Großprojekt am Klosterberg versucht neuen Anlauf

Parkhaus "von der Intensivstation wiederbelebt"

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Das frühere Elektrizitätswerk am Klosterberg wollte Investorin Singer im Gegenzug abreißen lassen. Bis 1893 war es eine Mühle. Heute ist eine evangelische "Freikirche" untergebracht.
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Traunstein - Das Projekt für ein Parkhaus am Klosterberg nimmt nun doch Fahrt auf: Die Bauherrin startet einen neuen Anlauf. 

Erst im September schien das Projekt gescheitert zu sein: Weil es der Stadtrat mit knapper Mehrheit ablehnte, die Gelder für die nötigen Gutachten vorzufinanzieren, war das Parkhaus am Klosterberg erstmal von der Bildfläche verschwunden. Nun aber bringt Irmengard Singer, Eigentümerin des alten Elektrizitätswerks, auf dessen Grund das Parkhaus gebaut werden soll, die Gelder selbst auf. Der Aufstellung des Bebauungsplanes scheint nichts mehr im Wege zu stehen.

Am Dienstagnachmittag stimmte der Planungsausschuss im ersten Schritt einstimmig zu. Auch der Stadtrat muss in der kommende Woche noch zustimmen. Der Tenor der Gutachten zu Lärm, Verschattung, Geologie und Verkehr könnte zum Knackpunkt werden, auch die Abstandsflächen zu den Nachbargebäuden spielen eine große Rolle. Auch die Öffentlichkeit soll demnächst beteiligt werden.

Auch der Stadt wäre mit den Parkplätzen geholfen

"Es ist sehr positiv, dass wir einen Schritt weiter sind. Das Projekt wurde von der Intensivstation wiederbelebt", so Christian Hümmer, der auf die September-Stadtratssitzung anspielte, die "in verschiedener Hinsicht unglücklich gelaufen" sei. Eine Mehrheit für die Vorfinanzierung des Parkhauses kam damals wohl auch deshalb nicht zusammen, weil eine ganze Reihe von Stadträten fehlte. 

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Die Bauherrin will am Klosterberg ein fünfstöckiges Parkhaus mit über 200 Stellplätzen bauen. Ein Aufzug soll das Parkhaus direkt mit der Schaumburger Straße verbinden, was für die Geschäfte im Stadtzentrum von Vorteil wäre. Auch die Stadt wäre geholfen, denn in unmittelbarer Nähe zum "Kulturforum Klosterkirche" wären dann plötzlich viele Parkplätze vorhanden. Außerdem würde die für Anwohner in der unteren Stadt oft schwierige Parksituation vereinfacht. 

xe

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