Feuerwehr hatte fast 80 Einsätze

Generalversammlung der Feuerwehr Kammer war gut besucht

+
Ein belastendes und ereignisreiches Jahr liegt hinter den Mitgliedern der Feuerwehr Kammer. Mit nahezu 80 Einsätzen und einem aktiven Vereinsleben hielten sie Rückschau. Dabei wurden auch mehrere aktive Einsatzkräfte für Ihren langjährigen Einsatz geehrt.

Traunstein - In der gut besuchten Generalversammlung der Feuerwehr Kammer zogen die Verantwortlichen eine Bilanz über das vergangene Jahr. Die Aktiven waren bei 79 teils großen und belastenden Einsätzen gefordert und auch der Verein war in vielerlei Hinsicht aktiv.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Sowohl Oberbürgermeister Christian Kegel als auch Kreisbrandrat Christof Grundner zeigten sich beeindruckt von den Rechenschaftsberichten. In diesem Jahr wird in Kammer der Tag der Jugendfeuerwehren stattfinden und auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes ist eine großangelegte Katastrophenschutzübung angedacht. Zudem „sind wir nun schon seit 25 Jahren im neuen Feuerwehrhaus untergebracht“ betonte Kommandant Albert Rieder und Vorstand Sebastian Reischl freute sich, dass der Umbau des Florianstüberl Stück für Stück voranschreitet. 

Lang war sie, die Liste der Einsätze die der 2. Kommandant Alois Wimmer in seinem Bericht vorstellte. Neben dem tagelangen Einsatz auf Grund der Schneemengen gleich zu Beginn des Jahres waren die Aktiven bei mehreren schweren Verkehrsunfällen gefordert. „Es war schon ein belastendes Einsatzjahr, welches ich in meiner langen Laufbahn so auch noch nicht hatte“, betonte Wimmer und bedauerte, dass für vier Menschen jede Hilfe zu spät kam. Als Beispiel nannte Wimmer einen Verkehrsunfall auf der Kreisstraße TS 1 bei dem trotz eines Großaufgebotes an Einsatzkräften zwei Menschenleben nicht zu retten waren. Bei den Brandeinsätzen nannte Wimmer exemplarisch den Brand auf einem Landwirtschaftlichen Anwesen im Kammer sowie einen Werkstattbrand und die Rauchentwicklung an einem Personenzug in Traunstein. 


Mit 68 Aktiven zeige sich der Personalstand in den letzten Jahren stabil. Für einen Lacher sorgte Kommandant Rieder mit seiner Aussage „im letzten Jahr haben wir einen Schwung Frauen dazubekommen, die zwar nicht mehr ganz jung sind, sich aber voll einbringen“. Eine gute Ausbildung hat einen hohen Stellenwert. Neben einem Erste Hilfe Kurs, einem Leistungsabzeichen und einem umfangreichen Übungsbetrieb waren zahlreiche Einsatzkräfte auf Lehrgängen im Landkreis bzw. an einer Landesfeuerwehrschule. „Insgesamt kamen fast 5800 Stunden für den Dienst am Nächsten zusammen“, so Rieder abschließend. 

„So ruhig wie gedacht war es dann doch nicht“, war das Fazit von Schriftführer Georg Osenstätter in seinem Bericht über das Vereinsleben. Die Mitglieder waren bei allen Veranstaltungen im Dorf und bei vielen im Stadtgebiet mit dabei und haben sich auch bei den Gründungsfesten am Hochberg, in Tittmoning und Grabenstätt beteiligt. Darüber hinaus waren sie bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Kreisfeuerwehrverbandes vertreten. Vorstand Sebastian Reischl freute sich über das unfallfrei verlaufende Bulldogtreffen, welches bei idealen Bedingungen stattgefunden durchgeführt wurde. In diesem Jahr beteilige man sich an den Jübiläumsfeierlichkeiten in Hammer und Schnaitsee, zudem sei man Ausrichter des Jahrtags der Vereine. Am 3. Oktober findet zudem der traditionelle Frühschoppen am Feuerwehrhaus statt. Kassier Peter Freutsmiedl informierte die Anwesenden über ein kleines Minus im Stand der Vereinskasse, welches insbesondere auf die Umbauarbeiten im Florianstüberl zurückzuführen ist. 

Oberbürgermeister Christian Kegel lobte die professionelle Arbeit der Feuerwehr. „Ich bin beeindruckt auf welch vielfältige Art und Weise ihr euch ins Dorf- und Stadtleben einbringt und dass ihr immer parat steht, wenn Hilfe gebraucht wird“, und weiter „ dies verdiene unser aller Respekt“, so das Traunsteiner Stadtoberhaupt. Kreisbrandrat Christof Grundner betonte in seinen Ausführungen insbesondere die Schneelage im Januar sowie die zahlreichen schweren Brände, die in der letzten Zeit die Feuerwehren in Atem hielten. „Dieser ehrenamtliche Dienst sei nicht mit Geld aufzuwiegen“, informierte Grundner. Darüber hinaus freue er sich, dass sich die Kammerer bereiterklärt haben, in diesem Jahr den Tag der Jugendfeuerwehren auszurichten und würdigte die tatkräftige Unterstützung bei landkreisweiten Spendenaktion zugunsten der „Hilfe für Helfer Stiftung“, die im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten des Kreisfeuerwehrverbandes durchgeführt wurde. 

Jugendwart Thomas Mitterer berichtete über 13 Übungen der Jugendgruppe. Zudem bekommen er und sein Stellvertreter Michael Strohhammer einen dritten Mann dazu. Kilian Söldner wird die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr fortan unterstützen. „Neben einen bunten Übungs- und Freizeitprogramm wir uns am Tag der Jugendfeuerwehr in Hart, beim Wissenstest in Traunstein sowie beim Friedenslicht in Tittmoning beteiligt“, informierte Mitterter. Besonders freue es die Jugendwarte, dass der Nachwuchs eine 50 prozentige Frauenquote habe und sich somit Buben und Mädchen gleichermaßen für den Feuerwehrdienst begeistern. 

„2019 haben wir insgesamt 128 Übungseinheiten absolviert“, informierte Hubert Hobmaier aus dem Fachbereich Ausbildung. Mit zwei Zug- und neun Gruppenführern, 24 Atemschutz- und zwei Chemieschutzanzugträgern, 21 Maschinisten und sechs Personen mit der Zusatzqualifikation „Absturzsicherung“ sind die Fachqualifikationen solide aufgestellt. 12 Mitglieder sind im Messzug Süd zusammen mit der Feuerwehr Traunstein im Einsatz- und Übungsdienst. Sie waren bei zwei Einsätzen in Traunreut und Trostberg gefordert und hielten zehn Übungen ab. Seinen ausdrücklichen Dank richtete Hobmaier an alle, die sich am Standort in Sachen Ausbildung einbringen bzw. als Ausbilder für den Kreisfeuerwehrverband aktiv sind. 

Michael Wilka und Thomas Mitterer wurden zu Hauptfeuerwehrmännern befördert. Tobias Heigermoser erhielt den Rang eines Oberlöschmeisters. Für ihren zehnjährigen aktiven Dienst wurden Florian und Thomas Mitterer ausgezeichnet. Maria Fleck ist seit 20 Jahren aktiv in der Feuerwehr. Das bayerische Ehrenkreuz in Silber haben Alois Gartner, Christoph Reiter und Christian Berger für ihre 25-jährige aktive Dienstzeit aus den Händen des Kreisbrandrates erhalten. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Wolfgang Osenstätter ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen in Gold wird ihm im Rahmen eines Ehrenabends der Landrat Siegfried Walch ans Revers heften. 

25 Jahre aktiver Dienst (Ehrenzeichen silber) von links nach rechts (Es fehlt Christian Berger) Kommandant Albert Rieder, Christoph Reiter, Alois Gartner, Kreisbrandrat Christof Grundner, Vorstand Sebastian Reischl

Zum Abschluss ergriff nochmals Albert Rieder das Wort. Er freue ihn, „dass so viele Menschen die Feuerwehr unterstützen und parat stehen, wenn der Funkwecker klingelt oder eine Veranstaltung vor der Tür steht“. Zudem lobte er ausdrücklich die gute Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehren Traunsteins und der Stadt. Dies machte er am Beispiel des Feuerwehrbedarfsplanes für die fünf Wehren fest. Seinen Worten zur Folge „haben alle Beteiligten an einem Strang gezogen und sachorientiert an der Fertigstellung gearbeitet.“ Seinen Worten nach, „sei einzig die Frage nach dem Standort eines zusätzlich notwendigen Mehrzweckfahrzeugs noch offen“, er gehe aber davon aus, dass sich im Laufe des Jahres auch hier eine Lösung erarbeiten lasse.

Pressemeldung der Feuerwehr Kammer

Kommentare