Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Grüner Themenabend“ zum bevorstehenden Bürgerentscheid

Viel Diskussionsstoff um Klima-Plan: „Traunstein geht voran“ – oder noch nicht?

Luftbildaufnahme Traunstein und Plakat
+
Überall in der Stadt hängen Plakate „Traunstein geht voran“. Sie rufen zu einem „Ja“ beim bevorstehenden Bürgerentscheid zum Traunsteiner „Klimaplan“ am 20 Februar auf.

Überall in der Stadt hängen Plakate „Traunstein geht voran“. Sie rufen zu einem „Ja“ beim bevorstehenden Bürgerentscheid zum Traunsteiner „Klimaplan“ am 20 Februar auf.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Traunstein – Grund genug für den Ortsverband Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen, den monatlichen Themenabend im Februar genau diesem Thema zu widmen. Dass das Interesse am Thema groß ist, zeigte sich an der großen Anzahl von Teilnehmern der Online-Veranstaltung. Stadträtin Helga Mandl erläuterte zunächst das Formelle: „Nur wenn mindestens 20% der stimmberechtigten Bürger mit „Ja“ stimmen, ist der Bürgerentscheid erfolgreich“.

Bei den einzelnen Punkten des Klimaplans, die sie erläuterte, gab es viele Fragen und Kommentare. So fand Rüdiger Funk die Aussagen zum Ausbau der Elektromobilität beim städtischen Fuhrpark nicht konkret genug. Stadtrat und Umweltreferent Dr. Patrick Nepper antwortete, dass man dies als einen „Vertrauensvorschuss“ betrachten könne.

Die Fragen zum Radverkehrskonzept beantwortete Stadtrat Thomas Stadler: „Handeln ist erforderlich, auch wenn es mühsam ist, denn nur Handeln bringt der Stadt die notwendigen Zuschüsse“. Er betonte dann, wie wichtig Aktionen wie der „Slow Roll“ des Traunstein Bicycle Clubs sind. Bei diesen Aktionen radelten schon mehrfach jeweils über 100 Bürgerinnen und Bürger durch die Stadt, um Verbesserungen für Radfahrer einzufordern.

Diskussion über klimagerechte Bauleitplanung

In der von Ortssprecherin Martina Wenta geleiteten Diskussion ging es dann um die „klimagerechte Bauleitplanung“ im Traunsteiner Klimaplan. Gerade die soeben vom Stadtrat beschlossene Planung des Neubaugebiets Seiboldsdorf löste bei den Teilnehmern Kopfschütteln aus. Die Grüne Fraktion hatte dagegen gestimmt, weil sie dort lieber mehr Wohnungen für Menschen mit kleinerem Einkommen gesehen hätte.

Viele der Teilnehmer am Themenabend meinten, dass bei der nun beschlossenen Planung wohl der Slogan „Traunstein geht voran“ nicht zutreffe. Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner erklärte: „Viele der nun geplanten Einfamilienhäuser sollen dort nicht nach Süden ausgerichtet werden, dies ist keine solargerechte Bauleitplanung.“

So sehen die Vorsätze für die Zukunft aus

Der Klimaplan sieht auch vor, dass die Stadtwerke „bis zum Jahr 2040 hinsichtlich der angebotenen Strom- und Wärmeleistungen klimaneutral werden“ sollen. Hier wunderten sich mehrere Teilnehmer über den Artikel im Traunsteiner Tagblatt vom Dienstag (1. Februar). Dort wird berichtet, dass die Stadtwerke Traunstein aktuell sogar Interesse zeigen, einen Teil von Erlstätt mit Gas zu versorgen, was die Teilnehmer als Widerspruch zum Klimaplan sahen.

Thomas Lang-Nachtnebel erläuterte dann mit den Worten „Ungenutzte Räume nicht heizen“, wie man ganz einfach Heizkosten und CO2 einsparen kann.

Helga Mandl erläuterte auch die Unterschiede zwischen dem Klimaplan der Stadt Traunstein, über den die Bürgerinnen und Bürger am 20. Februar abstimmen, und der Bürgerbewegung „Klimaaufbruch Traunstein jetzt“. Rainer Schenk erklärte: „Unsere Bürgerbewegung möchte, dass Traunstein bis Ende 2026 mindestens 60 Prozent und bis Ende 2029 weitere 25 Prozent CO2 einspart.“ Um dieses Ziel mit einem zweiten Bürgerentscheid zu erreichen, sammelt die Bürgerbewegung aktuell erfolgreich Unterschriften.

Abschließend rief Ortssprecher Wolfgang Wörner auf, dass die Teilnehmer auch in ihrem Bekanntenkreis dafür werben, am 20. Februar mit „Ja“ für das Klima zu stimmen, entweder im Wahllokal oder vorher schon per Briefwahl.

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

Kommentare