Organisatoren stellen Forderungen

Traunsteiner "Slow Roll" bricht erneut Teilnehmerrekord

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83 Teilnehmer*innen radelten beim "7. Traunstein Slow Roll" durch die Stadt

Traunstein - Der letzte "Slow Roll" ist noch keinen Monat vergangen, da stellt der Traunstein Bicycle Club mit seinem 7. Slow Roll erneut einen Teilnehmerrekord auf:

Die Pressemitteilung im Wortlaut

83 Personen aller Altersgruppen und mit verschiedenen Rädern nahmen teil. Und das, obwohl der Samstagmorgen eher kühl und bewölkt startete. Vom Stadtplatz aus eroberten die Slow Roller die Innenstadt für sich. Der Zug war diesmal so lang, dass er vom Heimathaus bis zur Marienstraße reichte.


Und so ist es kein Wunder, dass die Initiatoren kurz vor den Kommunalwahlen am 15. März nochmal den Druck erhöhen: Unter den Augen der Polizei fand diesmal auch eine Kundgebung am Stadtplatz statt. "Wir wollen Traunstein in einen perfekten Raum fürs Radeln verwandeln. Die Politik, die dafür nötig ist, kann man wählen.", sagt Nils Bödeker, der für die SPD in den Stadtrat einziehen möchte.

Sein Mitstreiter Dr. Patrick Nepper, Stadtratskandidat bei Bündnis 90/Die Grünen in Traunstein, fügt hinzu: "Wir fordern daher bis zum Ende der nächsten Stadtratsperiode, d.h. bis 2026, in Traunstein drei konkrete Veränderungen: Erstens wollen wir ein lückenloses, sicheres und komfortables Radwegenetz umzusetzen. Zweitens, es sollen sichere und komfortable Abstellmöglichkeiten an zentralen Orten geschaffen werden. Und drittens, müssen sowohl Kinder als auch Senioren, und alle Arten von Fahrrädern berücksichtigt werden. Also auch Lastenräder und Radl mit Anhängern."


Zu den Forderungen des Traunstein Bicycle Club gehört eine räumliche Trennung von Fahrradwegen und Autoverkehr auf Straßen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50km/h, sowie in viel befahrenen Tempo 30 Bereichen. Fahrradwege auf Fahrbahnhöhe sind durchgängig farblich zu markieren. Dies ist insbesondere bei entgegen der Fahrtrichtung verlaufenden Strecken, beispielsweise am Heimatmuseum oder in der Bahnhofstraße nötig. Eine Bedarfsanalyse, gemeinsam mit den Traunsteiner Schulen und Kindertageseinrichtungen, soll zur Streckenplanung beitragen. Fahrradparkgaragen sind auch in Traunstein - beispielsweise am Bahnhof und in Stadtplatznähe - umsetzbar.

Der Dritte im Bunde, Ilja Frank, freut sich, dass das Thema breite Unterstützung findet: "Wir wollen das Thema voranbringen. Wir wünschen uns eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmenden. Parteipolitik ist dabei zweitrangig. Wir bekommen viel Unterstützung von der Traunsteiner Liste und einzelnen Politiker*innen anderer Parteien. Wir werden weiterhin überparteilich das Thema vorantreiben. Wir wollen Taten sehen, nicht nur schöne Worte im Wahlkampf."

Pressemitteilung Traunstein Bicycle Club

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