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Prozess am Landgericht Traunstein

Anklage wegen versuchten Mordes: Waldkraiburger (21) raste mit Absicht in den Gegenverkehr

Schwerer Verkehrsunfall auf St2352 zwischen Mühldorf und Waldkraiburg ereignete sich am Mittwochabend (23. März) gegen 20.10 Uhr.
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Auf der St2352 zwischen Mühldorf und Waldkraiburg soll der Angeklagte im März 2022 bewusst in den Gegenverkehr gelenkt haben.

Traunstein/Mühldorf - Der zweite Prozesstag am Landgericht Traunstein findet erst am 22. Dezember statt. Ein Waldkraiburger (21) soll mit Absicht in den Gegenverkehr gerast sein, um Selbstmord zu begehen. Jetzt steht der psychisch Erkrankte wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Update, 9.30 Uhr - Prozesstermin abgesagt

Der zweite Verhandlungstag um die Anklage gegen einen 21-jährigen Waldkraiburger wegen versuchten Mordes musste abgesagt werden. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 22. Dezember angesetzt.

Vorbericht

Am Abend des 23. März 2022 soll ein psychisch erkrankter Waldkraiburger beschlossen haben, sich selbst umzubringen. Der 21-Jährige soll dazu auf der St2352 bei Mühldorf mit Absicht mit seinem Audi in einen entgegenkommenden BMW gefahren sein. Nur durch Zufall wurde bei dem Unfall niemand schwer oder gar tödlich verletzt. Am heutigen Donnerstag (15. Dezember) startet der zweite Prozesstag am Landgericht Traunstein - dieses Mal in den Räumlichkeiten des Amtsgerichts in Laufen - um 9.30 Uhr.

Die Ursache des Unfalls laut Aussagen des Angeklagten? Ein psychotischer Schub, den er während der Fahrt erlitten hätte. Er höre dann Stimmen, so der Waldkraiburger am Prozessauftakt am 8. Dezember. Verteidiger Baumgärtl erklärte, dass sich der Angeklagte an den Tag bis zum Unfall nicht mehr erinnere. Erst als der Waldkraiburger nach dem Unfall zum Selbstmord in den Innkanal sprang, sei ihm gekommen, „was ich da für einen Blödsinn mache“.

Noch im April, nach dem Unfall, sagte der Angeklagte gegenüber einem Richter: „Ich wollte mich umbringen und bin mit 140 km/h gefahren. Es war mir egal, ob dabei jemand verletzt oder getötet wird.“

Der Beschuldigte habe tödliche Verletzungen seines Freundes - der als Beifahrer mit im Auto saß - und des entgegenkommenden Autofahrers billigend in Kauf genommen, so Staatsanwalt Richter. „Er nutzte auch die seit Beginn des Angriffs fortbestehende Arg- und Wehrlosigkeit der beiden gezielt aus. Die sich in Sicherheit wähnenden Geschädigten hatten daher keine Möglichkeit, dem Angriff auf ihr Leben zu entrinnen.“

Der Waldkraiburger ist laut der Staatsanwaltschaft Traunstein verdächtig, „im Zustand der Schuldunfähigkeit“ dazu angesetzt zu haben, zwei Menschen zu töten. Der 21-Jährige ist angeklagt wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und schwerem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Infolge seines Zustandes seien laut Staatsanwaltschaft erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten. Deshalb sei er für die Allgemeinheit gefährlich.

Für die Verhandlungen sind insgesamt drei Termine angesetzt.

***chiemgau24.de berichtet aus dem Gerichtssaal.***

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0800-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

ce

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