„Minimalistisches“ Richtfest gefeiert

Neues Feuerwehrgerätehaus auf dem Hochberg

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Traunstein - Richtfest gefeiert wurde beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Wasserbevorratungsbecken der Freiwilligen Feuerwehr Hochberg in Höfen auf dem Hochberg bei Traunstein. Aufgrund der Corona-Pandemie verzichtete die Stadt Traunstein jedoch auf ein großes Fest. 

In einem kleinen formellen Akt informierten Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer und Architekt Johannes Romstätter die wenigen Teilnehmer der Stadtverwaltung, des Stadtrats, der Freiwilligen Feuerwehr Hochberg und der beteiligten Firmen kurz und sachlich über den Baufortschritt. Zimmerermeister Sepp Wernberger sprach den obligatorischen Richtspruch.


Als Grund für den Neubau nannte der Oberbürgermeister die geplante Ersatzbeschaffung für das mittlerweile 30 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), das feuerwehrtechnisch nicht mehr den heutigen Anforderungen anspricht, durch ein modernes Löschfahrzeug LF 20 KatS, das wegen der größeren Abmessungen nicht in das bisherige Feuerwehrgerätehaus hineingepasst hätte. Wegen der geringen Grundstücksfläche von 156 Quadratmetern gab es keine Möglichkeit, das alte Feuerwehrgerätehaus zu erweitern.

Nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz sei die Stadt Traunstein verpflichtet, seine Ortsteilfeuerwehren zu erhalten. Die Stadt Traunstein stehe zu ihren Feuerwehren als Einrichtung der öffentlichen Hand, betonte der Oberbürgermeister. Die Feuerwehren genössen daher auch Bestandsschutz, um jederzeit die Sicherheit der Bürger Traunsteins gewährleisten zu können.


Neues Feuerwehrgerätehaus auf dem Hochberg

 © Buthke
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Deshalb habe sich die Stadt entschlossen, rund eine Million Euro in den Neubau des Feuerwehrgerätehauses zu investieren. Von der Regierung von Oberbayern erhält die Stadt eine Förderung von 55 000 Euro. Erfreulich sei, dass man im Kosten- und Zeitrahmen liege, sodass das neue Feuerwehrgerätehaus voraussichtlich im November eingeweiht werden könne, sagte Dr. Hümmer. Für das neue Einsatzfahrzeug LF 20 KatS gibt die Stadt weitere 380 000 Euro aus. Der Freistaat beteiligt sich an den Kosten voraussichtlich mit 88 000 Euro Zuschuss.

Seit dem Spatenstich vor 231 Tagen sei viel geschehen, meinte Architekt Romstätter. Die Corona-Pandemie habe habe allen am Bau Beteiligten viel an Kreativität abverlangt, weil Bauen durch Videokonferenzen ja nicht möglich sei. Dank ihrer Gesundheitskonzepte seien die Firmen bei der Stange geblieben und hätten den Bau nicht eingestellt. Dadurch habe man auch den Terminplan eingehalten.

Aufgrund der Kostendeckelung entstehe kein Luxusbau, meinte Romstätter. Im Erdgeschoss enthält das Gebäude einen Stellplatz für das Einsatzfahrzeug sowie Lagerflächen. Außerdem entstehen dort Umkleiden und Sanitärbereiche. Im Obergeschoss werden ein Bereitschaftsraum und ein Büro für den Kommandanten zur Verfügung stehen. Er dankte der Schreinerei Spiegelsperger in Höfen, von der die Stadt das notwendige Grundstück mit rund 1000 Quadratmeter erwerben konnte. Die Schreinerei errichtet in einer Gebäudeeinheit mit dem Feuerwehrgerätehaus für ihren Gewerbebetrieb ein Lager- und Garagengebäude. 

bjr

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