"Veitsgroma" wollen Verlegung

Faschings-Zeltparty vom Stadtplatz runter auf den Festplatz?

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Traunstein - Nach dem Faschingszug feiern viele gleich am Stadtplatz im Zelt der "Veitsgroma Zunft" weiter - doch die würden das Zelt gerne auf den Festplatz verlegen. Die Stadt entschied sich aber dagegen. *Mit Voting*

Die Zeltparty der "Veitsgroma Zunft" nach dem Traunsteiner Faschingszug bleibt auf dem Stadtplatz, entschied der Hauptausschuss am Donnerstagnachmittag. Der Hintergrund: Am Festplatz könnte der Faschingsverein das Zelt einfacher und kostengünstiger aufbauen. Die Stadträte hatten dabei aber vor allem im Blick, welche Folgen eine Verlegung der Party hätte. Keiner sprach sich aber grundsätzlich gegen die Zeltparty aus.

Stadträte sahen kaum Vorteile

"Ich bin gegen eine Verlegung, weil wir damit nur die Probleme rund um das Zelt in ein Wohngebiet hineinverlagern würden. Und rund um den Festplatz gibt es ja auch keine Gaststätten, wo die Leute zusätzlich hineingehen könnten", so beispielsweise Traudl Wiesholler-Niederlöhner. "Vor vielen Jahren haben wir den Anwohnern des Festplatzes ja eigentlich eine Zusage gemacht, dass wir dort nicht noch mehr Veranstaltungen abhalten", meinte auch Christa Fuchs.

Ein weiteres, mögliches Problem: Der Faschingszug endet am Stadtplatz, dort würden sich viele Narren also ohnehin noch eine Zeit aufhalten. Dem Gedankenspiel von Albert Rieder, den Faschingszug deshalb einfach am Festplatz enden zu lassen - wo er auch beginnt - wollte sich keiner anschließen. Ernst Haider meinte, bei einer Verlegung auf den Festplatz sollte die Party schon eher enden, spätestens um 22 Uhr, statt um 22.30 Uhr.

"Anwohner wird es leider immer betreffen"

Letztendlich sprachen sich nur die Stadträte Albert Rieder und Thomas Stadler für den Antrag der "Veitsgroma" aus, die Zeltparty auf den Festplatz an der Siegsdorfer Straße zu verlegen. "Gut, dass es die Veranstaltung gibt. Aber die Anwohner wird es leider immer betreffen, egal ob am Stadtplatz oder am Festplatz", so OB Kegel. Die Verwaltung will aber überlegen, wie sie dem Faschingsverein im Gegenzug etwas unter die Arme greifen könnte, eventuell mit einem zusätzlichen Toilettenwagen oder Securitys. 

Bis zu 18.000 Euro an höheren Kosten hat der Verein, wenn die Zeltparty auf dem Stadtplatz bleibt. Ihr großes Zelt mit Schwerlastboden (40 mal 15 Meter groß und für 750 Personen), das bis 2016 genutzt wurde, steht den "Veitsgroman" aus statischen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Zuletzt griff man auf ein 600-Mann-Zelt zurück, dass aber bei weitem nicht alle Maschkera fassen konnte. Am Festplatz könnte dagegen ein günstigeres Zelt mit Verankerung statt Schwerlastboden aufgebaut werden. 

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xe

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