Alois Wimmer spendete 125 Mal Blut!

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Sie stehen in diesem Jahr an der Spitze vieler treuer Blutspender: Alois Huber (zweiter von links) aus Freutsmoos bei Palling, der bereits 125 Mal einen Blutspendetermin besucht hat. Neben ihm wurden 27 weitere Spender für 100 (im Bild), 75 und 50 Blutspenden geehrt. Als „stille Lebensretter“ bezeichnete sie Rotkreuz-Kreisvorsitzender Konrad Schupfner (links

Traunstein- „Sie alle sind stille Lebensretter“: 28 treue Blutspender wurden für ihre Leistungen geehrt. Ein 61-jähriger Pallinger brachte es sogar auf 125 Spenden.

Beim ersten Mal benötigte er als Jugendlicher noch eine Sondergenehmigung seiner Eltern – inzwischen hat Alois Wimmer aus Freutsmoos bei Palling 125 Mal Blut gespendet. Dafür wurde er mit 27 weiteren treuen Blutspendern im BRK Zentrum Traunstein geehrt. In diesem Jahr sammelte der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bereits an die 8450 Blutkonserven im Landkreis ein – ein wichtiger Beitrag, um Engpässe bei der Blutversorgung in den Krankenhäusern zu vermeiden.

Für Alois Wimmer gehören die Aufrufe zur Blutspende schon lange zum Jahresrhythmus. „Ich versuche möglichst zu allen Termine in Palling zu kommen. Und wenn's mal nicht geht weiche ich in einen Ort im Umkreis aus,“ berichtet er. Er genießt das „Anzapfen“, weil er sich anschließend besonders gut fühlt. „Außerdem sagen sie immer, ich hätte Venen wie Autobahnen, also geht das Stechen ohne Probleme.“ Eine Frau aus seinem Bekanntenkreis benötigte vor kurzem eine Blutkonserve. „Da ist mir klar geworden, dass auch ich selbst irgendwann mal so was brauchen könnte.“ Für ihn ein weiterer Ansporn, den Aufrufen zur Blutspende treu zu folgen. „Ich versteh nicht, warum das nicht mehr Leute machen,“ grübelt er, „das Blutspenden ist doch eine Hilfe, bei der ich weiß wohin sie kommt.“ In Palling, so beobachtet Alois Wimmer, würden auch viele junge Leute beim Blutspenden auftauchen. „Das freut mich, weil wir alte Hasen ja nicht ewig gehen können.“ Manchmal dauert die Blutspende für den Freutsmooser „a bisserl länger, weil ich da immer Bekannte treffe und dann ratschen wir bei der Brotzeit.“ Das Ziel von Alois Huber ist es jetzt, die Marke von 150 Blutspenden zu erreichen, was für den 61-Jährigen wahrscheinlich kein Problem sein dürfte. „Aber nicht um einen Rekord aufzustellen, sondern weil es eine Sache ist, bei der ich leicht was entbehren kann, um anderen zu helfen.“

Appell an die Jugend 

Rotkreuz-Kreisvorsitzender Konrad Schupfner hob bei der Ehrungsfeier die Bedeutung der Blutkonserven hervor. „Blut ist nach wie vor nicht synthetisch herstellbar und kann auch nicht lange gelagert werden – wird aber immer mehr gebraucht.“ Etwa bei Operationen, in der Krebstherapie und zur Herstellung von Medikamenten. „Sie alle, die Blut spenden, sind stille Lebensretter.“ Einen Appell richtete Schupfner an den Nachwuchs. „Unsere Jugend sollte sich bereit erklären, der Blutspende-Gesellschaft beizutreten“, meinte er. Es müsse jede Gelegenheit genutzt werden, um Nachwuchs zu aktivieren. „Wir brauchen so viele verantwortungsvolle Bürger wie möglich.“

Die geehrten Blutspender:

  • 125 Blutspenden: Alois Wimmer, Freutsmoos/Palling
  • 100 Blutspenden: Johann Oellerer, Petting, Eberhard Johann Oettl, Palling, Klaus Pertl, Fridolfing, Johann Pscheiden, Trostberg
  • 75 Blutspenden: Stefan Genghammer, Übersee, Michael Harrecker, Kirchweidach, Heindl Albert, Breitbrunn am Chiemsee, Wilhelm Lexmaul, Altenmarkt, Marianne Maier, Surberg, Lothar Makkens, Sachsenheim, Reinhard Schuhbeck, Trostberg, Johann Schwankner, Altenmarkt, Johannes Stief, Ruhpolding
  • 50 Blutspenden: Harry Baumueller, Nußdorf, Therese Brunner, St. Georgen, Hans Hechenberger, Emertsham, Gertraud Hütter, Palling, Josef Kosian, Traunreut, Martin Lang, Taching, Sabine Lapper, Kirchanschöring, Thomas Mitterer, Trostberg, Birgit Schnitzlbaumer, Siegsdorf, Manfred Schnitzlbaumer, Siegsdorf, Paul Schwaiger, Kirchanschöring, Franz Stahuber, Marquartstein, Michael Steinberger, Kienberg, Bernhard Stockhammer, Tittmoning, Josef Winkler, Obing.

Pressemeldung BRK

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