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Goldberg-Variationen bei den Sommerkonzerten in Traunstein

Konzert am 2. September mit dem Streichtrio Sarah Christian, Maximilian Hornung und Timothy Ridout

Sarah Christian.
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Sarah Christian.

Die von der Rundfunk-Redakteurin Dorothee Ehrensberger in ihrer Heimatstadt gegründeten Traunsteiner Sommerkonzerte waren gerade einmal zwei Jahre alt, als der kanadische Pianist Glenn Gould im Oktober 1982 starb. Gould wurde für sein nicht konformes Spiel gerühmt, vor allem von Bachs Goldberg-Variationen, die er einmal auf Vinyl und einmal auf CD eingespielt hat.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Die Goldberg-Variationen mit ihren 30 Abwandlungen sind ein monumentales Werk. So wie die Diabelli-Variationen von Beethoven bilden sie einen Meilenstein der Variationstechnik und gehören zu den großartigsten Instrumentalwerken Bachs. Dass sie einem Adeligen beim schweren Einschlafen geholfen hätten, wie es in einem zeitgenössischen Bericht heißt – na ja, eine schöne Legende. Mit Ausnahme des sich wie ein musikalisches „Bächlein“ dahinschlängelnden Themas zu Anfang und am Ende gibt’s da nicht viel, um „abzuschalten“ zu können. Die Musik ist einfach zu spannend.

Bei jeder neuen Variation fragt man sich, wie viele meisterliche Abwandlungen denn noch dem Thema entlockt werden können, was auch Künstler wie Thomas Bernhard inspirierte. Bachs kompositorische Disziplin wird in dessen Roman „Der Untergeher“ zum Leitbild einer literarischen Goldberg-Variation, ein Stoff, in den Bernhard den Perfektionismus des Glenn Gould gleich mit eingewoben hat.

Das Konzert am 2. September ist das einzige, das der neue Intendant und Cellist Maximilian Hornung auch selbst bestreitet – gemeinsam mit Sarah Christian an der Violine und Timothy Ridout an der Viola. Aufgeführt wird nicht die Cembalofassung, sondern eine Bearbeitung für Streichtrio. Im Europäischen Jahr der Musik 1985 hatte sie Dmitry Sitkovetsky, ein Verwandter des Geigers Alexander Sitkovetsky, herausgebracht. Natürlich gibt es bis heute weitere Arrangements der Goldberg-Variationen, aber manche Musikliebhaber schwören auf die feinfühlige Bearbeitung von Sitkovetsky und finden sie sogar vielschichtiger, „räumlicher“ als das Bach‘sche Original für Cembalo. Man darf gespannt sein.

Sándor Veress ist ein Name, den man irgendwann einmal gehört hat, den man aber nicht wirklich kennt. Wer ist das? Ein ungarischer Komponist? Gibt es nicht Béla Bartók, der Volksliedmelodien einbezog oder György Ligeti, der mit originellen Klangexperimenten aufwartet? Der 1992 verstorbene Sándor Veress war ebenfalls ein bedeutender Komponist aus Ungarn, Assistent bei Bartók und Lehrer von Ligeti. So, wie der ins Exil getriebene Ligeti in Hamburg gelebt hat, zog es Veress in die Schweiz, nach Bern. Das in Traunstein auf dem Programm stehende für Veress zentrale Streichtrio wurde in der Lagunenstadt Venedig 1954 uraufgeführt. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist um 18.30 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es beim Traunsteiner Tagblatt, Marienstraße 12, 83278 Traunstein, sowie bei www.muenchenticket.de. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Pressemitteilung Große Kreisstadt Traunstein

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