Wieder vier Millionen Euro neue Schulden

Heuer ganz harmonisch? Der neue Haushalt wird verhandelt

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Traunstein - Die neuen Haushaltsverhandlungen laufen an - im Jahr 1 nachdem es zum großen Finanzkrach kam: Doch diesmal scheint zwischen den Fraktionen weitgehend Einigkeit zu herrschen.

Schon Anfang Dezember begannen die Verhandlungen um den Haushalt 2018 zwischen den Fraktionen, am Dienstag wurde im Finanzausschuss ein erster Einblick gewährt: Der Gesamthaushalt für 2018 wird 79,5 Millionen Euro betragen - drei Millionen Euro mehr als 2017. Und auch die Schulden steigen weiter. Für das kommende Jahr rechnet Kämmerer Dendorfer mit einer Neuverschuldung von knapp vier Millionen Euro.

Und: Diesmal scheint weitgehende Einigkeit über die Finanzen zu herrschen. Die Haushaltsplanung wurde im Finanzausschuss einstimmig befürwortet, bei der Finanzplanung bis 2021 setzte es nur von Wilfried Schott eine Gegenstimme. In den Stadtrat kommt das Thema aber erst im Januar. Noch beim 2017er-Haushalt ließ der Stadtrat den ersten Entwurf krachend durchfallen. Ausschlaggebend war eine Neuverschuldung von rund zehn Millionen Euro. Im kommenden Jahr kommt man mit vier Millionen Euro Neuverschuldung aus.

Die größten Investitionen 2018

Der Vermögenshaushalt wird im kommenden Jahr 24,5 Millionen Euro betragen. Die größten Investitionen sind:

  • Abwasser, Kanal und Kläranlage: 3,8 Millionen Euro
  • Sanierung der Klosterkirche: 3 Millionen Euro
  • Straßenbau: 2 Millionen Euro
  • Schulbau: 2,3 Millionen Euro (davon 1,5 Millionen für die Kohlbrenner-Mittelschule)
  • Investitionszuschuss für AKG-Turnhalle: 2 Millionen Euro
  • Wohnbauprojekt Haidforst: 1,5 Millionen Euro
  • Kita Vonfichtstraße: 1,8 Millionen Euro
  • Grunderwerb (u.a. Zwischenerwerb Bahnhofsareal West): 1,5 Millionen Euro
  • Salinenpark: 1 Million Euro
  • Erweiterung der Stadtgärtnerei: 500.000 Euro.

Der Schuldenstand wird sich bis zum Jahresende 2018 wieder um knapp vier Millionen Euro erhöhen, liegt dann bei 28,8 Millionen Euro - 1447 Euro pro Traunsteiner. Die Sparmaßnahmen der vergangenen Monate zeigen aber bereits erste Wirkung: Trotz Tariferhöhungen können die Personalkosten im Vergleich zu 2017 um 0,6 Prozent gedrückt werden

Falsche Gerüchte um Steuererhöhungen

"Es ist weiterhin unerlässlich, alle Möglichkeiten für Ausgabenreduzierungen sowie Einnahmeverbesserungen auszuschöpfen", so der Kämmerer. Eins aber ist klar: Grund- und Gewerbesteuern werden nicht angefasst. "Hier wurden unverantwortliche Gerüchte in der Stadt gestreut, dass die Steuern erhöht würden", räumte Oberbürgermeister Kegel die Spekulationen aus dem Weg. 

xe

Rubriklistenbild: © Fotomontage ps/dpa

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