Wegen großem Neubau müssen beide raus

Was passiert mit den Filialen von Post und Postbank am Bahnhof?

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Die Zukunft der Postbank-Filiale und der Postfächer ist noch nicht geklärt. 
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Traunstein - Ende Juni 2018 müssen Post und Postbank raus aus dem Block am Bahnhof - doch wie geht es für beide Firmen und deren Kunden dann in Traunstein weiter?

Der traditionelle Standort der Post am Traunsteiner Bahnhof wird im kommenden Jahr Geschichte sein: Ein großer Geschäftsneubau wird entstehen, der das Gesicht des Areals verändern wird. Schluss ist dann auch für Postbank und Post, die dort momentan beheimatet sind - Ende Juni laufen die Mietverträge aus. Auch ist klar, dass man sich nach der Fertigstellung dort nicht wieder einmieten wird. 

Wer bisher dachte, er hat seine Pakete im grauen Block am Bahnhof bei der Post abgegeben, täuscht sich ohnehin: So, wie man auch im Edeka Kaserne, dem "Asia Shop" an der Chiemseestraße, beim Lampen Machatschek oder im Kaufland-Kiosk Pakete abgeben kann, geht es eben auch bei der Postbank am Bahnhof - sie ist nur eine von vielen Partnern der Post mit der Möglichkeit zur Briefabgabe. Beide Firmen haben nichts miteinander zu tun. Genau genommen ist es also eine Bankfiliale, in der man eben auch Briefmarken aufklebt.

Diese Dinge sind noch unklar 

Dieser Neubau entsteht am Bahnhof. Postbank und Post müssen bis Ende Juni 2018. ausziehen. 

Zwei Dinge sind derweil noch nicht geklärt: Erstens weiß die Postbank noch nicht sicher, wo sie nach dem Auszug am Bahnhof hin soll. "Hinsichtlich des Verbleibs unserer Filiale in Traunstein laufen derzeit Verhandlungen und Überlegungen", heißt es von der Postbank-Pressestelle. Die Dienstleistungen der Post will man aber weiterhin anbieten (siehe unten). Zweitens weiß die Post noch nicht, wo sie künftig die Postfächer ihrer Kunden unterbringen wird.

"Wir haben keine Anhaltspunkte, dass die Postbank in ihrer künftigen Filiale nicht mehr mit uns zusammenarbeitet. Das wäre Spekulation", so Dieter Nawrath, Pressesprecher der "Deutsche Post DHL Group". Falls die Kooperation künftig nicht mehr klappen sollte, müsse die Post eben ein anderes Geschäft finden, wo Kunden Briefe und Pakete aufgeben können.

Zentrum der Post künftig im neuen Gewerbegebiet

Wie viele solcher Filialen die Post anbieten muss, ist klar geregelt: In der sogenannten Post-Universaldienstleistungsverordnung steht, dass in Gemeinden mit über 4000 Einwohnern und "zentralörtlichen Funktionen" ein Kunde maximal zwei Kilometer von der nächsten "stationären Einrichtung" entfernt sein darf, zumindest in zusammenhängend bebauten Gebieten. 

Für den "Zustellstützpunkt" der Post, die Basis der Briefträger und Paketfahrer, gibt es dagegen schon einen neuen Platz: Bereits Anfang Oktober war Spatenstich im neuen Gewerbegebiet südlich von Haslach. Von dort aus werden künftig Traunstein, Siegsdorf, Bergen, Surberg und Vachendorf beliefert. 8000 Quadratmeter misst dort das künftige Zentrum der Post. 

xe

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