Schuhdesignerin von der Pohlig GmbH im Interview

"Jeder Auftrag birgt neue Herausforderungen!"

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Traunstein - Wer einen kompetenten Partner in der Orthopädie sucht, wird seit über 90 Jahren bei der Pohlig GmbH fündig. Doch wer steckt eigentlich hinter der Arbeit? 

In neun Jahrzehnten hat sich das Unternehmen Pohlig zu einem der bedeutendsten deutschen Spezialisten für Orthopädietechnik entwickelt. Ein breites Spektrum weiterer Angebote – von Reha-Technik über Sanitätshaus bis hin zur Orthopädie-Schuhtechnik – rundet das Programm ab. Das ist auch der Grund für zahlreiche und stets zufriedene Kunden. Doch wie sieht es hinter den Kulissen aus? Welche Menschen stecken hinter der Arbeit? Stefanie Babl, Schuhdesignerin bei der Pohlig GmbH, stellt sich und ihren Beruf vor:

Pohlig GmbH stellt Schuhdesignerin Stefanie Babl im Portrait vor

Interview mit Schuhdesignerin Stefanie Babl

Stefanie, wie bist du zu deinem heutigen Beruf gekommen? 

Ich habe ursprünglich Orthopädie-Schuhmacherin bei Pohlig gelernt. Von 2013 bis 2015 habe ich dann ein Studium an der Schuhfachschule in Pirmasens absolviert. Seitdem bin ich staatlich geprüfte Schuhtechnikerin.

Konntest du dich in deinem Studium auf orthopädische Schuhe spezialisieren? 

Nein, leider nicht. In meinem Studium ging es generell um Schuhdesign. Aber natürlich habe ich mein Know-How, das ich während meiner Zeit bei Pohlig sammeln konnte, in mein Studium mit einfließen lassen. Nach meinem Abschluss bin ich dann wieder zu Pohlig zurückgekehrt.

Was hat sich nach deiner Rückkehr an deinem Tätigkeitsbereich geändert? 

Früher habe ich Einlagen gemacht, Kunden betreut und Fußdruckmessungen durchgeführt. Heute führe ich mit den Kunden Design-Gespräche, zeichne Modellvorschläge, wähle Farben und Materialien aus und kümmere mich um den Einkauf.

Fällt dir spontan ein ausgefallener Schuh ein, den du mal entworfen hast?

Das krasseste waren Pumps aus Milchringen. Die habe ich damals für den „Crazy Shoe Award“ kreiert. Im orthopädischen Bereich geht es relativ brav zu…momentan habe ich einen Kunden, der elegante Schuhe aus Schlangenleder wünscht. Dieser Auftrag ist ein bisschen ausgefallener, was das Material betrifft.

Dir wird es in deinem Job aber sicher nie langweilig…

Das stimmt. Jedes Mal kommen andere Schnitte raus, jeder Auftrag birgt neue Herausforderungen. Und die Materialien ändern sich ja auch von Jahr zu Jahr. Deshalb besuche ich regelmäßig Messen und informiere mich dort über die neusten Trends.

Was ist denn momentan modern?

Glitzer und metallische Effekte. Aber meine Kunden mögen das interessanterweise gar nicht so gern…dabei hätte ich so schönes Leder in meiner Werkstatt!

Warum arbeitest du gerne bei Pohlig?

Mir gefällt es sehr, dass ich mit meiner Arbeit zu einer höheren Lebensqualität der Kunden beitragen kann. Personen, die orthopädische Schuhe benötigen, haben ja sonst keine andere Möglichkeit an Schuhe zu kommen, die ihnen gefallen. Ich kann ihnen weiterhelfen und sie von den klassischen schwarzen, plumpen orthopädischen Schuhen befreien. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Aber könnte man sich rein theoretisch auch mit völlig gesunden Füßen Schuhe von dir anfertigen lassen?

Ja klar. Momentan läuft das noch alles über Mund-zu- Mund Propaganda. Aber ein Katalog ist schon in Arbeit.

Du hast deine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Gibt es noch etwas, wovon du träumst? 

Momentan bin ich sehr zufrieden mit der jetzigen Situation. In Zukunft würde ich mich allerdings gerne noch mehr aufs Design spezialisieren. Bisher entwerfe ich nämlich nicht nur die Schuhe, sondern fertige auch die ganzen Schnittmuster an. Zuerst werden sie im CAD-Programm konstruiert und anschließend aus Leder ausgeschnitten. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, die mir dann natürlich fürs Design fehlt.

Und was macht dich glücklich? 

Mit Freunden Zeit am See verbringen….gar nichts tun…aber auch Reisen und verschiedene Kulturen kennenlernen. Meine Arbeit macht mir auch echt viel Spaß. Es ist schön, dass man seine Ideen aufs Papier bringen und anschließend in die Realität umsetzen kann. Und wenn der Kunde dann auch noch zufrieden ist, ist das Genugtuung hoch zehn.

Welche Schuhe trägst du persönlich am liebsten? 

Die fertige ich mir natürlich alle selber an (lacht). Nein, Quatsch. Ich mag es bequem und trage deshalb gerne Sneakers. High Heels funktionieren nicht so gut, obwohl ich sogar mal einen High- Heel-Kurs besucht habe. Aber ab 8 cm wird das Laufen echt schwierig. Da trage ich dann schon lieber meine Schlupfstiefel, die ich mir mal selbst designed habe.

Das Interview führte Katharina Wollkopf

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