Neubau von Turnhalle an Gymnasium

Der verseuchte Boden muss erst abgetragen werden

Traunstein - Mit kleinen Schritten geht es voran. Der Bau der Turnhalle am Traunsteiner Annette-Kolb-Gymnasium zieht sich wohl noch etwas hin. Im Moment laufen die Aushub- und Entsorgungsarbeiten des kontaminierten Bodens.

Zur Zeit wird Zentimeter für Zentimeter das verseuchte Erdmaterial abgetragen und entsorgt. Geplant war, dass bis Mitte Juli alles so weit entfernt ist, dass der Grundstein für die neue Turnhalle gelegt werden kann. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, steht derzeit aber noch nicht fest. Der Termin muss voraussichtlich neu festgelegt werden, heißt es von Seiten des Landratsamtes.

Nach wie vor unklar ist, wer die Kosten für die Entsorgungsarbeiten trägt. Das wird gerade im gemeinsamen Einvernehmen geprüft, wie die Internetplattform "Bayernwelle Südost " berichtet. Ein Rahmenvertrag besagt, dass die Stadt Traunstein 55 Prozent der Entsorgungskosten tragen sollte. Das wären mindestens 935.000 Euro. Viel zu viel aus Sicht des Traunsteiner Stadtrates. Das Gremium ist der Meinung: Der Landkreis ist doch Grundstückseigentümer, also soll er auch die Kosten für die Entsorgung tragen. Was die Überprüfung ergibt und wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, steht noch nicht fest.

Im Mai ist an der Baustelle kontaminierter Boden festgestellt worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist auf dem Areal rund 30 Jahre lang ein Entsorgungsunternehmen ansässig gewesen. In der Zeit sind Öl und Schwermetalle in den Boden gelangt. Das Entsorgungsunternehmen ist heute für die angerichteten Schäden nicht mehr haftbar zu machen. Ziel ist es, die Turnhalle bis Ende 2018 fertigzustellen. Die Gesamtkosten für den Bau liegen bei momentan rund 13 Millionen Euro – bei einer ersten Kostenschätzung war 2014 noch die Rede von rund 7 Millionen Euro.

Rubriklistenbild: © dpa

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