+++ Eilmeldung +++

Rücktritt schon nach der Debatte?

Paukenschlag in Italien! Ministerpräsident Giuseppe Conte erklärt Regierung für beendet

Paukenschlag in Italien! Ministerpräsident Giuseppe Conte erklärt Regierung für beendet

Spontan-Kundgebung auf dem Traunsteiner Stadtplatz – „Seenotrettung ist gut“

Mahnwache in Traunstein für Freilassung deutscher "Sea-Watch"-Kapitänin

+
Rund 25 Teilnehmer folgten dem kurzfristigen Aufruf zur Mahnwache gegen die Inhaftierung der in Italien inhaftierten Kapitänin Carola Rackete.

Traunstein - Rund 25 Teilnehmer kamen zu der Spontan-Kundgebung auf den Traunsteiner Stadtplatz – „Seenotrettung ist gut“.

„Menschlichkeit ist definitiv nichts wofür man ins Gefängnis gehen sollte“ betonte Mina Himmelstoß von den „AfD-Antifaschistischen Dirndl“ mit Blick auf die in Italien festgesetzte Kapitänin der „Sea-Watch“, Carola Rackete. Die Vertreterin der Gruppe, die nebenbei ironisch betonte, dass man mit den drei Buchstaben die das Kürzel der AfD tragen „etwas positives verbinden wolle, diese ‚Buchstaben können schließlich nichts dafür“, rief dazu auf, jeden Montag Abend um 18.30 Uhr eine gemeinsame Mahnwache zu halten, bis Rackete frei komme. Drohen dieser doch in dem Vorwurf des Widerstandes gegen ein italienisches Kriegsschiff, Beihilfe zur illegalen Einwanderung sowie der Verletzung der italienischen Hoheitsgewässer bis zu zehn Jahren Gefängnis in Italien. Am Montag, den 1. Juli, fing man mit der ersten Kundgebung auf dem Traunsteiner Stadtplatz an, und war mit mehreren Ordnerinnen organisatorisch gut aufgestellt, die aber bei den 25 anwesenden Teilnehmern nichts ordnen mussten, da die 25-Minuten-Mahnwache sehr ruhig und ohne Zwischenfälle verlief.

Spontan-Kundgebung auf dem Traunsteiner Stadtplatz – „Seenotrettung ist gut“

Anna Körner, die für das „Junge Bündnis für Geflüchtete“, einem Netzwerk von im Bereich Flucht und Asyl aktiven Jugendorganisationen sprach, zeigte sich verständnislos über die Grundsatzdiskussionen, ob die Lebensrettung durch die deutsche Kapitänin und das Schiff richtig war, wenngleich sie einräumte, dass die rechtliche Beurteilung kompliziert und nicht eindeutig sei. Letztendlich stehe die Kapitänin in der jetzigen Situation aber exemplarisch für die Verfehlungen in der europäischen Flüchtlingspolitik. Neben der Forderung, dass Rackete umgehen frei kommen müsse, forderte sie eine „solidarische und verantwortungsvolle Flüchtlingspolitik.“

„Seenotrettung ist gut!“

Martina Wenta, in verschiedenen politischen Gruppierungen und Parteien aktiv, am Montag Abend aber für die „AfD – Antifaschistischen Dirndl“ sprechend (Wenta: „Die einzig wahre AfD“) betonte, die Situation sage viel über die Gesellschaft und die EU als Ganzes aus. 2018 seien offiziell über 2.200 Ertrunkene zu beklagen. „Wozu ist sie in Haft? Seenotrettung ist gut!“. Der Schutz des Lebens sei immer vorrangig und müsse gesetzlich festgelegt sein. Sonst könne man ja auch gleich die Bergwacht abschaffen, die Menschen in Not retten.

Ewald Kleyboldt ergriff spontan noch das Wort und schlug vor, der italienische Innenminister Matteo Silvini solle doch einmal mit einem Schlauchboot von Libyen nach Italien über das Meer fahren und sich zu seiner Sicherheit von der „Sea-Watch“ begleiten lassen. „Mal sehen ob er sich traut.“

Mit einer Gedenkminute verliehen die Anwesenden ihrer Trauer über die vielen Toten Ausdruck und bekräftigten gleichzeitig ihre Forderung nach einer umgehenden Freilassung der Sea-Watch-Kapitänin Rackete.

awi

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT