Wahlkampf liegt in der Luft

Was bewegt die Traunsteiner? CSU präsentiert Umfrageergebnisse

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Traunstein - Über 15 Fragen, wie die Traunsteiner ihre Stadt einschätzen und 400 der Bögen kamen zurück - OB-Kandidat Hümmer präsentierte nun die Ergebnisse der CSU-Umfrage.

In Traunstein wird gern gelebt, das steht fest: 95 Prozent mögen laut der Umfrage das Leben in ihrer Stadt - für Christian Hümmer ist aber auch klar: "In Traunstein muss anders agiert werden, Entscheidungen müssen besser vorbereitet und besser angegangen werden." Am Donnerstagabend präsentierte der gemeinsame OB-Kandidat von CSU und UW die Ergebnisse der Umfrage im b1-connect an der Bürgerwaldstraße. Über 400 Fragebögen wurden ausgewertet

Hümmer läuft sich schon für den Wahlkampf warm

Christian Hümmer am Donnerstagabend bei der Präsentation der Ergebnisse.

Mit der Stadtverwaltung sind laut der Umfrage 58 Prozent zufrieden, mit der Arbeit des Stadtrates eine knappe Mehrheit von 51 Prozent. Aber könnten CSU und UW mit ihrer Mehrheit im Stadtrat die Politik nicht jetzt schon ändern? "Zwei Drittel der Themen werden vom Oberbürgermeister gesetzt", meint Hümmer. Es käme auch darauf an, wie die Vorlagen für den Stadtrat formuliert wären - aber er stellt auch klar: "Der Stadtrat ist ja kein Parlament mit Parteigrenzen. Ich denke Kommunalpolitik vom Standpunkt der Bürger aus, nicht von der Vorlagen der Verwaltung." Der Wahlkampfauftakt lag hörbar in der Luft.

Nach den Ergebnissen gibt es ein überragendes Thema, das für die Traunsteiner wichtig ist: Wohnraum und Baugrund. Jeder Vierte stimmte dafür. Zweitwichtigstes Thema mit nur noch zwölf Prozent ist das Parken, gefolgt von Jugendlichen, Verwaltung/Stadtpolitik, Verkehr und Innenstadt. Eine deutliche Mehrheit von 86 Prozent ist der Meinung, dass es in Traunstein zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt. "Das letzte Einheimischenmodell gab es 2013 und das geplante in Traunstorf ist bis heute nicht am Netz", so Hümmer.

Kinderbetreuung gut bewertet, Parken und Jugend-Angebote schlecht

Während die Kinderbetreuung im Vorschulalter noch gut wegkommt - nur zwölf Prozent sind mit Angebot und Öffnungszeiten unzufrieden - schaut es beim Parkplatzangebot schon anders aus: zwei Drittel der Befragten sehen hier Handlungsbedarf. Viel Raum in der Diskussion mit den 60 Besuchern nahm das Thema Radfahren in der Stadt ein. Sowohl bei der Veranstaltung, als auch in der Umfrage wurden vor allem mehr Radlwege angemahnt.

Mit 60 Prozent herrscht nach den Ergebnissen auch beim Angebot für Jugendliche überwiegend Unzufriedenheit. Durch den geplanten Bildungs-Campus könnte sich mit steigender Nachfrage zwar auch das Angebot wieder erhöhen, vermutet Hümmer - "aber wir müssen auch schauen, dass Nachtlokale wie das Kafka oder die Festung ihre Genehmigung behalten können. Und wir haben kein Stadtfest mehr, vielleicht ließe sich das ja auch ändern."

Hümmer: "Sparkasse soll in der Innenstadt bleiben"

Zur Sprache kamen auch die heißen Eisen Klosterkirche ("Wir dürfen nie wieder mit dem Bauen beginnen, ohne zu wissen, wie wir es nutzen") und das Jugendzentrum. Der Bau des JuZ sei nicht am Bürgerentscheid der JU gescheitert, nur an der Umsetzung, so Hümmer. Aber auch er spricht sich dagegen aus, das Jugendzentrum mit in den Bildungs-Campus westlich des Bahnhofs zu integrieren: "Ein JuZ funktioniert auch wo anders, der Bildungs-Campus funktioniert aber nur am Bahnhof.

Auch zum möglichen Neubau der Sparkasse am südlichen Ortsrand bei Seiboldsdorf äußerte sich Christian Hümmer noch. Die Bank denkt hier über ein großes Verwaltungsgebäude nach. "Die Sparkasse muss schauen, dass die Verwaltung in der Innenstadt bleibt. Es wird nicht funktionieren, dass nach dem Handel auch die Verwaltung aus der Stadt herausgeht, nur wegen des Arguments der Parkplätze." 

xe

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