Parzinger weiterhin an der Spitze

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
v.l.n.r. Anna-Maria Scheitzeneder, Sepp Konhäuser, Josef Parzinger, Christian Kegel und Lara Treppner

Traunstein - Bei der Jahreshauptversammlung der Jusos im Landkreis Traunstein wurde der 20-jährige Bergener Josef Parzinger erneut zum Vorsitzenden gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung der Jusos im Landkreis Traunstein wurde der 20-Jährige Bergener Josef Parzinger erneut zum Vorsitzenden gewählt. Der gelernte Bankkaufmann, der zur Zeit die Berufsoberschule in Traunstein besucht und ebenfalls als stellvertretender Vorsitzender der oberbayerischen Jusos aktiv ist, hatte dieses Amt bereits im letzten Jahr ausgeübt. Ebenfalls bestätigt in ihrem Amt wurde Anna-Maria Scheitzeneder aus Schnaitsee, die weiterhin stellvertretende Kreisvorsitzende ist. Neu als stellvertretende Vorsitzende wurde Lara Treppner aus Engelsberg gewählt. Sie ist für Dominik Winklmeier, der aus schulischen Gründen nicht mehr zur Wahl angetreten war in den Vorstand gewählt worden. 

Zu Beginn begrüßte der Traunsteiner Ortsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Christian Kegel die JungsozialistInnen in der großen Kreisstadt und ging dabei in einem kurzen Vortrag auf ein paar Schwerpunkte seiner politischen Ziele ein. Er hob die Wichtigkeit hervor, dass das Rathaus den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Anliegen jederzeit offen stehe. Er möchte hier als zukünftiger Oberbürgermeister mit gutem Beispiel vorangehen. Besonders wichtig ist ihm außerdem die Einführung eines Jugendbeirates in der Stadt, um in Zukunft auch junge Leute an der Stadtpolitik zu beteiligen.

Anschließend berichtete der Vorsitzende Josef Parzinger über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Er betonte zwar, dass die Wahlkämpfe für Landtags- und Bundestagswahlen viel Kraft und Zeit gekostet hätten, es aber viel Spaß gemacht habe mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und über Politik zu diskutieren. Dies müsse auch außerhalb der Wahlkämpfe weitergeführt werden um somit jederzeit die aktuellen Anliegen der Bevölkerung in direkten Gesprächen erörtern zu können. Besonderer Höhepunkt im Wahlkampf war der Wahlkampfbus des Juso-Bundesverbandes, der anlässlich des Chiemsee-Reggae Summer für 2 Tage Halt in Übersee gemacht hatte. Leider seien die Wahlen dann klar verloren gegangen, und man befinde sich nach dem Mitgliederentscheid jetzt im Bund in einer Großen Koalition. Aufgabe der Jusos müsse es vor allem sein, die gelungenen Punkte im Koalitionsvertrag, wie beispielsweise den Mindestlohn oder die Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren mit Nachdruck einzufordern, so Parzinger.

Außerdem habe man sich im letzten Jahr auch besonders mit regionalen Themen auseinandergesetzt. Hier betonte er insbesondere die Olympiabewerbung Münchens, gegen welche sich die Jusos mehrheitlich ausgesprochen haben und die Diskussion über die Salzachbrücke. Bezüglicher dieser haben sich die Jusos sowohl bei Befürwortern als auch Gegnern informiert.

Sepp Konhäuser, stellv. Landrat und Landratskandidat der SPD, der als Hauptreferent eingeladen war, ging auf die zukünftigen Aufgaben in der Landkreispolitik ein. Als besonderen Schwerpunkt sprach er dabei den Bereich Bildung an: Der Landkreis sei hier als Sachaufwandsträger auf einem guten Weg, müsse aber weiterhin investieren, wie z.B. in die Sanierung oder den Neubau des Dr.Johannes Heidenhain Gymnasium , die Trostberger Realschule und die Schaffung einer Turnhalle am Anette-Kolb-Gymnasium in Traunstein. Unbefriedigend sei außerdem die Situation, dass viele Schulbusse überfüllt sind. Hier sei besonders die bayerische Staatsregierung aufgefordert die Rahmenbedingungen zu verbessern. Falls er Landrat werden sollte, werde er das auch klar bei der Staatsregierung einfordern. Des Weiteren machte er deutlich, dass im Landkreis mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden soll, und die Energiewende vorangetrieben werden muss. Auf Nachfrage zum Thema Bürgerbeteiligung erklärte er, dass er als Landrat das Ziel verfolge in allen Orten präsent zu sein um sich dort regelmäßig vor Ort ein Bild zu machen, und dann am Abend Bürgerversammlungen anzubieten. Außerdem stehe er für offene Bürgersprechstunden, bei der die Bürgerinnen und Bürger auch ohne Termin vorbeikommen könnten.

Der Vorsitzende Josef Parzinger bedankte sich bei Konhäuser für das Kommen und wünschte ihm viel Erfolg für die Wahl am 16. März und eine eventuelle Stichwahl. Er machte außerdem darauf aufmerksam, dass es sehr erfreulich sei, dass mit Anna-Maria Scheitzeneder (Platz 18), Sandra Schneider (Platz 44), Andreas Deutinger (Platz 45) sowie ihm selbst (Platz 9) insgesamt 4 aktive Jusos für den Kreistag kandidieren. Es sei schön, dass hier jungen Leuten in der SPD eine Chance gegeben wird. Nur jung zu sein, sei aber dabei noch lange kein Grund. Da gehöre noch viel mehr dazu, so der Bergener.

Beim Ausblick auf das kommende Jahr wurde deutlich, dass die Jusos nach den Kommunalwahlen nicht nachlassen, und sich weiterhin verstärkt in regionale aber auch überregionale Themen einbringen werden. "Hoffentlich dann aber mit der/dem ein oder anderen MandatsträgerIn aus den eigenen Reihen", so der einhellige Wunsch.

Pressemitteilung Jusos Traunstein

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser