Fast 650 Einsätze im Jahr 2019 für Feuerwehr Traunstein

"Die Herausforderungen nehmen Jahr für Jahr zu!"

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Fast 650 Einsätze im vergangenen Jahr und in diesem Jahr bereits mehr als 150 Alarmierungen, das sind die Zahlen der Feuerwehr Traunstein.

Traunstein - Die Freiwillige Feuerwehr war im vergangenen Jahr bei fast 650 Einsätzen im Stadtgebiet und im Rahmen der Löschhilfe auch überörtlich im Einsatz. Mehr als 150 Alarmierungen gab es bereits im laufenden Jahr.

Traunsteins Kommandant Christian Schulz zeigt sich mit der Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft hoch zufrieden, wenn es auch „zunehmend schwieriger wird, genügend Freiwillige für den ehrenamtlichen für Dienst zu finden“. Neben den etwa 8000 Einsatzstunden kamen darüber hinaus fast 11000 Ausbildungs- und Übungsstunden dazu, die für die gute Qualität der Arbeit absolut notwendig sind. Für die Zukunft sieht er insbesondere in einer engeren Zusammenarbeit innerhalb der fünf Traunsteiner Wehren eine riesen Chance, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. 


Meilensteine zur Verbesserung der Situation 

Einige Meilensteine zur Verbesserung der Situation konnten im vergangenen Jahr bereits erreicht werden. Als leuchtendes Beispiel steht hier insbesondere der gemeinsame Bedarfsplan aller fünf Feuerwehren im Stadtgebiet, der unter anderem ein Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr Traunstein vorsieht und auch in den Ortsteilen Haslach, Hochberg, Kammer und Wolkersdorf die Ausrüstung anpasst. „Mit diesem Fahrplan haben sich die Kommandanten in Zusammenarbeit mit der Kreisbrandinspektion sowie der Stadtverwaltung und des Stadtrates auf eine tragfähige Entwicklungsmöglichkeit in Sachen Ausrüstung der Feuerwehren im Stadtgebiet verständigt“, so Christian Schulz im Gespräch mit chiemgau24. Nun sind die Feuerwehren dabei, eine gemeinsame personelle Entwicklung voranzutreiben und befinden sich in der Vorbereitungsphase für ein zukunftsweisendes und feuerwehrübergreifendes Führungskräftekonzept. 

Große Belastungen für Feuerwehr Traunstein

„Es treibt mir durchaus die Sorgenfalten auf die Stirn, wenn ich die zunehmenden Einsatzzahlen und die tendenziell abnehmenden Personalzahlen gegenüberstelle. Dazu kommt der enorme Zeitaufwand der notwendig ist um neue Mitglieder zu finden. Diese und viele weitere Herausforderungen bedeuten für die Feuerwehr Traunstein derzeit eine große Belastung“, so Christian Schulz. Durch die starke Beanspruchung der Fahrzeuge und Gebäudlichkeiten verkürze sich die geplante Nutzungsdauer zusehends. Zudem gäbe es den Worten des Kommandanten zur Folge für die Mitglieder der Feuerwehr zentrumsnah kaum bezahlbaren Wohnraum und viele Arbeitsplätze der Ehrenamtlichen befinden sich oft weit entfernt vom Feuerwehrhaus an der Scheibenstraße, gibt er abschließend zu bedenken. 


So könnte die Lösung aussehen

Gemessen an den steigenden Anforderungen bedarf es für den Traunsteiner Kommandanten deshalb dringend eine Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb der Traunsteiner Feuerwehren. Besonders bei größeren Schadenslagen sowie den unzähligen witterungsbedingten Einsätzen, bei Einsätzen im Rahmen der Katastrophenhilfe wie beispielsweise der heftige Winter zu Beginn des vergangenen Jahres. Darüber hinaus müsse diese Zusammenarbeit auch bei den vielen größeren Einsätzen wie beispielsweise Brand- und Gefahrguteinsätzen sowie bei umfangreichen Technischen Hilfeleistungen ausgebaut werden. Als Beispiele nennt er dabei den Einsturz der Chiemgauhalle oder den Gebäudeeinsturz an der Salzburger Straße. Darüber hinaus waren mehrere schwere Verkehrsunfälle oder Brandeinsätze wie den Werkstattbrand nahe des Ettendorfer Tunnels oder der Dachstuhlbrand in der Josefstraße sehr aufwendige Einsätze, die allesamt Traunsteins Feuerwehrleute stark gefordert hatten. „Ich bin davon überzeugt, dass die Anforderungen an die Feuerwehr in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden und darauf müssen wir jetzt reagieren“, so Schulz. 

In Sachen Jugendarbeit zeigen sich die Traunsteiner recht zufrieden. 16 Nachwuchskräfte durchlaufen derzeit die Ausbildung unter der Leitung von Andreas Strohmayer und Thomas Konarski. Neben dem Übungsbetrieb waren sie auch bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten und haben sich in Sachen Nachwuchswerbung engagiert. Darüber hinaus waren sich auch bei den gemeinsamen Jugendveranstaltungen des Kreisfeuerwehrverbandes vertreten. Sie besuchten unter anderem den Tag der Jugendfeuerwehr in Hart, die Übergabe des Friedenslichtes in Tittmoning aber auch den Wissenstest der Feuerwehren in der Landkreismitte im Feuerwehrhaus Traunreut. 

Ein umfangreiches Ausbildungs- und Schulungsprogramm absolvierten die 31 Maschinisten der Feuerwehr. Die von Gerhard Handrick und Alexander Aschenbrenner geleitete Gruppe führte sieben Übungen speziell für diese wichtige Aufgabe im Feuerwehrdienst durch. Ein ähnliches Bild zeichnen die beiden Atemschutzverantwortlichen Stefan Lehrberger und Sascha Bergemann. 204 Stunden investierten die Atemschutzgeräteträger in die Fortbildung. 23 Mitglieder umfasst die Fachgruppe „Absturzsicherung“. In drei Übungseinheiten kamen die Spezialisten für Arbeiten an absturzgefährdeten Bereichen zusammen. 

Bei der Landkreiseinheit „Messzug Süd“ kam es mit dem Jahreswechsel zum Stabswechsel an der Spitze. Auf den bisherigen Amtsinhaber Daniel Paris folgte Maximilian Schubert, dessen bisheriger Stellvertreter. Der Messzug war zweimal im Einsatz und die 19 Aktiven der Feuerwehren Traunstein und Kammer trafen sich zu insgesamt zehn Übungseinheiten. Mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung ist eine weitere Landkreiseinheit in Traunstein stationiert. Diese weist derzeit ebenfalls einen Personalstand von 19 Personen auf. Bei 28 Einsätzen und einer Vielzahl an Übungen waren die Mitglieder gefordert und leisteten dabei fast 2200 Stunden. Geleitet werden sie von Bernhard Huber und seinem Stellvertreter Andreas Schuhböck (Feuerwehr Haslach). Dieser hatte das Amt im vergangenen Jahr von Florian Scholz übernommen. 

Hob

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