Zwischen Siegsdorf und Traunstein 

Stadtrat macht Rückzieher: Weg an der Traun wird nicht asphaltiert

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Traunstein/Siegsdorf - Es ist ein emotionales Thema: Soll der Rad- und Fußweg entlang der Traun asphaltiert werden? Der Stadtrat hat sich nun doch dagegen entschieden. 

Der Planungsausschuss stimmte vorige Woche noch zu, doch am Donnerstagnachmittag machte der Traunsteiner Stadtrat einen Rückzieher: Der Fuß- und Radweg entlang der Traun soll - zumindest auf Traunsteiner Seite - nicht asphaltiert werden. Das Thema hatte unter anderem auf der Bürgerversammlung die Wogen hochgehen lassen

Hümmer: "Bürger wünschen sich gerade an der Traun Natur"

Mit 16:7 Stimmen sprach sich der Stadtrat schließlich dafür aus, dass der Weg so bleiben soll, wie er ist. Die Stimmen gegen eine Asphaltierung kamen aus allen Stadtratsfraktionen - auch aus der SPD. "Die Bürger wünschen sich gerade an der Traun Natur und nicht Asphalt", so zum Beispiel Christian Hümmer nach der Stadtratssitzung via Facebook. 

Die Idee zur Asphaltierung stammt vom Staatlichen Bauamt: Ziel war es, Radlfahrer von der Blauen-Wand-Straße herunterzubekommen. Auch Oberbürgermeister Christian Kegel sprach sich für den Ausbau aus, um mehr Pendler zwischen den Orten vom Auto aufs Rad zu bekommen. "Ich will nicht, dass die Siegsdorfer durch den Dreck nach Traunstein fahren müssen", argumentierte Kegel zum Beispiel in der Bürgerversammlung. Auch sein Siegsdorfer Kollege Thomas Kamm ist dafür.

Viele Argumente gegen Asphalt

Es gab schließlich eine ganze Reihe von Argumenten, die gegen einen Ausbau des Weges sprachen: Radler sind auf Asphalt schneller unterwegs, die Konflikte zwischen Radfahrern einerseits und Spaziergängern und Joggern andererseits könnten zunehmen. Außerdem führt ein Teil des Wegen zwischen Triftweg und Südspange durch den geschützten Auwald. Hier würden zusätzliche Flächen versiegelt. Außerdem hätte sich die Stadt dann auch Gedanken über Räumung, Streuung und Beleuchtung des Fuß- und Radweges machen müssen. 

Die Baukosten hätte das Staatliche Bauamt übernommen, für den Unterhalt wären aber die Kommunen zuständig. In einer Umfrage auf unserem Portal war auch die Mehrheit der Leser gegen die Asphaltierung des Weges. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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