Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bürgerbeteiligung, Klima und Verkehrswende

Neujahrs-Kreisversammlung der Grünen mit Augsburgs Zweiter Bürgermeisterin als Gast

Neujahrs-Kreisversammlung der Grünen mit Augsburgs Zweiter Bürgermeisterin als Gast.
+
Neujahrs-Kreisversammlung der Grünen mit Augsburgs Zweiter Bürgermeisterin als Gast.

Mit inhaltlichen und organisatorischen Schwerpunkten der Arbeit im neuen Jahr hat sich der Kreisverband der Grünen bei seiner Neujahrs-Kreisversammlung auseinandergesetzt. Gast bei der virtuellen Veranstaltung mit rund 30 Mitgliedern war die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, die Grüne Martina Wild. Ganz aktuell debattiert wurde die „Papst-Aktion“ der Grünen Jugend, über die Martin Zillner berichtete und die mit einer Podiumsdiskussion weiterverfolgt werden soll.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Gastrednerin Martina Wild ermutigte in ihrer Ansprache die Parteifreund*innen dazu, grüne Ziele offensiv zu vertreten, in den Orten präsent zu sein und so zu zeigen, warum es die Grünen brauche und was Grüne Politik bewirke. „Wir Grüne haben gute Antworten auf viele Probleme“ ermutigte Wild die Zuhörer*innen und betonte, wie wichtig ihr Beteiligung und Integration sei. „Wir arbeiten hart daran, die Demokrotie auf sichere Füße zu stellen, was der Friedensstadt Augsburg auch gut zu Gesicht steht“, so Wild. Aus dem politischen Alltag in Augsburg, wo sie auch Referentin für Bildung und Migration im Stadtrat ist, zeigte sie Beispiele zur Nachahmung auf.

In der anschließenden Debatte der Kreisversammlung wurde vor allem die Idee eines „Büros für Beteiligung“ im Rathaus aufgegriffen. Damit soll eine aktive Bürgergesellschaft unterstützt werden, indem einerseits der Informationsfluss an interessierte Bürger verbessert und andererseits Mitwirkungsmöglichkeiten verstärkt werden. Als Vorbild diene die Stadt Heidelberg. „Wir laden schon die Kinder ein, sich an der Planung ihres Spielplatzes zu beteiligen“, so Wild und erwähnte weitere konkrete Beteiligungsprojekte wie Stadttheater und Gaswerk. 

Auch in der Verkehrswende und der Begrünung der Stadt wollen die Grünen stärkere Akzente setzen. In der Verkehrsplanung müssten Räume und Bedürfnisse der Fußgänger viel stärker gewichtet werden. Dazu müssten auch dem motorisierten Verkehr gewohnte Räume entzogen werden. „Niemand hat das Recht, auf dem Gehweg zu parken, auch wenn das über Jahrzehnte so gemacht wurde“ beschrieb Martina Wild eines der konkreten Hindernisse auf dem Weg zu mehr Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit in der Stadt. Für Gisela Sengl war es wichtig, dass „einfach mal was umgesetzt wird“ und sichtbar werde, welche Vorteile ein Radlweg bringe. Auf die Frage von Rebecca Berger nach der Herangehensweise für mehr Platz für Fahrräder, erläuterte Martina Wild, es gäbe einen Vertrag „da steht ganz konkret drin, wo Radwege sein sollen oder wo und wieviele Bügel angebracht werden und in welchem Zeitraum“. Dazu kämen noch Stellen in der Verwaltung und entsprechende Mittel im Haushalt. 

Der Klimaplan der Stadt Traunstein und der dazu anstehende Bürgerentscheid wird als wichtiger Schritt zu mehr Klimaschutz gesehen, warb die Grüne Zweite Bürgermeisterin von Traunstein, Burgi Mörtl-Körner, die darauf setzt, dass dem Klimaplan mit vielen Stimmen zugestimmt wird.  Einigen „geht das, was Traunstein vorhat, nicht weit genug“, so Helmut Bielenski, der sich bei Scientist for Future für Klartext zum Klimaschutz ausspricht und für ehrgeizigere Ziele eintrat. Klimaschutz schließe auch mehr Bäume in der Stadt ein, ergänzte Gisela Sengl und plädierte für neue Standorte für Bäume, aber auch deren gesicherte Pflege durch fachkundiges Personal. Für eine grünere Stadt brauche es neue Konzepte für Bepflanzung, Durchgrünung und Belüftung und eine stärkere Ausstattung des Bauhofs. Dem stimmte Martin Wild zu und ergänzte, städtisches Grün sei wichtig für kühlere Temperaturen im Sommer, aber auch für Naturschutz und Korridore von innen nach außen, die den Menschen und der Artenvielfalt zugute kämen. 

Ihre Ziele wollen die Grünen unbedingt bei weitestgehender Bürgerbeteiligung umsetzen. Grundsätzlich will man nicht mit Maximalforderungen Blockaden aufbauen, sondern schrittweise vorankommen, Kompromisse schließen und neue Ideen auch mal in zeitlich limitierten Pilotprojekten austesten.

Pressemitteilung Bündnis 90/DIE GRÜNEN Büro Kreisverband Traunstein

Kommentare