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„Ein Leben für und mit der Feuerwehr“

Stadt Traunstein würdigt ausgeschiedene Einsatzkräfte – insgesamt fast 600 Jahre Einsatzdienst

Fast 600 Jahre Feuerwehrdienst gehen in der Stadt Traunstein in Ruhestand.´
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Fast 600 Jahre Feuerwehrdienst gehen in der Stadt Traunstein in Ruhestand.´

Auf nahezu 600 Jahre Einsatzdienst brachten es 12 Feuerwehrmänner, die nun die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht haben und somit aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

Traunstein - „Mit eurem jahrzehntelangen Engagement konnten wir in unserer Stadt viele Notlagen erfolgreich meistern“, betonte Oberbürgermeister Christian Hümmer in seiner Ansprache am Ehrenabend zur Verabschiedung. Die Ortskommandanten aller fünf städtischen Feuerwehren hielten eine Laudatio über die Geehrten.

„Ihr habt euch fast euer Leben lang Zeit aus den Rippen geschnitten und wart für andere da, wenn Alarm geschlagen wurde“, zollte der für das Feuerwehrwesen zuständige Stadtrat Andreas Kaiser den ehemaligen Aktiven seinen Respekt und führte fort, „dass wir Euch mit diesem Ehrenabend dafür herzlich danken möchten“. Er betonte allerdings auch, dass niemand mit 65 Jahren aus der Feuerwehr ausscheiden muss, „weil sich auch die Vorstände über Leute freuen, die sich in den Vereinsbelangen engagieren“, so Kaiser.

Christian Hümmer dankt Ehemaligen

Ähnlich sah dies auch Oberbürgermeister Christian Hümmer. „Immer wenn ein Bürger die 112 gewählt hat, wart ihr über Jahrzehnte hinweg da. Dabei habt ihr oftmals einen Großteil der Freizeit in die Feuerwehr eingebracht und deshalb ist es uns besonders wichtig, dass wir die Ehrung eures Feuerwehr-Lebenswerkes auf Grund von Corona nicht ausfallen lassen. Für euer langjähriges Wirken in der Stadt sage ich deshalb heute nochmals ausdrücklich Danke“.

Die Laudatio für die ehemaligen Einsatzkräfte der Feuerwehren Haslach, Hochberg, Kammer, Traunstein und Wolkersdorf hielten jeweils die Kommandanten der Ortsfeuerwehren. Teils tief bewegt wurden kurz die „Feuerwehr-Lebenslinien“ aufgezeigt und in einer würdigen Form präsentiert. Neben der offiziellen Urkunde zum Ausscheiden erhielten die Geehrten auch ein kleines Präsent zum Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Vier Aktive scheiden aus Feuerwehr Haslach aus

Vier aktive Mitglieder sind aus den Reihen der Feuerwehr Haslach ausgeschieden. „Ihr wart für die Feuerwehr Haslach bereits vor der Gebietsreform aktiv und seit auch danach nicht zu der dann örtlich zuständigen Feuerwehr Siegsdorf gewechselt“, sagte der Haslacher Kommandant zu Ernst und Josef Rachl. „Ihr beiden wart euer ganzes Feuerwehrleben da, wenn ihr gebraucht wurdet und gerade du, lieber Ernst, hast in den letzten Jahren fast keinen Einsatz verpasst“.

„Wenn dich deine Mühle entbehren konnte, warst du stets zur Stelle“, lobte Stefan Breitling Johann Gfaller und zog noch eine Anekdote aus dem Ärmel und unterstrich damit den Tatendrang des Geehrten. „Als bei einem Einsatz Atemschutzgeräteträger benötigt wurden, hast du dir sofort ein Atemschutzgerät geschultert und gesagt zeigts mir wie das geht, und bist schon fast in das brennende Haus hineingelaufen, und dass, obwohl du nie einen Atemschutzlehrgang besucht hast“.

Haslacher Kommandant scheidet aus Dienst aus

„22 Jahre Gruppenführer, 18 Jahre Kommandant, unter Deiner Führung haben wir ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 beschafft, den Atemschutz eingeführt, ein neues Gerätehaus gebaut und die Änderungen in der Alarmierung und Funktechnik vollzogen“, so Stefan Breitling über Martin Thullner. Der langjährige Haslacher Kommandant ist in diesem Jahr aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und war in den letzten Jahren noch als Mannschaftsdienstgrad und Maschinist im Einsatz.

Feuerwehr Hochberg verabschiedet Niedl und Prosser

Bei der Feuerwehr Hochberg sind Franz Niedl und Josef Prosser aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Vorstand Martin Steininger hielt die Laudatio für die Beiden. „Franz, Du bist am 1.1.73 in die Feuerwehr Hochberg eingetreten und warst 6 Jahre 2. Kommandant sowie 12 Jahre Kommandant der Feuerwehr. Besondere Verdienste hast du dir bei der Anschaffung unserer Vereinsfahne im Jahre 1984 erworben und hast dich in all den Jahren auch für die gesellschaftlichen Belange in der Feuerwehr eingesetzt. Du bist zweifelsohne eines der Hochberger Originale“, so Steininger.

„Ein zweites Original der Hochberger Feuerwehr ist Josef Prosser. Du warst über viele Jahre hinweg Gruppenführer unserer Wehr und bis zu dem Ausscheiden bei den meisten Übungen und Einsätzen dabei. Du bist am 1.1.74 eingetreten und in all den Jahren hast du in einer kameradschaftlichen Art und Weise in besonderem Maße für ein gutes Miteinander beigetragen“, würdigte Steininger die Leistungen des verdienten Feuerwehrmannes.

Auch Feuerwehr Kammer sagt Danke

Für die Feuerwehr Kammer trat Kommandant Alois Wimmer ans Rednerpult. Er würdigte Georg Kriegenhofer, der nach 47 Dienstjahren aus den Reihen der Aktiven ausgeschieden ist. „Schorsch, du warst immer da, wenn du gebraucht wurdest und hast immer geschaut Feuerwehr und Landwirtschaft unter einen Hut zu bringen. Im Namen unserer gesamten Feuerwehr sage ich dafür danke!“, so Wimmer.

„Als ich als kleiner Bub zur Feuerwehr gekommen bin, wart ihr Menschen in der Feuerwehr die mich geprägt haben“, sagte Christian Schulz von der Feuerwehr Traunstein und ergänzte, „ich danke euch für ein Leben mit und für die Feuerwehr“. Erwin Eichschmid war langjähriger hauptamtlicher Gerätewart für die Feuerwehren der Stadt. „In deinen 50 Dienstjahren hast du nicht nur unzählige Einsätze und Ausbildungen in unseren Reihen absolviert, du warst auch als Landkreisausbilder für den Atemschutz und die Absturzsicherung aktiv. Für dein Lebenswerk Feuerwehr danke ich dir von Herzen“, so der Traunsteiner Kommandant.

Ernst Ditsch war 24 Jahre lang Gruppenführer bei der Traunsteiner Wehr. „Du warst jemand der ganz viel Hintergrundarbeit geleistet hat und einer, auf dem immer Verlass war“, so Schulz. Anton Miller brachte es in seiner aktiven Zeit, die von 16.08.72 bis zum 16.08.21 dauerte bis zum Rang des Hauptfeuerwehrmannes und ebenfalls ein viel geschätzter Kamerad in den Reihen der Feuerwehr.

„Ihr wart stets zu Stelle

„Ihr wart stets zur Stelle, wenn es einen Alarm für uns gab und habt angepackt, egal um welche Aufgabe es sich handelte“, so der Wolkersdorfer Kommandant Ernst Harrecker und dankte damit den beiden Feuerwehrmännern Simon Steiner und Raimund Schützinger für ihre langjährige Unterstützung. „Gerade Simon Steiner war in all den Jahren als Maschinist für uns im Einsatz und hat sich im Verein als langjähriger Fahnenbegleiter engagiert“, so Ernst Harrecker in seiner Laudatio über die beiden Hauptfeuerwehrmänner.

Einen feierlichen Rahmen bot dabei das festlich geschmückte „Kulturform Klosterkirche“ sowie die musikalische Umrahmung durch das „Hot Hoagascht Quartett“. Das gemeinsame Abendessen nutzten die Geehrten und ihre Familien für Erinnerungen und Anekdoten aus ihrem aktiven Feuerwehrleben. Seitens der Feuerwehren nahmen die Kommandanten und Vorstände der fünf Feuerwehren teil und auch Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner und der 3. Bürgermeister Josef Kaiser waren als Gäste am Ehrenabend dabei.

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hob

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