Wie ein Stromkasten Stadtgeschichte lehrt

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Stromverteilerkasten mit Informationen über Marienstatue

Traunstein - Wie kann man beim Vorbeigehen an einem Stromkasten mehr über die Geschichte Traunsteins lernen? Die Stadt hat das jetzt möglich gemacht:

Auf einem Stromverteilerkasten am Rande der Arkaden des Heimathauses hat die Stadt Traunstein eine Kurzinformationen zur Madonna im Reitereck anbringen lassen.

Vom Stromverteilerkasten aus hat man einen guten Blick auf die Fassade jenes Gebäudes an der Ecke der Schaumburgerstraße zum Stadtplatz, an der auf Höhe des zweiten Obergeschosses eine prächtige, aus Lindenholz gearbeitete Marienstatue angebracht ist.

Auf dem Stromverteilerkasten stehen interessante Informationen über diese Marienstatue.

Es handelt sich dabei um eine Mondsichelmadonna vom Typ der „Patrona Bavariae“. Zu sehen ist eine im Jahr 1984 vom Berchtesgadener Holzbildhauer Franz Prinke geschaffene Kopie des Originals. Dieses wurde im Jahr 1966 aus konservatorischen Gründen entfernt und befindet sich seither in Privatbesitz. Der Entstehungszeitpunkt des Originals ist nicht überliefert, er liegt vermutlich im 18. Jahrhundert.

Die Initiative zur Anfertigung der Nachbildung ging von der Interessengemeinschaft „Patrona Bavariae“ Schrödlgasse aus und wurde vom Förderverein „Alt-Traunstein“ sowie von der Stadt Traunstein maßgeblich unterstützt.

Die geschichtlichen Fakten auf dem Stromverteilerkasten werden mit einem historischen Bild ergänzt und informieren „im Vorbeigehen“. Die Beklebung trägt zudem zur Verschönerung des Stadtbildes bei. In der Vergangenheit sind bereits ein Stromverteilerkasten an der Ludwigstraße am Rand des Stadtparks, am Maxplatz und in den Arkaden des Brothausturmes zur stadtgeschichtlichen Informationstafel umgestaltet worden.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

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