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Es gibt noch eine letzte Chance

Sparzwang: Ende für Kulturhaus Chiemgau beschlossene Sache?

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Das Kulturhaus Chiemgau in der Traunerstraße muss aller Voraussicht nach zusperren.

Traunstein - Das "Kulturhaus Chiemgau" ist das jüngste der Traunsteiner Bühnen: Doch Poetry Slam, Konzerte und Theater haben nun dort wohl endgültig ein Ende - die Stadt will sparen. *Mit Voting*

Bereits 20.000 Euro erhielt das Kulturhaus Chiemgau 2016 von der Stadt Traunstein als Förderung - doch die noch dreieinhalb Jahre alte Traunsteiner Theater- und Kulturbühne kommt finanziell auf dem Zahnfleisch daher: Man bat die Stadt um weitere 90.000 Euro an Zuwendungen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Andernfalls droht die vorübergehende Schließung.

"Die Förderung der Stadt wäre aber das finanzielle Fundament, mit dem wir in Ruhe dieser Arbeit nachgehen könnten und mit welchem sich gleichzeitig ein planungssicheres Kulturprogramm erstellen lassen würde", hieß es von Seiten des Kulturhauses Chiemgau. Sowohl der Kultur-, als auch der Finanzausschuss der Stadt verweigerten jedoch der Bühne das Geld.

Der zweite Bürgermeister Hans Zillner meinte in der Kulturausschusssitzung am Dienstag dementsprechend: "Die Veranstalter sollen auch schauen, dass sie wirtschaftlich arbeiten und sich nicht darauf verlassen, dass die Stadt die Defizite ausgleicht. Auf diese Zuschüsse darf man nicht hinarbeiten." 

Zwei Ausschüsse der Stadt sagten schon Nein

Angesichts einer Jahreskaltmiete von rund 62.000 Euro seien die 20.000 Euro an bisher gewährten Zuschüssen der Stadt ein "überschaubarer Betrag" - auch wenn man der Stadt für den Betrag dankbar sei, womit sich "viele kleine Löcher stopfen ließen". Doch nach längerer Überlegung, so das Kulturhaus Chiemgau Ende 2016, sähe man sich gezwungen, die Tore bis auf Weiteres zu schließen. 

Sowohl der Kultur-, als auch der Finanzausschuss verweigerten sich dem zusätzlichen Geld. Im Kulturausschuss stimmten nur die Stadträte Lay und Hadulla für die weitere Unterstützung. Endgültig entscheiden wird der Stadtrat am Donnerstag.

Auch "Nuts" bekommt weniger Geld

Das "Nuts" in der Crailsheimer Straße.

Auch Zuschüsse für das Theater "Nuts" standen in den Ausschüssen zur Debatte: 50.000 Euro plus 15.000 Euro an Vorschüssen bekam das "Nuts" für 2017 von der Stadt zugesichert. Doch für das kommende Jahr will die Stadt nur noch 60.000 Euro an Zuschüssen locker machen: "Alle Fraktionen waren sich bei den Vorberatungen einig, dass man sparen muss, auch wenn wir wegen diesen 5000 Euro kein Haushaltsproblem bekommen werden." Der Hintergrund ist der erst vergangene Woche abgelehnte Haushalt der Stadt mit rund zehn Millionen Euro prognostizierter Neuverschuldung. Alle Beschlüsse stünden deshalb auch unter Vorbehalt.

Für das Jahr 2015 liegen Zahlen zur Wirtschaftlichkeit des "Nuts" vor: Vergleicht man Einnahmen und Ausgaben liegt man 2780 Euro im Minus. "Wenn man wo ansetzte, dann bei den freiwilligen Aufgaben der Stadt, nicht bei den Pflichtaufgaben. Und diese Einsparung ist wirklich moderat", meinte auch Kämmerer Dendorfer. Nur gegen die Stimme von Hadulla wurden 60.000 Euro Förderung für das "Nuts" 2018 beschlossen.

xe

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