannes Lanser, dem Migrationsbeauftragten der Stadt Tittmoning sehr einfühlsam gelesen.

Gita Mohammadi aus Afghanistan und Nadia Assad aus Syrien, die mit ihren Familien in Traunstein leben, lasen Märchen vor, die sie aus ihrer Kindheit kennen. Arabisch und Persisch gehören zu den ältesten Sprachen und blicken auf lange und reiche Kulturgeschichten zurück. Die deutsche Übersetzung half den Zuhörern festzustellen, dass sowohl das afghanische Märchen "Mahpischuni" als auch das syrische "Cinderella" viele gemeinsame Züge haben, die man auch in Europa bekannten Märchen "Aschenputtel" und "Goldmarie" wiederfindet.

Nach diesem lyrischen und etwas wehmütig angehauchten Teil, sorgte Heine Albrecht auf seiner diatonischen Harmonika begleitet von seinem Neffen Johannes Hundmayer auf der Ziach und seiner Nichte Maria Hundmayer auf der Tiroler Harfe für Schwung und Spaß. Sowohl für ihre musikalische als auch tänzerische Darbietungen ernteten sie viel Beifall.

Als Höhepunkt des Nachmittags lud Heine Albrecht, der die Traunsteiner Musikschule leitet, alle zuerst zum gemeinsamen "Jodler" und dann zu einem gemeinsamen Tanz ein. Eine tolle Idee, die sowohl das Publikum als auch die Darbieter begeisterte. Der Familiennachmittag hat gezeigt, dass man gemeinsam viel verwirklichen und erstaunliche Entdeckungen machen kann. Und bei allem Sprachenreichtum ist die Musik die Sprache, die uns alle verbindet.

Pressemitteilung Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Traunstein

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