Musste sich nun dafür verantworten

Grassauer stellte Ex-Frau nach und verleumdete sie

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Traunstein/Grassau - Ein 46-jähriger Grassauer musste sich wegen der wiederholten Nachstellungen und Verleumdungen gegen seine Ex-Frau verantworten.

Der Mann zog noch vor der Verhandlung seinen Einspruch zurück und akzeptierte den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein. Diese warf ihm vor, seiner Ex-Frau in einer Weise nachgestellt zu haben, die geeignet war, deren Lebensgestaltung schwer zu beeinträchtigen. Er habe sich der Nachstellung in Tateinheit mit Verleumdung in drei Fällen mit versuchter Nötigung in zwei Fällen schuldig gemacht. 

Immer wieder falscher Vorwurf der Kindstötung

Der Angeklagte und die Geschädigte hatten Anfang 2016 einen Vergleich abgeschlossen, in dem vereinbart worden war, das jeder ungestört sein eigenes Leben leben darf. Der 46-Jährige verpflichtete sich darin auch, den Kontakt zu ihr zu vermeiden. Jedoch ab Mai des vergangenen Jahres habe er mit seinen Nachstellungen und Verleumdungen begonnen, so die Staatsanwaltschaft. 

Dies beinhaltete sechs Briefe, die er ab Anfang Mai bis Mitte Juli an sie schickte und auch persönlich vorbei gebracht habe. Darin habe er ihr, unter anderem, immer wieder vorgeworfen, Kinder töten zu lassen. Dabei bezog er sich darauf, dass die Geschädigte im Jahr 2009 einen Fötus, der nicht lebensfähig gewesen wäre, im Einverständnis mit ihm abtreiben ließ. Auch mit weiteren falschen Vorwürfen habe er seine frühere Ehefrau überhäuft. 

Auch auf Facebook habe er Anfang Mai unter einem ihrer Posts kommentiert, der auch für ihre Facebook-Freunde sichtbar gewesen sei und seine Kindstötungs-Vorwürfe wiederholt. Auch dadurch, das sie ihn sperrte habe er sich nicht abbringen lassen und insgesamt drei neue Accounts angelegt um Kommentare über sie zu posten oder ihre Beiträge zu teilen. 

Beim Baden nachgestellt

Wegen suizidaler Absichten habe er sich dann von Mitte Mai an für einige Tage im Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg befunden. Danach habe er der Geschädigten Anfang August zweimal nachgestellt, als diese zum Baden in Übersee war. Einmal sei er mit dem Fahrrad an ihrem Badeplatz vorbeigefahren, das andere Mal habe er sich nur etwa fünf Meter von ihr entfernt gut sichtbar hingelegt. Die Frau sei aufgrund dieser Handlungen psychisch stark angeschlagen, so die Staatsanwaltschaft. 

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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