Siegfried Walch will es noch einmal wissen

98,52 Prozent der Traunsteiner CSU für amtierenden Landrat

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Siegfried Walch freut sich über die große Zustimmung seiner Parteikollegen.
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Traunstein - Die Kreis-CSU hat am Montagabend (29. Juli) im Brauereiausschank Schnitzlbaumer ihren Landratskandidaten nominiert. Überraschend war für den amtierenden Landrat vor allem die große Zustimmung.

138 Delegierte waren am Montagabend in den Brauereiausschank Schnitzlbaumer gekommen, um ihren CSU Landratskandidaten zu nominieren. Zuerst begrüßte aber der Kreisvorsitzenden und amtierenden Landrat Siegfried Walch alle Anwesenden, bevor er sich und seine Ziele nach der Bildung eines Wahlausschusses noch einmal genau vorstellte. Das Hauptthema dabei: der Bildungscampus.

"Das Thema Bildung steht im Fokus, ganz klar", gibt Walch gegenüber Chiemgau24 zu. Er schränkt aber ein, dass in allen Politikbereichen klar sein muss, "wo wollen wir hin, wo wollen wir stehen". In Sachen Bildungscampus will der Landrat in der beruflichen und akademischen Bildung den Landkreis Traunstein zu einer Leuchtturmregion machen. "Da müssen wir am Ball bleiben", so der 35-Jährige.

Bis 2030 schuldenfrei

Aber auch die bereits angepackten Themen ÖPNV und Kurzzeitpflege-Einrichtung müssten weiter vorangetrieben werden. So soll ein Verkehrsverbund mit dem Berchtesgadener Land und Salzburg und in Zukunft vielleicht auch mit anderen Landkreisen die Verkehrssituation im Landkreis deutlich verbessern. Die geplante Kurzzeitpflege-Einrichtung am Klinikum Trostberg mit den drei starken Partnern Kliniken Südostbayern AG, den Kreisaltenheimen Traunstein und der Wohnungsbau GmbH sei vor allem im sozialen Bereich wegweisend.

"Wir haben in den vergangenen fünf Jahren durchaus sehr erfolgreich gewirtschaftet", bilanziert Siegfried Walch. "Die Schulden sind von 72 Millionen auf 49 Millionen Euro gesunken. Mein Ziel ist es, dass der Landkreis bis 2030 schuldenfrei ist." Ebenso sollen die Gebäude des Landkreises bis 2030 klimaneutral sein. "Wir haben den CO2-Ausstoß in den letzten Jahren von 6000 Tonnen auf 1200 Tonnen, also um 80 Prozent verringert. Diesen erfolgreichen Weg wollen wir weitergehen."

"Ich kann es mir nicht besser vorstellen"

Alles Gründe für den amtierenden Landrat, seine Arbeit fortsetzen zu wollen. Die erste Entscheidung darüber hatten die Delegierten der Traunsteiner CSU. Bei der Wahl entfielen 134 Stimmen auf Siegfried Walch, zwei von den 138 waren ungültig. Gegenkandidaten gab es keinen.

98,52 Prozent, selbst für Walch ein überraschendes Ergebnis. Er zeigte sich nach der Wahl sehr glücklich: "Ich kann es mir nicht besser vorstellen." Seine einzige Gegenkandidatin ist bisher die Grünen Landtagsabgeordnete Gisela Sengl.

Der 35-Jährige wird vorerst weiter seine Arbeit machen, bevor es im neuen Jahr dann in den Wahlkampf geht. CSU-Kreisgeschäftsführer Konrad Baur bezeichnete die Nominierung Walchs als "ersten notwendigen Schritt" in Sachen Kommunalwahl. Anfang November soll die Kreistagsliste aufgestellt werden. "Um Heilig-Drei-König beginnt dann die heiße Wahlkampfphase", so Baur.

cz

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