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Die Grünen Ortsverband Traunstein

Landtagsabgeordneter verbringt sechs Wochen auf dem Seenotrettungsschiff „Sea-Eye 4“

Grünen Themenabend Landtagsabgeordneter berichtet über Aufenthalt auf Seenotrettungsschiff
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Andreas Krahl (Mitte) war 6 Wochen Sanitäter auf dem Seenot-Rettungsschiff Sea-Eye 4 und berichtete über seine Erfahrungen. Mit auf dem Bild die Ortssprecher der Traunsteiner Grünen Martina Wenta und Wolfgang Wörner.

Traunstein - Der Ortsverband Traunstein der Grünen veranstaltete einen „Grünen Themenabend“, bei dem der Landtagsabgeordnete Andreas Krahl von seinem Aufenthalt auf der „Sea-Eye 4“ berichtete.

Die Meldung im Wortlaut

Soeben konnte man in der Zeitung lesen, dass das deutsche Rettungsschiff „Sea-Eye 4“ mit vielen aus Seenot Geretteten in Sizilien anlanden konnte. Bei der vorhergehenden Fahrt des Schiffes war der Landtagsabgeordnete Andreas Krahl (Bündnis 90/Die Grünen), von Beruf Fachkrankenpfleger, dabei. Darüber berichtete er im Sailer Keller beim „Grünen Themenabend“ des Ortsverbands Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen.

Ortssprecherin Martina Wenta stellte Krahl vor als „einen Politiker, der nicht nur redet und diskutiert, sondern auch aktiv etwas macht.“ Krahl war als parlamentarischer Beobachter der Mission angefragt, was er ablehnte. Er wollte aktiv als Sanitäter dabei sein, was er dann auch sechs Wochen lang tat.

Krahl zeigte in seinem Vortrag zum Beispiel ein Foto des Bootes mit den 29 Geflüchteten, einen Holzkahn mit einem Rasenmähermotor als Antrieb. Die Geflüchteten kamen aus verschiedenen afrikanischen Ländern und waren in Libyen gestartet.

Krahls Forderungen sind die Wiederaufnahme der humanitären Hilfsprogramme der Vereinten Nationen für Libyen und unabhängige Bundesländerentscheidungen zur Aufnahme von Geflüchteten. Und er wünscht sich sichere Fluchtrouten, damit sich niemand mehr in von Schleppern organisierten, völlig unsicheren Holzbooten aufs Meer begibt. „Im Schnitt überlebt eine von 29 Personen die Flucht nicht, und das sind nur die offiziellen Zahlen“, so Andreas Krahl.

Krahl fordert Clearingstellen in den Ursprungsländern

Wolf Zimmermann fragte als Erstes: „Was geschieht denn nach einer Rettung mit den leeren Flüchtlingsbooten?“ Antwort Krahl: „Jede Rettungsorganisation macht das anders. Die Sea-Eye 4 markiert das Boot deutlich mit einer großen Aufschrift, dass die Leute gerettet wurden, und überlässt das Boot dann sich selbst“.

Thomas Lang-Nachnebel fragte nach politischen Lösungen: Krahl hierauf: „In den Ursprungsländern müssen Clearingstellen eingerichtet werden, wo die Fluchtwilligen erfahren, ob sie nach Deutschland kommen können oder nicht, und dort können auch die im Umlauf befindlichen absurden Unwahrheiten aufgeklärt werden, zum Beispiel, dass jeder Ankömmling einen BMW bekomme.“

Reinhard Gocht erwähnte, dass die EU den Export von Überschüssen, wie z.B. Gemüse oder Hühnerfleisch nach Afrika subventioniere, zu Preisen und Qualitäten, zu denen die lokalen Bauern nicht mithalten können. Das bedeutet für so manchen Aufgeben und Flucht. Kreisrätin Marianne Penn, die ein Hilfsprojekt in Tansania organisiert, ergänzte: „Wenn es den Leuten im Heimatland gut geht, dann flüchten sie nicht.“

Die Traunsteiner Stadträtin Helga Mandl brachte den aktuell gravierenden Fachkräftemangel in vielen Berufsbereichen zur Sprache, worauf Krahl sagte: „Wenn wir unseren Lebensstandard halten wollen, brauchen wir Einwanderung und ein modernes Einwanderungsgesetz.“

Nach dem Vortrag und der Frage- und Diskussionsrunde gab es noch viele individuelle Fragen an Andreas Krahl und so dauerte die Grünen-Veranstaltung bis in den späten Abend.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Traunstein

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