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Steigende Unfallzahlen im Fahrradverkehr

Jahreshauptversammlung der Deutschen Verkehrswacht Traunstein - Verkehrswacht zieht Bilanz

Foto von links: Vizepräsident der Verkehrswacht Bayern Peter Starnecker, 1. Vorsitzender der Verkehrswacht Traunstein Johann Bohnert, Schatzmeisterin Elke Knottek, 2. Vorsitzender Florian Ertl.
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Vizepräsident der Verkehrswacht Bayern Peter Starnecker, 1. Vorsitzender der Verkehrswacht Traunstein Johann Bohnert, Schatzmeisterin Elke Knottek, 2. Vorsitzender Florian Ertl.

Während die Zahl der Toten und Schwerverletzten im deutschen Straßenverkehr seit Jahren sinkt, geht es bei den Radfahrern mit steigender Tendenz in die andere Richtung. So ist bereits heuer ein Anstieg von dreisig Prozent bei den Fahrradunfällen zu verzeichnen stellte Vorsitzender Johann Bohnert auf der Jahreshauptversammlung der Traunsteiner Verkehrswacht am 24. Oktober im Bräustüberl Hofbräuhaus in Traunstein fest.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Dabei verwies er auch auf einen ganz aktuellen Unfall vom 23. Oktober, wo ein 46-jähriger Radler beim Zusammenstoß mit einem Fußgänger in Palling ums Leben gekommen ist. Zwar hätte auch der Gesetzgeber bereits einiges getan, wie z.B. die Einführung eines Mindestabstands beim Überholen von Radfahrern. Aber die beste Prävention ist immer noch der Ausbau der Radinfrastruktur. Dann ist auf alle Fälle genügend Abstand da. Bohnert richtete dabei auch an einen Apell an die anwesenden Bürgermeister, sich für den Ausbau der Radwege einzusetzen.

Bohnert konnte bei der Versammlung eine ganze Reihe von Ersten, Zweiten und Dritten Bürgermeistern begrüssen, weil deren Gemeinden Mitglied bei der Verkehrswacht sind: So Michael Wimmer aus Surberg, Reinhold Schroll aus Traunreut, Barbara Danninger aus Tittmoning, Johann Bauer aus Engelsberg und Doris Ober aus Altenmarkt. In seinem Geschäftsbericht verwies der Vorsitzende darauf, dass es 2021 nicht viele Gelegenheiten gab, Präventionsaktionen durchzuführen. Besonders schwierig war es im Seniorenbereich, weil die Altenheime auf Ansteckungsgefahren achten mussten. So konnte man lediglich zwei Mal Altenheime aufsuchen, um mit den Senioren den Umgang mit Rollatoren zu trainieren.

Einen Schwerpunkt gab es hingeben beim Schulwegtraining: Vierzig Schulungen konnten in den Kindergärten und Schulen durchgeführt werden. Allgemein sieht es im laufenden Jahr wesentlich besser aus: So konnte man bereits eine ganze Reihe von Aktionen an Märkten und Schulen leisten, zuletzt vergangenen Freitag an der Traunsteiner Berufsschule und am Blattlsonntag in Traunstein. In ihrem Grußwort bekräftigte die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber die Bedeutung der Verkehrswacht auch gerade für den Landkreis Traunstein. Schließlich gehört er zu den großen Landkreisen in Bayern und für die optimale Vernetzung einer so großen Fläche ist eine entsprechende Infrastruktur nötig. Ziel des Landkreises ist eine stetige Verbesserung des Straßennetzes, um die Sicherheit der Bürger zu erhöhen. Abschließend dankte Schmidhuber für das Engagement der Verkehrswacht mit den vielfältigen Präventionen im Namen aller Landkreisbürger.

Konrad Baur, der als Traunsteiner Stadtrat Referent für Infrasturktur und Mobilität ist, strich heraus, dass im Stadtrat die Förderung des Fahrradverkehrs ständig ein Thema sei und dabei besonders die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Vordergrund stehe. Er verwies auch darauf, dass es im ländlichen Raum viele Schnittstellen zwischen Pkw, Fußgänger und Fahrrad gibt. Trotz aller Anstrengungen einer alternativen, ökologischen Mobilität müssen auf dem Land viele mangels Alternative mit dem Auto fahren und umso wichtiger seien die Anstrengungen der Verkehrswacht für mehr Sicherheit. Bayerns Verkehrswachtvizepräsident Peter Starnecker lobte in seinem Grußwort die Verkehrswacht Traunstein mit den Worten, dass er wisse was diese alles leiste. Im weiteren ging er auf die Probleme der Verkehrswachten im Zeitraum 2020/21 näher ein, weil die Pandemie fast keine Aktionen zuließ. In seiner weiteren Ausführung kam Starnecker auf die Legalisierung von Cannabis, was er sehr kritisch sah, weil dadurch ähnlich wie bei Alkohol die Fähigkeit ein Fahrzeug im Straßenverkehr zu führen beeinrächtigt wird.

In einem Wortbeitrag forderte Birgit Gebert-Schwarm, die als Fachberaterin für Verkehrserziehung und Unfallverhütung tätig ist zusätzlich zur regulären Jugendverkehrsschule ein Fahrradtraining für Schüler in den unteren Grundschulklassen. In der anschließenden Diskussion wurden dabei schnell die Kapazitätsgrenzen der Verkehrswacht sichtbar. Während die Verkehrswacht Berchtesgadener Land als Vorreiter diese Übungen betreibt und dabei stellenweise auch im Landkreis Traunstein tätig ist, können das andere Verkehrswachten derzeit nicht leisten.

Im weiteren Verlauf der Versammlung entbrannte eine Diskussion über die Schwierigkeit, das Thema Radwege voranzubringen. So berichtete Bürgermeister Michael Wimmer über seine Erfahrungen beim Radwegebau, wo durch Naturschutz und Wasserrecht jahrelange Verzögerungen eingetreten sind. Sein Kollege Johann Bauer aus Engelsberg konnte dem nur zustimmen und sprach von einem bürokratischer Wahnsinn. Von Tittmonings Zweiter Bürgermeisterin kam die Idee, einfache Alternativen umzusetzen. Man sollte sich bespielsweise einmal Feldwege genauer ansehen , ob sich diese nicht auch als Radweg geeignet sind und sie gegebenfalls ertüchtigen.
Schlußendlich bestätigte Kassenprüfer Christian Kolb eine vorbildliche Kassenprüfung und der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Mit einem Dank an alle ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitglieder beschloß Bohnert die Versammlung.

Pressemitteilung Deutschen Verkehrswacht Traunstein

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