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„Ein Glücksfall für Traunreut“

Podiumsdiskussion zur Bedeutung des Museums DASMAXIMUM für die Stadt Traunreut und den Landkreis Traunstein

Bei der Podiumsdiskussion im Tageslichtmuseum DASMAXIMUM KunstGegenwart: (sitzend: freier Journalist Axel Effner, Moderator der Veranstaltung; Dr. Birgit Löffler, Sachgebietsleiterin Kultur am Landratsamt Traunstein; Erster Bürgermeister Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat; Dr. Maria Schindelegger, Direktorin DASMAXIMUM Rechts stehend José Hazañas, Erster Vorstand Freundes- und Förderkreis DASMAXIMUM. Im Hintergrund das Bild Fishing Yellow, 2008 von Imi Knoebel.
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Bei der Podiumsdiskussion im Tageslichtmuseum DASMAXIMUM KunstGegenwart: (sitzend: freier Journalist Axel Effner, Moderator der Veranstaltung; Dr. Birgit Löffler, Sachgebietsleiterin Kultur am Landratsamt Traunstein; Erster Bürgermeister Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat; Dr. Maria Schindelegger, Direktorin DASMAXIMUM Rechts stehend José Hazañas, Erster Vorstand Freundes- und Förderkreis DASMAXIMUM. Im Hintergrund das Bild Fishing Yellow, 2008 von Imi Knoebel.

2011 eröffnete das vom legendären Sammler und Kunstmäzen Heiner Friedrich gestiftete Museum DASMAXIMUM in Traunreut. Nachdem 2021 das 10-jährige Bestehen des Museums gefeiert werden konnte, schien es an der Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Der Freundes- und Förderkreis DASMAXIMUM e.V. lud zu einer Gesprächsrunde, in der die Bedeutung des Museums für die Stadt Traunreut und den Landkreis Traunstein diskutiert werden sollte. Als Vertreter der Stadt sprach Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat gleich zum Auftakt von einem „Glücksfall“ für Traunreut, auf den man aufbauen könne. Er pflichtete Moderator Axel Effner bei, dass sich gemeinsam mit der zweiten Kulturinstitution von überregionaler Bedeutung, dem Kultur- und Veranstaltungszentrum k1, ein neuer Markenkern der Stadt ergebe. Auch im Zuge der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen werde das große Potential kultureller Kooperationen deutlich, wie man sie aktuell im Projekt der Kulturpassage entwickle.

In diesem Zusammenhang betonte DASMAXIMUM Direktorin Dr. Maria Schindelegger das Alleinstellungsmerkmal von Traunreut als Stadt der modernen und zeitgenössischen Kultur im Gegensatz zu den umliegenden geschichtsträchtigen Orten. Traunreut sei auch kulturell das „junge Gesicht“ des Chiemgau. Zugleich bilde DASMAXIMUM aber auch die Brücke zur Stadtgeschichte. So habe das Museum ehemalige Werkshallen der MUNA bezogen, wo später auch der legendäre Spatz produziert wurde. Mit dem ehemaligen Schulgebäude Heiner Friedrichs aus Altenmarkt, das nunmehr das Werk des amerikanischen Lichtkünstlers Dan Flavin beherbergt, gehöre DASMAXIMUM zur „DNA Traunreuts“ wie Effner formulierte. Dangschat betonte, dass der noch wichtigere Bezug zur Stadt aber über die Projekte des Museums entstehe, von denen zahlreiche soziale Einrichtungen und Bildungsorte der Stadt profitieren.

Dr. Birgit Löffler, ehemalige Gründungsdirektorin und nunmehr Kulturreferentin des Landkreis Traunstein schlug in dieselbe Kerbe und stellte einige der noch unter ihrer Ägide realisierten Projekte vor. Als Vertreterin des Landkreises kämpfe sie ebenfalls dafür, dass Kultur nicht rein als Freizeitvergnügen wahrgenommen werde, sondern für sich einen wichtigen Wert darstelle. Maria Schindelegger betonte in diesem Zusammenhang das besondere Museumskonzept des DASMAXIMUM, in dem es nicht um den schnellen Konsum von Kunst, sondern um die intensive Kunsterfahrung gehe. Gerade hier sei auch der Ort, das großzügige Gelände mit Wald und Wiese, die Lage abseits der großen Kunstzentren im Herzen Traunreuts von Bedeutung, um zur Ruhe zu kommen, sich auf die Kunst einzulassen. Auch sie sieht Nachholbedarf gerade im Bereich des Tourismus, der sich in der Region Chiemgau vor allem auf Berge, Seen und bayerische Traditionen berufe.

Andreas Bratzdrum, Bürgermeister von Tittmoning und Vertreter des Steuerkreises LEADER, verwies aus dem Publikum auf die Bedeutung sich untereinander zu vernetzen, ein Anliegen, dem Birgit Löffler und Maria Schindelegger nur beipflichten konnten. Als letzter wichtiger Punkt wurde Kultur als wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von Fachkräften diskutiert. Die Arbeitswelt habe sich verändert – so Effner -, viele Mitarbeiter seien nicht mehr an ein Büro gebunden und könnten ihren Wohn- und Arbeitsplatz frei wählen. Gerade für eine junge, gut ausgebildete Generation spiele eine kulturelle Infrastruktur eine wichtige Rolle.

Pressemitteilung Dr. Maria Schindelegger

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