In mehreren Fällen

Staatsanwaltschaft Traunstein: Ermittlungen wegen PFOA eingestellt

  • schließen

Traunstein - Die Staatsanwaltschaft stellte mehrere Untersuchungen wegen Gesundheitsgefährdung durch PFOA ein. 

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat mehrere Verfahren, die in Zusammenhang mit der womöglich krebserregenden Chemikalie Perfluoroctansäure (kurz: PFOA) eingestellt, berichtet BR.de

Mehrere Privatpersonen, die Strafanzeige wegen Verdachts auf Gesundheitsgefährdung gegen Unbekannt erhoben hatten,  haben demnach ein Schreiben der Staatsanwaltschaft erhalten, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass laufende Ermittlungen wegen der Chemie-Belastung eingestellt wurden. In den Blutanalysen der Betroffenen war ein deutlich erhöhter PFOA-Gehalt nachgewiesen worden. Obwohl der Wert bei vielen Anwohnern der Region deutlich den Normalwert überschritt, sieht das Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit keine gesundheitliche Gefährdung, was schließlich die Grundlage für die Einstellung der Verfahren war. 

Die Untersuchungen des Trinkwassers waren vom Verursacher selber, dem Chemieunternehmen Dyneon, in Auftrag gegeben worden. Dessen Vorgänger hatte möglicherweise jahrzehntelang den krebserregenden Stoff in Burgkirchen an der Alz produziert. Allgemein soll der Einsatz von PFOA im kommenden Jahr EU-weit verboten werden. Für den Landkreis Altötting kommt das Verbot jedoch zu spät: Hier sind 230 Quadratkilometer Boden verunreinigt worden, auch das Trinkwasser werde noch Jahrzehntelang die Normalwerte überschreiten, so der BR. Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn habe sich dem Sender gegenüber verwundert über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Traunstein gezeigt. Der Ermittlungseifer sei "auffallend gering."

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT