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Video: Neuer Gelände-Parkour der Bundeswehr am Standort Kammer

Fahrtraining extrem: Dank neuer Pistenstrecke top vorbereitet für den Ernstfall

Kommandeur Michael Bender Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall Bundeswehr Kammer
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Michael Bender, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, erklärt im Video-Interview die Details zur neuen Geländelehrbahn der Bundeswehr am Standort Kammer.

Steilhang, Bombentrichter, Knüppeldamm – Schon die Namen der Stationen der neuen Geländelehrbahn verraten: Es geht ans Eingemachte bei der Fahrerausbildung der Bundeswehr - Jetzt mit 15 spektakulären Hindernissen für Mensch und Motor:

Traunstein/Kammer — „Wir bringen unsere Fahrer schon in Grenzbereiche.“ Wie zutreffend die Aussage von Oberst Michael Bender ist, konnte Chiemgau24 am Montag (21. November) hautnah erleben. Zur offiziellen Einweihung der einmaligen Geländelehrbahn rollten schwere Gefährte auf den Truppenübungsplatz bei Kammer.

„Die Brigade ist immer unterwegs“

Sei es der alltägliche Betrieb, die Bundes- und Landesverteidigung oder ein Auslandseinsatz. Oberst Bender betont, wie wichtig die neue Geländelehrbahn für eine effektive Ausbildung sei. Dabei wurden die 15 Stationen einem Einsatz im Ernstfall möglichst realistisch nachgebildet. Eine 30 Meter lange Bahnstrecke zum Beispiel, mit original ICE-Gleisen. Es sei besonders schwer hier mit dem Fahrzeug drüber zu kommen, erklärt der Presseoffizier Hauptmann Thomas Schmaus: „Wenn die Räder beide auf den Schienen stehen, hat man Null Grip.“

Die Station „Gleisstrecke“ der neuen Geländeübungsbahn der Bundeswehr hat es in sich. Hier wurden original ICE-Gleise verbaut.

Stresstest für Fahrzeuge: Vom Wiesel bis zum Fuchs

Insgesamt 2,8 Millionen Euro hat es gekostet, auf dem bereits bestehenden Standortübungsgelände die neuen Hindernisse zu integrieren. Die jungen Soldatinnen und Soldaten können jetzt vor Ort in noch extremerem Übungsgelände ihr Fahrkönnen unter Beweis stellen. Dabei ist der Parkour laut dem Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 Michael Bender auf die Fahrzeuge der Gebirgsjägerbrigade zugeschnitten: Vom Wiesel, einem relativ kleinen Kettenfahrzeug bis hin zum Fuchs, einem gepanzerten Transporter mit zulässigem Gesamtgewicht von 23.5 Tonnen – sie alle müssen die Hindernisse überwinden

Verschiedene Fahrzeugtypen der Bundeswehr stellen sich dem Stresstest auf der Hindernispiste.

„Bauen kann auch schnell gehen“

Mit einer Bauphase von nur sechs Monaten wäre alles wirklich glatt gelaufen, freute sich Oberst Hans-Jürgen Neubauer, Leiter des Kompetenzzentrums Baumanagement der Bundeswehr. Bei der Eröffnungsrede lobte er die gute Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren: Neben der Bundeswehr war die Landesbaudirektion und die Umweltbehörde mit eingebunden, so Neubauer. Symbolisch wurde das Teamwork nochmal untermalt: Martin Julinek von der staatlichen Baubehörde Traunstein überreichte Kommandant Bender den Schlüssel.

Die symbolische Schlüsselübergabe von Martin Julinek vom Bauamt Traunstein an den Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 (links) Michael Bender und Oberst Hans-Jürgen Neubauer, Leiter des Kompetenzzentrums Baumanagement der Bundeswehr (rechts).

Einblick mit Ausblick

Beim Steilhang am Truppenübungsplatz wurden Steine und Geröll verbaut um den Einsatz in steilem, felsigem Gelände nachzustellen.

Bei der Station „Steilhang“ hieß es dann einsteigen und Nerven behalten: geladene Gäste durften mit auf die Piste. Chiemgau24 erwischte den Eagle, ein Führungsfahrzeug, das Insassen im Ernstfall vor Sprengfallen schützen soll. Mit vollem Karacho ging es erst den Steilhang runter und das Gefühl in der Magengegend erinnerte an Achterbahnfahren. Viel ambitionierter allerdings die Strecke nach oben. Über eigens einbetonierte Steine und Felsbrocken kämpften sich die Fahrzeuge wieder nach oben. Extrem routiniert trotz starkem Schwanken des Gefährts – gut, dass unser Fahrer die Ausbildung bereits erfolgreich absolviert hatte.

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