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Angebot öffentlich zugänglicher Toiletten in Traunstein

Seniorenbeirat macht sich für Konzept „Nette Toilette“ stark - Gastronomie soll mehr eingebunden werden

  • VonGünther Buthke
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Wem ist diese Situation nicht wohlbekannt: man ist gemütlich beim Einkaufen in der Stadt unterwegs, als einen plötzlich ein dringendes „menschliches Rühren“ überkommt.

Traunstein - Die Suche nach einer öffentlichen Toilette ist in der Regel vergeblich, denn solche sind bei uns sehr rar. So gibt es in der Stadt Traunstein lediglich zwei öffentliche Toiletten auf dem Maxplatz und dem Karl-Theodor-Platz.

Toilettensituation wieder Thema im Seniorenbeirat

Die die Toilettensituation in Traunstein wiederholt ein Thema im Seniorenbeirat war, stellte die Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Traunstein, Ingrid Buschold, in der September-Sitzung des Seniorenbeirats das Konzept „Nette Toilette“ vor. Dieses Konzept einer öffentlichen Nutzung von Toiletten in Gaststätten entstand bereits 2000 in der Stadt Aalen. Als „Nette Toilette“ wird dabei eine von Gastronomen freiwillig zur kostenlosen öffentlichen Nutzung bereitgestellte Toilette bezeichnet. Die Gastronomen erhalten für die Nutzung von der Stadtverwaltung eine Aufwandsentschädigung. Die Stadt wiederum spart im Gegenzug erhebliche Kosten für eigene öffentliche Toiletten.

Buschold berichtete weiter, dass sie in Nagold (Baden-Württemberg), eine Stadt mit 23.000 Einwohnern, gewohnt habe und von dort das Modell „Nette Toilette“ sehr gut kenne. Die Einführung erfolgte in Nagold 2010. Das Prinzip ist: die Stadt schließt mit den Gastronomen eine Vereinbarung ab. Im Gegenzug werben diese mit einem Schild an ihrem Lokal, damit die Leute wissen, wo sie die Toilette benutzen dürfen..

Kosteneinsparungen ein Vorteil

Neben der Kosteneinsparungen gegenüber öffentlicher Toilettenanlagen für laufende Reinigungs- und Wartungskosten nannte Buschold als weiteren Vorteil eine Schadenreduzierung durch Vermeidung von Vandalismus. Zudem hätten die Bürger ein flächendeckendes Netz an frei zugänglichen Toiletten ohne persönliche Hemmschwelle und in einem sauberen und gepflegten Zustand. Besonders auch aus touristischer Sicht sei dieses erweiterte Toilettenkonzept sehr zu begrüßen und trage damit auch der Vergrößerung des touristischen Angebots Rechnung.

Erfahrungsgemäß könne die Gastronomie durch dieses entgegenkommende Serviceangebot auch weitere Neukunden gewinnen. „Sowohl für die Gastronomie als auch für die Stadt Traunstein stellt dieses Toilettenkonzept eine eindeutige Win-Win-Situation dar“, so Buschold.

Konzept beantragt

Nach kurzer Diskussion wurde der von Horst Trüdinger formulierte Antrag einstimmig beschlossen, dass der Seniorenbeirat bei der Stadt Traunstein beantragt, die Einrichtung des Konzepts „Nette Toilette“ auch in der Stadt Traunstein zu installieren und einzuführen. Der Antrag wurde von der Vorsitzenden Buschold inzwischen bei der Stadt Traunstein eingereicht. Bjr

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Rubriklistenbild: © Martin Gerten

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