Gisela Sengl und Burgi Mörtl-Körner diskutierten mit Bürgern

Grüne schicken Kandidatinnen für Landrats- und Bürgermeisterwahl ins Rennen

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Gisela Sengl (links) möchte Landrätin werden und Burgi Mörtl-Körner (Mitte) Oberbürgermeisterin in Traunstein. Die Diskussionsveranstaltung leitete die Ortssprecherin der Grünen in Traunstein Katharina Stadler (rechts).

Traunstein - Für die Kommunalwahl 2020 bewerben sich Gisela Sengl und Burgi Mörtl-Körner, die mit den Bürgern diskutieren über Veränderungen, die man in Frage stellen könnte.

Meldung im Wortlaut:

Zwei Frauen bewerben sich bei den Wahlen am 15. März nächsten Jahres im Landkreis und in der Stadt Traunstein. Gisela Sengl möchte Landrätin werden und Burgi Mörtl-Körner Oberbürgermeisterin in Traunstein. Als Kandidatinnen von Bündnis 90/Die Grünen stellten sie sich beim Dezember-„Grünen Themenabend“ im Traunsteiner Sailer Keller den Fragen der Bürger. 

Beide überzeugten durch langjährige Erfahrungen in der Politik, Burgi Mörtl-Körner ist seit 1996 Kreisrätin und seit 2008 Stadträtin in Traunstein, Gisela Sengl seit 2013 Landtagsabgeordnete. Beide setzen sich seit langem besonders für den Klimaschutz ein und sehen dies als eines ihrer Hauptziele als Landrätin und Oberbürgermeisterin. So sagte Gisela Sengl: „Wir Politiker müssen Rahmenbedingungen schaffen, dass die Menschen klimafreundlich leben können

Günter Fembacher berichtete von den Fehlern der vergangenen Jahrzehnte in Traunstein, wo vieles im Außenbereich gebaut wurde, und auch weiterhin geplant ist, wie ein Sparkassenneubau, der Rinderzuchtverband, oder das Baugebiet in Schmidham, weitab von der Stadt. Burgi Mörtl-Körner antwortete, dass sie mehr in die Höhe bauen möchte und speziell bei Gewerbebauten die Autos gerne unter dem Gebäude sehe. Sie möchte, dass die Menschen in der Stadt zusammenleben, zum Beispiel auch in Mehrgenerationenhäusern.

Dass Leute in Gemeinschaft etwas machen, ist für Susanne Deckert ein Anliegen. Sie engagiert sich im O.R.T., dem „offenen Raum Traunstein“. Für Burgi Mörtl-Körner sind derartige Initiativen eine gute Sache: „Ich freue mich über vielfältige Kulturangebote in Traunstein und unterstütze diese sehr“.

Rosi Berger setzt sich für den Erhalt des Haidforsts ein und berichtete, dass direkt im Anschluss an dieses Traunsteiner Waldgebiet im Gemeindebereich Nußdorf circa 10 Hektar Wald abgeholzt werden sollen, um Kies zu gewinnen. Gisela Sengl wunderte sich über dieses Ausmaß und fragt sich, wohin denn der ganze Kies verkauft werden soll. „Kiesabbau sollte doch einen regionalen Bezug haben“, sagte sie.

Für Helga Mandl ist Bürgerbeteiligung wichtig, und sie erinnerte an die beiden gewonnenen Bürgerentscheide in Traunstein, zur Ablehnung der Landesgartenschau und über ein Jugendzentrum in Bahnhofsnähe. Letzterer wurde jedoch nie umgesetzt. Burgi Mörtl-Körner antwortete, dass Dialog wichtig ist, denn „dann ist oftmals ein Bürgerentscheid gar nicht mehr notwendig“. Für sie ist das Jugendzentrum ein „Herzensanliegen“ und sie meinte: „Der Platz hinter dem Bahnhof ist der beste hierfür“. Zustimmung hierzu erhielt sie sogleich von Dr. Tino Volgger.

Auch das Thema Busse und Bahnen nahm einen großen Raum ein. Gisela Sengl sagte: „Wenn kein Bus fährt, kann ihn auch keiner nutzen“. Beide Kandidatinnen berichteten dann von einer Informationsreise in das österreichische Bundesland Vorarlberg, wo es einen vorbildlichen öffentlichen Nahverkehr gibt: „Busse und Bahnen sind pünktlich, die Umsteigeverbindungen klappen, und es gibt überall aktuelle Anzeigen, wann der Bus oder Zug kommt“, erzählten sie. Das Jahresticket kostet 365 Euro und für ältere Mitbürger sogar nur 240. „Und wann ist denn so etwas wohl für Traunstein geplant?“ fragte sich da Claudia Lahr zum Abschluss der Veranstaltung.

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Pressemitteilung Bündnis90/Die Grünen Traunstein

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