CSU Ortsverband Traunstein:

Politischer Frühschoppen mit Peter Ramsauer

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Politisches Frühschoppen mit Peter Ramsauer

Traunstein - Gut besucht war der politische Frühschoppen, den der CSU Ortsverband Traunstein am späten Sonntag Vormittag im Sailer Keller veranstaltet hat. Mit dabei war auch Peter Ramsauer:

Mit dazu beigetragen hat sicher auch die Zusage von MdB Dr. Peter Ramsauer, der neben einem Aufruf, die beiden CSU-Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters und des Landrats, Wolfgang Osenstätter und Siegfried Walch zu unterstützen, vor allem auch Eines auf dem Herzen hatte: Die Bürger zur Wahl aufzurufen und zu ermutigen, vom persönlichen Wahlrecht gebrauch zu machen. OB-Kandidat Osenstätter machte in seiner persönlichen Vorstellung nochmals deutlich, dass er beruflich als selbständiger Schreinermeister aber auch als Privatperson tief und umfassend in Traunstein verwurzelt ist. Ohne direkte Angriffe auf die politischen Mitbewerber ging er nochmals auf die großen Sachthemen der Traunsteiner Kommunalpolitik der vergangenen Jahre ein.

Bilder: CSU- Frühschoppen mit Peter Ramsauer

In seiner Rückschau betonte er unter anderem, dass die CSU-Fraktion im Traunsteiner Stadtrat bei der „Gaudi mit der Klosterkirche“ immer schon gegen einen zu umfassenden Aus- und Neubau gewesen war. Die Stadt Traunstein habe – gerade im Hinblick auf die unkalkulierbaren Folgekosten – „keine Million übrig.“ Eindringlich wies er nochmals auf die Notwendigkeit hin, im Süden Traunsteins Gewerbe anzusiedeln. Traunstein solle sich als „grüne Stadt“ weiterentwickeln, betonte er im Hinblick auf die Planungen im Rahmen der Landesgartenschau-Bewerbung. „Aber wir brauchen auch hochqualifizierte, innovative Arbeitsplätze“ so Osenstätter, der vor einem Wegzug junger Menschen warnte, die in der Stadt keine geeigneten Arbeitsplätze finden würden.

Nicht mit Kritik sparte er am Projekt Güterhalle, wo er der Realisierung eines Zentrums für alpenländisches Bauen im Umfeld des Gebäudes wenig Chancen einräume. Die Gebäudesanierung der Güterhalle benannte er mit vier Millionen Euro, die in Aussicht gestellten Fördermittel der Städtebauförderung seien kein entscheidendes Argument für eine teure Sanierung: „Das sind auch unsere Steuergelder.“ Im Nachgang wurden nochmals die CSU-Kandidaten für den Traunsteiner Stadtrat vorgestellt, dem später auch die Vorstellung der Kreistagskandidaten folgten. Er lobte den guten Zusammenhalt und das „füreinander einstehen“ der Kandidaten und fügte hinzu: „Nach der Wahl gibt es auf jeden Fall eine große Wahlparty.“

Ein besonderes Lob erhielten die CSU-Kandidaten vom heimischen Bundestagsmitglied Dr. Peter Ramsauer, der als Redner zu dem Frühschoppen geladen war. Es sei eine sehr gute Mischung was das Alter und die Berufe der Kandidaten angehe. OB-Kandidat Osenstätter und Landratskandidat Siegfried Walch attestierte er, dass sie das Zeug zu dem jeweiligen Amt hätten. Gerade die vielen Mitglieder der Jungen Union ermutigte er, sich weiter in die Politik einzubringen und erinnerte daran, dass er selbst vor 42 Jahren im Sailer Keller Mitglied der JU geworden sei. „Hängt euch rein- aber mit der richtigen Begründung! „ ermutigte er die jungen Leute in ihrem politischen Engagement nicht nachzulassen und sich gleichzeitig in Sachthemen umfassend zu informieren.

Eindringlich forderte Ramsauer, der im neuen Bundestag in Berlin den Vorsitz im Ausschuss für Wirtschaft und Energie innehat, die Anwesenden auf, sich an der kommenden Wahl zu beteiligen. Es sei auch gerade in der Kommunalpolitik nicht egal, wer regiere. „Überlassen sie die eigene Zukunft nicht den anderen“ sagte der heimische Bundestagsabgeordnete, der für die Christlich-Soziale Union in Anspruch nahm, dass sie als einzige echte Volkspartei eine „Politik aus einem Guss“ von der Kommunal-, über die Landes- und Bundespolitik bis hin zur Europapolitik mache.

Im Rahmen der Diskussionen um eine existenzbedrohende Kostenerhöhung für freiberuflich arbeitende Hebammen gab OB-Kandidat Osenstätter im Nachgang der Hebamme Susanne Deckert die Gelegenheit, die berufliche Situation von Hebammen darzustellen. Die Kosten für Haftpflichtversicherungen seien exorbitant gestiegen, die Haftungsdauer betrage derzeit 30 Jahre. „Wir fordern eine Deckelung der Haftpflichtschäden für Hebammen und eine Zurücksetzung der Haftungsdauer auf 10 Jahre“ so die Hebamme, die darauf hinwies, dass die Thematik ein gesamtgesellschaftliches Problem sei. Dem heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer übergab sie eine entsprechende Unterschriftenliste.

In der anschließenden Diskussion wurden Themen wie der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft und die dringliche Bitte einer Anwohnerin in der Daxerau besprochen, die sich über die Jahrzehnte lange Lärmbelästigung durch den zunehmenden Verkehr Nahe der Auffahrt zur Südspange an der B306 beschwerte. Osenstätter machte deutlich, dass dieses Thema auch die Hinzuziehung des Straßenbauamts erfordere und man in den vergangenen Jahren insbesondere auch die Entwicklung der Verkehrsströme beobachtet habe. Er wolle aber die Nöte und Sorgen der Bürger ernst nehmen und sich darum kümmern betonte der CSU-Kandidat.

awi

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