Asylbewerber: Neue Unterkunft in Traunstein

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Traunstein - Die Zahl der Flüchtlinge im Landkreis wird sich bis zum Jahresende verdoppeln. Daher soll nun in Traunstein eine Gemeinschaftsunterkunft eingerichtet werden.

Wie die Bayernwelle SüdOst berichtet, soll diese Unterkunft in einem Gebäude der Telekom in der Seuffertstraße entstehen. Der Landkreis wolle dieses in Kürze erwerben. Landratsamt-Pressesprecher Roman Schneider betonte im Gespräch mit der Bayernwelle, dass man die rund 160 Flüchtlinge auf keinen Fall in Turnhallen, sondern in einer menschenwürdigen Umgebung unterbringen werde. Bei den Flüchtlingen handle es sich um Menschen aus Kriegsgebieten. "Würde es sich nicht um Kriegsflüchtlinge handeln, hätten wir uns mit Händen und Füßen gegen die Unterbringung gewehrt", so Schneider im Gespräch mit chiemgau24.de.

Dies hatte Siegfried Walch in der Kreisausschuss-Sitzung am Mittwoch bereits angekündigt. "Wenn wir jetzt Personengruppen, die nur über die kalten Monate zu uns kommen und sich an den Sozialleistungen bedienen, Kapazitäten bereitstellen, dann hat das nichts mehr mit Asyl zu tun." Man brauche die Plätze für Kriegsflüchtlinge, für Leute, die um Leib und Leben fürchten und "nicht für diejenigen, die Sozialleistungen bei uns abgreifen wollen." Walch spielte damit auf die Pläne der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller an, die jetzt auf die Kapazitäten des Winternotfallplans zurückzugreifen will, weil derzeit immer mehr Asylbewerber aus dem Kosovo nach Bayern kommen.

In Raubling wird dieser Plan bereits in die Tat umgesetzt. Dort sollen insgesamt 190 Flüchtlinge in der Sporthalle des Gymnasiums unterkommen. Die Ankunft der ersten Asylbewerber wird für Samstag erwartet.

In Kürze soll auch eine Info-Veranstaltung für die Traunsteiner Bürger zu diesem Thema stattfinden.

Aus dem Video-Archiv:

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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