Bewusster leben mit Lähmung

Handbike fahren trotz Lähmung - Orthesen machen's möglich

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Trotz Lähmung ist Daniel mobil - dank spezieller Handorthesen kann er mit seinem Handbike sogar Rennen fahren.

Traunstein - Bunte Tattoos, strahlend blaue Augen und fast immer ein Lächeln im Gesicht – der sympathische Oberösterreicher Daniel zieht uns sofort in seinen Bann. Auf den ersten Blick merkt man dem 32-Jährigen gar nicht an, was für ein schweres Schicksal er trägt.

Daniels Geschichte macht uns betroffen: Als der junge Österreicher 2009 als Ersthelfer an eine Unfallstelle kommt, wird er von einem vorbeifahrenden Auto mitgerissen. Seitdem ist Daniel vom sechsten Halswirbel abwärts querschnittsgelähmt. Vieles, was bis dahin selbstverständlich war, rückt plötzlich in weite Ferne.

Über die Grenzen hinaus: Daniel hält an seinen Träumen fest

Sein schweres Los hält den 32-Jährigen nicht davon ab, seine Träume zu verwirklichen. Mittlerweile lebt Daniel in einem eigenen Haus, fährt wieder selbstständig Auto und trainiert sieben Tage die Woche auf seinem Handbike. Mit diesem Liegerad, das allein durch die Arme angetrieben wird, testet der Para-Sportler seine Grenzen aus. Daniel ist immer wieder fasziniert, wie viel – trotz Behinderung – möglich ist. Mittlerweile nimmt der lässige Österreicher mit seinem Handbike erfolgreich an Rennen teil. Spezielle Handorthesen helfen Daniel, den Sport optimal ausüben zu können. Sie verbinden Daniels kraftlosen Hände, die von allein nichts festhalten können, mit dem Pedal.

Flexibel, mobil, frei - dank Handorthesen

Das Leben hat sich nach dem Unfall verändert - nicht nur negativ

Kreativität zahlt sich aus: Aus einer alten Snowboardbindung hat sich Daniel eine eigene Angelhalterung gebastelt.

Entspannen kann der sympathische Sportler beim Angeln. Mit einer alten Snowboardbindung, die er an den Griff seiner Angel geschraubt hat, kann Daniel die Angelrute halten. Was sich für ihn nach dem Unfall geändert hat? „Man lebt bewusster und nimmt die Kleinigkeiten viel mehr war. Und meine Freundschaften sind durch den Unfall viel intensiver geworden“, stellt er fest. Auf die Frage, was Glück für ihn bedeutet, antwortet Daniel: „Die Freiheiten zu haben, das tun zu können, was ich will.“ – „Und bist du glücklich, Daniel?“ – „Im Normalfall schon.“

Pohlig GmbH/mh

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