Manager soll in Rosenheim zwei Kinder missbraucht haben

"Wollte die nackten Körper von Kindern in Natur sehen"

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Traunstein/Rosenheim - Seit Dienstag muss sich ein 52-Jähriger kaufmännischer Angestellter wegen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor dem Traunsteiner Landgericht verantworten.

Ein Münchner vergriff sich in seinem Haus in Rosenheim an zwei sieben und fünf Jahre alten Nachbarmädchen. Über 10.000 Kinderpornos soll er in über drei Jahren aus dem Internet heruntergeladen haben, bis er die nackten Körper der Kinder "in Natur sehen" wollte, habe er gegenüber einem Gutachter geäußert.

Vor Gericht ließ er über seinen Verteidiger Harald Baumgärtl aus Rosenheim die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft einräumen. Ihm tue leid, was er den Kindern zugefügt hat, ließ er über den Rechtsanwalt mitteilen. 

Der 52-Jährige Manager habe einen Täter-Opfer-Ausgleich mit einem Schmerzensgeld von 12.500 Euro angeboten, worauf die Nebenklagevertretung jedoch nicht reagiert habe.

"Wenn du etwas sagst, wird es Probleme geben"

Diese Worte soll der Angeklagte laut eines Nachbarkindes gesagt haben um seine Taten zu vertuschen, bis die Kleine sich schließlich ihrer Mutter anvertraut hat. Nach einer kurzen Pause dann auch ihre Schwester.

Die Kinder leiden heute noch unter der Tat, haben sich in ihrem Verhalten verändert.

Das Urteil wird am Freitag, 3. August verkündet. **Wir werden von vor Ort berichten**

Rubriklistenbild: © picture alliance / Karl-Josef Hi

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