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Jetzt rudert auch Traunstein zurück

Alle Arbeit umsonst: So geht Standlbesitzer Erwin Mertl mit der Absage des Christkindlmarktes um

Christkindlmarkt Traunstein 2021 abgesagt Erwin Mertl Standlbesitzer
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Der Christkindlmarkt in Traunstein ist auch 2021 abgesagt worden. Wir haben mit Standlbesitzer Erwin Mertl (rechts) darüber gesprochen. In der Hütte links im Bild seine Frau Heidi.

Jetzt hat auch die Stadt Traunstein die Notbremse gezogen und den Christkindlmarkt 2021 abgesagt. Wir haben mit dem alteingesessenen Standlbesitzer Erwin Mertl gesprochen, was das für ihn bedeutet, ob er die Entscheidung versteht und ob es in seinen Augen Alternativen gegeben hätte.

Traunstein - Handgemachte Räuchermandl aus dem Erzgebirge, Christbaumkugeln aus Franken und vor allem Kerzen aus Bienenwachs, die er selbst zieht: Mit seinen Produkten wollte Erwin Mertl auf dem Traunsteiner Christkindlmarkt heuer endlich wieder zeigen, „dass wirklich Weihnachten ist“ - aber daraus wird auch 2021 nichts. Die Stadt hat am Montag (15. November) die Notbremse gezogen und den Markt abgesagt, wie so viele andere Orte zuvor schon. Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) bezeichnete die Situation als „überaus frustrierend“, aber „es ist eine Frage der Solidarität mit den Mitarbeitern unserer Kliniken in dieser Phase der Pandemie auf nicht notwendige Veranstaltungen zu verzichten.“

Christkindlmarkt Traunstein 2021 abgesagt - so reagiert ein Standlbesitzer

Die Stadt ist absolut schuldlos. Ihr und dem Oberbürgermeister bleibt nur der schwarze Peter“, zeigt Mertl im Gespräch mit chiemgau24.de Verständnis. Jeder könne sich denken, dass auf einem Christkindlmarkt Situationen entstehen, die in der jetzigen Corona-Pandemie „gefährlich“ wären, so der Wonneberger. Aber natürlich habe niemand Freude mit der Entscheidung, auch in wirtschaftlicher Hinsicht: „Da steckt Geld drin, und Kosten kommen jetzt auf die Stadt und auf uns Standlbesitzer gleichermaßen zu.

Erwin Mertl weiß wovon er spricht. Schon seit 24 Jahren ist er mit einem Stand in Traunstein vertreten, seine Frau Heidi vertreibt die gleichen Produkte auf dem Christkindlmarkt auf der Fraueninsel. Jetzt blicken sie auf volle Lager, denn schon im Frühsommer habe man mit dem Einkauf begonnen. „Die Christkindlmärkte beschäftigen einen nicht nur in der Adventszeit und davor, sondern eigentlich ungefähr das dreiviertelte Jahr.“ Mertls Hütte am Stadtplatz vor dem italienischen Restaurant wäre schon aufgebaut gewesen - nun heißt es wieder: Kommando zurück. Jetzt zählt Mertl auf seinen Online-Shop, „damit die Leute nicht bei Amazon kaufen müssen“.

Wäre eine abgespeckte Version eine Alternative?

Hätte es in Mertls Augen sinnvolle Alternativen zu einer Absage gegeben? Etwa ein Christkindlmarkt ohne Glühwein oder Essen? „Nein, schließlich geht es ja auch ums Ambiente. Das wäre dann vielleicht einfach bissl langweilig. Ein Christkindlmarkt ist ja auch eine soziale Einrichtung.“ Beispiel Salzburg: Dort hält man am Christkindlmarkt fest, an Ständen kaufen - egal ob Essen oder Handwerksartikel - dürfen aber nur Genesene oder Geimpfte. Alkohol gibt es nicht, es gilt FFP2-Maskenpflicht und wer sich länger als 15 Minuten am Christkindlmarkt aufhält, muss sich registrieren.

xe

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