Kommunalpolitischen Abend der Traunsteiner SPD

Die Kulturentwicklung in Traunstein

Traunstein - Wie wird sich die Kultur in Traunstein in Zukunft entwickeln? Das war ein zentrales Thema beim kommunalpolitischen Abend der Traunsteiner SPD im Gasthof Haidforst.

Ortsvorsitzende Traudl Wiesholler- Niederlöhner betonte, dass in Traunstein schon jetzt ein lebendiges Kulturleben stattfindet, so dass es dem Besucher oft nicht leicht fällt, sich für eines der zahlreichen Angebote zu entscheiden - seien es Konzerte, Theater, Ausstellungen oder eines der vielen Angebote der Traunsteiner Vereine, vom Georgiverein, dem Historischen Verein, den Trachtenvereinen oder in dieser Jahreszeit von den Faschingsvereinen Veitsgroma und Blau-Weiß Kammer. 

Die Klosterkirche

Peter Forster, Vorsitzender der Stadtratsfraktion, berichtete aus der Arbeitsgruppe Klosterkirche und wies dabei auf die Ausstellung hin, die zur Zeit in der Alten Wache zu sehen ist. "Tatsache ist, dass die Klosterkirche unter Denkmalschutz steht und die Stadt daher verpflichtet ist, das Gebäude instand zu halten. Um ein funktionsfähiges Kunst- und Kulturzentrum zu erhalten, soll die Klosterkirche auch im Winter benutzbar sein, deshalb ist eine Verbesserung der Wärmedämmung und der Einbau einer Heizung erforderlich", erläuterte Forster, "ebenso müssen die Toiletten modernisiert werden und barrierefrei erreichbar sein." 

Das bekräftigte auch Waltraud Blach, denn beim Seniorennachmittag der Stadt sei es regelmäßig ein Problem für die Gäste gewesen, die Toiletten im Obergeschoß zu erreichen. Das gelte natürlich auch für viele andere Veranstaltungen. 

Peter Forster berichtete, dass die etwa acht Millionen Euro Gesamtkosten der vollständigen Modernisierung zur Hälfte von der Städtebauförderung bezuschusst werde, eine reine Sanierung koste jedoch auch 3,8 Millionen Euro, wobei Barrierefreiheit und Winternutzung nicht möglich wären. Hinsichtlich der Kostenentwicklung ist man längst über eine reine Kostenschätzung hinaus bei konkreten Zahlen aus sehr fundierten Kostenberechnungen, welche die aktuellsten Erkenntnisse der planerischen Anforderungen mit berücksichtigen.

Kulturentwicklung in Traunstein

Gerhard Hübner sprach sich klar dafür aus, gleich Nägel mit Köpfen zu machen und vernünftig auszubauen. Auf jeden Fall gewinne die Stadt damit einen attraktiven Veranstaltungsort im Zentrum, der als Stadtsaal mit über 300 Sitzplätzen für Theater, Konzerte und Ausstellungen zur Verfügung steht. 

Ein weiterer multifunktionaler Raum für Lesungen oder Kindertheater und Ausstellungen könnte in den Räumen der Galerie entstehen, ergänzte Dritte Bürgermeisterin Wiesholler-Niederlöhner. Zusätzlich werde die AKG-Turnhalle auch als Veranstaltungsraum geplant, mit Zuschauerplätzen auf der ausziehbaren Tribüne, wofür die Stadt noch einmal viel Geld investiert habe. 

Um jedoch alle kulturellen Angebote in Traunstein auszuschöpfen, wäre es sicher sinnvoll, ein Kulturentwicklungskonzept aufzulegen, ergänzte Stadtrat Robert Sattler. Damit könnten alle kulturellen Angebote in Traunstein erfasst sowie räumlich, inhaltlich wie auch terminlich aufeinander abgestimmt werden.

Der Seniorenbeirat

Ein weiteres Thema war die im Frühjahr bevorstehende Wahl zum Seniorenbeirat. "Die Traunsteiner SPD begrüßt die Arbeit des Seniorenbeirats und unterstützt ihn bei der Suche nach Traunsteiner Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die nächsten drei Jahre als Kandidaten zur Verfügung stellen wollen," erklärte Ingrid Bödeker, die Seniorenreferentin des Traunsteiner Stadtrats. Ergänzend zum Thema "Senioren" berichtete Altoberbürgermeister Fritz Stahl von Bestrebungen, eine Arbeitsgemeinschaft 60+ im Unterbezirk Traunstein zu gründen. Auf Bezirksebene arbeite diese bereits erfolgreich, es sei aber wichtig, auch vor Ort Ansprechpartner zu haben, betonte Stahl.

Pressemitteilung SPD TS

Rubriklistenbild: © dpa

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