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Landgericht Nürnberg

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

Grausamer Doppelmord bei Traunstein jährt sich zum 20. Mal

Bekommt Polizei durch moderne Technik neue Erkenntnisse?

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Traunstein/Nürnberg - Am 7. Juni 1997 ereignete sich bei Litzlwalchen ein grausamer Doppelmord. Ein niederländisches Ehepaar wurde erschossen. Anschließend wurde den Eheleuten die Kehle durchgeschnitten und das Wohnmobil mit den Leichen in Brand gesteckt. Der Fall jährt sich am Mittwoch auf den Tag genau zum 20. Mal:

20 Jahre nach dem schrecklichen Verbrechen ist dieses immer noch nicht aufgeklärt. Nach dem Doppelmord, der sich am 7. Juni 1997 gegen 18 Uhr an einem Waldrand neben der B304 bei Litzlwalchen (Gemeinde Nußdorf, Landkreis Traunstein) ereignet hat, sollen der oder die Täter gegen 20 Uhr mit dem Wohnmobil des ermordeten Ehepaars, Harry (63) und Truus (61) Langendonk, weggefahren sein. Das Wohnmobil wurde schließlich bei Nürnberg in Brand gesteckt.

Weitere Ermittlungen der Kripo ergaben, dass am Sonntag, 8. Juni 1997, gegen 2 Uhr nachts, ein Taxifahrer unweit des Brandortes in Nürnberg-Altenfurt, Löwenberger Straße, einen männlichen Fahrgast aufgenommen hatte, der dann am Hauptbahnhof in Nürnberg ausstieg. Von dort aus fuhr diese Person mit einem weiteren Taxi in den Landkreis Traunstein und ließ sich kurz nach 5 Uhr an der Bundesstraße 304 zwischen Aiging und Matzing in der Nähe des Tatortes absetzen. Dort verliert sich seine Spur. Die Polizei sucht diesen Taxi-Fahrgast bis heute!

Nachdem der Fall bereits im Januar diesen Jahres Thema in der TV-Sendung "Mörderjagd – Wie Profiler ermitteln" auf VOX war, erhofft sich die Kriminalpolizei Traunstein, die den Fall weiter als sogenannten "Cold Case" behandelt, nun von moderner Technik neue Hinweise. "Es läuft derzeit ein internationaler Abgleich, ob mit der gleichen Waffe irgendwo anders ein Gewaltverbrechen begangen wurde", sagte Kriminalhauptkommissar Stefan Stampfl dem Portal heimatzeitung.de. Die Tatwaffe wurde jedoch ebenfalls bis heute nicht gefunden und könnte sich daher noch immer in der Hand des/der Täter befinden.

Außerdem würden in einem Speziallabor alte Beweisstücke, wie zum Beispiel der Geldbeutel des Paares, auf DNA-Spuren untersucht. Das Ergebnis hierzu stehe aber noch aus, hieß es weiter. Die Polizei und die Hinterbliebenen haben gemeinsam eine Summe von insgesamt 51.000 Euro als Belohnung ausgesetzt, für Hinweise, die zum Täter führen.

mw

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