Optimale Passform dank des SimBrace® - Verfahrens von Pohlig 

Skoliose – Mit dem Korsett durch die Pubertät

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Traunstein - Eine Skoliose kann jeden treffen. Vor allem Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren leiden unter der sogenannten Wirbelsäulenverkrümmung. Wir klären auf, was sich hinter dieser Erkrankung verbirgt und wie sie erfolgreich therapiert werden kann.

Was ist eine Skoliose? 

Als Skoliose bezeichnet man eine dreidimensionale Verbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper, die nicht mehr vollständig aufgerichtet werden können. Dadurch kommt es zu dem typischen Bild der Skoliose mit dem kosmetisch störenden Rippenbuckel und Lendenwulst sowie zu Veränderungen an Schultern und Becken. Die Folgen sind eine deutlich eingeschränkte, körperliche Leistungsfähigkeit und somit eine Einschränkung der Lebensqualität. 

Hinweise auf eine Skoliose

  • Unterschiedliche Höhe der Schultern
  • Deutliches Hervorstehen eines Schulterblatts
  • Schiefe Kopfhaltung
  • Ungleich geformte Taille
  • Beim Bücken werden ungleich hohe Rippen (Rippenbuckel) erlennbar
  • Schmerzen im Rücken

Korsett-Therapie

In jungen Jahren ist die Wirbelsäule in ihrem Wachstum noch formbar und kann mithilfe eines individuell angepassten Korsetts korrigiert werden. Parallel wird regelmäßige Physiotherapie angeraten. Das Korsett besteht aus elastischem Plastik und schließt sich maßgeschneidert um den Rumpf. Mithilfe von eingearbeiteten Druckpolstern (Pelotten) und Freiräumen wird die Wirbelsäule wieder aufgerichtet.

Mehr Lebensqualität mit dem richtigen Korsett

Behandlungsverlauf

Ergeben sich bei der körperlichen Untersuchung durch den Arzt Anhaltspunkte für eine Skoliose, sollte eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule gemacht werden. Wird ein Korsett benötigt, legt der Arzt gemeinsam mit dem Orthopädietechniker den Korsetttyp sowie das Behandlungskonzept fest. In einem Aufklärungsgespräch wird der Patient bzw. die Patientin über die verschiedenen Physiotherapieformen und die Anwendung des Korsetts informiert.

Vom 3D-Scan zum fertigen Korsett

Um ein maßangefertigtes Korsett herzustellen, nutzt die Pohlig GmbH ein innovatives Verfahren, mit dem die Funktion des Korsetts überprüft werden kann, bevor es für den Patienten bzw. die Patientin angefertigt wird. Anstelle eines händischen Gipsabdrucks, der mit viel Zeit, Aufwand und Schmutz verbunden ist, sorgt nun ein Simulationsgerät für die optimale Korrektur der Wirbelsäule.

Zunächst  wird das Simulationsgerät an den Patienten bzw. die Patientin angelegt. Zusammen mit einem Physiotherapeuten wird nun der Rumpf korrigiert, bis die gewünschte Funktion und das bestmögliche Ergebnis vorliegen. Diese Stellung wird dann per Scanner digital erfasst und dokumentiert.

Das Korsett kann dank des SimBrace®- Verfahrens noch präziser und ohne den herkömmlichen Gipsabdruck erstellt werden. Bei der Anprobe ist dann im Normalfall nur noch ein minimales fine tuning notwendig. 

Eingewöhnungs- und Tragezeit

Der Patient bzw. die Patientin benötigt Zeit, um sich mit dem neuen Körpergefühl im Korsett vertraut zu machen. Auch die Akzeptanz innerhalb des sozialen Umfeldes spielt eine wesentliche Rolle. Es ist wichtig, dass Freunde und Familie mit der neuen Situation vertraut gemacht werden. 

Der Patient  bzw. die Patientin sollte außerdem lernen, in die Freiräume innerhalb des Korsetts hineinzuatmen, um so die Korrektur zu verstärken. Hier sollte der Therapeut bzw. die Therapeutin helfen, die Bewegungsmöglichkeiten mit dem Korsett voll auszuschöpfen

Auch wenn das Korsett  täglich konsequent getragen wird, sollte die Korrekturfunktion der Orthese mit einer passenden Physiotherapie unterstützt werden.

In regelmäßigen Abständen, kontrolliert der Arzt mithilfe von Röntgenbildern den Heilungsverlauf. Ist die Wirbelsäule durch das Korsett ausreichend korrigiert, kann die Tragedauer stundenweise reduziert werden. 

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