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Wie Kinder Suchtprobleme besser lösen

Projekt „Trampolin-Mind“ startet im März in der Caritas Suchtprävention Traunstein

Mit „Trampolin-Mind“ bietet die Caritas Suchprävention im Caritas-Zentrum Traunstein ein neues Projekt für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahre an.

Traunstein – „Trampolin“ ist ein Gruppenprogramm für Kinder aus Familien, in denen Alkohol und/oder Drogen eine Rolle spielen. Zwischen dem 9. März und dem 11. Mai finden im Caritas-Zentrum Traunstein jeweils am Mittwoch zwischen 16 und 18 Uhr neun Treffen statt.

In „Trampolin“ erhalten die Kinder Informationen zu Suchtmitteln und sie lernen, wie sie Probleme besser lösen können. Sie werden außerdem gute Eigenschaften an sich entdecken und erfahren, wie wertvoll sie sind. Das neue Programm „Trampolin-Mind“ ist eine Erweiterung von „Trampolin“: Hier werden neben den „Trampolin“-Übungen zusätzlich Achtsamkeitsübungen durchgeführt. Durch Achtsamkeitsübungen können Kinder lernen, Stress und Belastungen besser bewältigen zu können. Auch die Eltern können mitmachen: Sowohl in „Trampolin“ als auch in „Trampolin-Mind“ gibt es Sitzungen speziell für die Eltern.

So läuft das Projekt „Trampolin-Mind“ ab

Wie läuft „Trampolin-Mind“ ab? Wenn Eltern selbst und ihr Kind am Projekt teilnehmen möchten, bestimmt zunächst der Zufall, ob ein Kind bzw. die Eltern an „Trampolin-Mind“ oder am originalen „Trampolin“-Programm teilnehmen werden. Beide Programme sind qualitativ hochwertig und werden bei der Caritas angeboten, damit sie miteinander verglichen werden können.
Die beiden Gruppen für die Kinder finden ein- oder zweimal pro Woche statt und erstrecken sich über einen Zeitraum von max. neun Wochen (je nachdem, wie oft die Gruppe in der Woche angeboten wird). Alle Gruppenstunden dauern jeweils 120 Minuten. Für Eltern gibt es zwei Gruppenstunden, die ebenfalls jeweils 120 Minuten dauern. Die erste Sitzung findet zu Beginn der Kinder-Gruppenstunden statt, die zweite Sitzung zum Ende der Kinder-Gruppenstunden.

„Trampolin-Mind“ wir durch das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung begleitet

„Trampolin-Mind“ ist ein Projekt des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung der Katholischen Hochschule NRW und wird im Rahmen des Forschungsverbundes „IMAC-Mind: Verbesserung der psychischen Gesundheit und Verringerung von Suchtgefahr im Kindes- und Jugendalter durch Achtsamkeit: Mechanismen, Prävention und Behandlung“ durchgeführt.

Das „Trampolin“-Programm wurde gemeinsam vom Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung der Katholischen Hochschule NRW und dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entwickelt. „Trampolin-Mind“ soll besser werden, deshalb untersucht das Forschungsteam des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung seine Wirksamkeit. Dazu ist es wichtig, dass das Kind und die Eltern dreimal an einer Befragung teilnehmen. Einmal vor Beginn des Gruppenprogramms, einmal direkt danach und noch einmal sechs Monate später. Die Befragung des Kindes findet in Form eines Interviews statt. Die Befragung des Elternteil findet mithilfe eines schriftlichen Fragebogens statt, um die Qualität von „Trampolin-Mind“ langfristig zu sichern und immer besser werden zu lassen.

Das „Trampolin“-Programm ist für die Familie kostenlos. Für die Teilnahme an den Befragungen erhält das Kind pro Interview einen Gutschein im Wert von zehn Euro. Diesen wird das Kind jeweils zum Ende des Befragungstermins erhalten. Nimmt das Kind an allen drei Terminen teil, erhält es insgesamt Gutscheine im Wert von 30 Euro.

Gruppenbezogene Ergebnisse werden von Experten bewertet

Die Auswertung der Angaben erfolgt durch das Forschungsteam vom Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung. Sie sind die einzigen, die Einblick in die Originaldaten erhalten. Alle sind zur Vertraulichkeit verpflichtet. Es werden nur gruppenbezogene Ergebnisse ausgewertet, die keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen. Für Forschungszwecke werden die Gruppenauswertungen durch das Forschungsteam in anonymisierter Form verarbeitet und genutzt. Das Vorgehen ist mit der Datenschutzbeauftragten der Katholischen Hochschule NRW abgestimmt. So sind Vertraulichkeit und Datenschutz jederzeit gewährleistet.

Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kontaktiert die Ansprechpartnerinnen bei der Caritas Suchtprävention Barbara Höglauer (barbara.hoeglauer@caritasmuenchen.de) oder Lisa Haunerdinger (lisa.haunerdinger@caritasmuenchen.de), um die genauen Termine und weitere Informationen zu den beiden „Trampolin“-Programmen zu erhalten.

Bjr

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Alexander Heinl

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